Der wohl älteste Hinweis auf die Weinberglage „First“ im Taubertal stammt aus einer Urkunde aus dem Jahr 1476 („Fyerst“). Gleich nebenan liegt das von Zisterziensern aus Burgund gegründete Kloster Bronnbach.
Die südlich exponierte Einzellage „First“ umfasst 19 Hektar und steigt sanft auf eine Höhe von 300 m an, bei einer Hangneigung von 20 bis 25 %. Das Gestein ist Unterer Muschelkalk mit hohem Steinanteil und Wellenkalk. Noch heute findet man Versteinerungen von marinen Lebewesen im Weinberg, dementsprechend sind die Reben gut mit Mineralien versorgt. Ebenso gut ist es für den Weinbau, dass sich die Böden aus Muschelkalk rasch erwärmen, aber nur sehr langsam auskühlen. Der helle Boden begünstigt die Reflexion der Sonnenstrahlen und bewirkt die Farbintensität der Rotweintrauben.
Auf der Kuppe des Hanges wurde zum Schutz vor kalten Ostwinden Wald angepflanzt, um für ein besseres Kleinklima zu sorgen. Mit ca. 1370 Sonnenscheinstunden während der Vegetationszeit ist der „First“ sonnenverwöhnt, aber strenge Winter und Spätfröste verursachen von Zeit zu Zeit Schäden. Der „First“ liegt im Regenschatten des Odenwaldes, daher kann es im Sommer sehr trocken werden und die Weinstöcke müssen tief wurzeln, um an das nötige Wasser in den tiefen Spalten und Klüften zu gelangen. Das wiederum macht die Weine mineralisch-kräftig und sehr langlebig.
Muschelkalkböden gelten weltweit als die besten und prägendsten Böden für Burgundersorten.
| Anbaugebiet | Baden |
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| Klassifizierte Fläche | 16,00 ha |
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| Klassifizierte Rebsorte/-n | Spätburgunder, Weißer Burgunder, Schwarzriesling, Silvaner, Riesling |
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| In der Lage arbeitende VDP.Winzer | Schlör | Zum Weingut |
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