KLOSTER EBERBACH

„ZUKUNFT ENTSTEHT DORT, WO ERFAHRUNG AUF MUT TRIFFT.“

CHRISTINE MÜLLER, GESCHÄFTSFÜHRERIN VOM WEINGUT KLOSTER EBERBACH

Kloster Eberbach

Kloster Eberbach
65346 Eltville am Rhein

Tel+49 (0)6723/60460
Fax+49 (0)6723/6046-420
E-Mailweingut@kloster-eberbach.de
Verkaufszeiten
1. Vinothek im Kloster Eberbach: April bis Oktober täglich von 10-19 Uhr; November bis März täglich von 10-18 Uhr 2. Vinothek Domäne Bergstraße im ehemaligen Rebmuttergarten inmitten des Heppenheimer Centgerichts: April bis Oktober täglich von 11-19 Uhr; November bis März Mittwoch bis Freitag von 11-18 Uhr, Samstag, Sonn- & Feiertage von 11-17 Uhr
Inhaber:in

Land Hessen

Geschäftsführerin: Christine Müller
Kellermeister:in

Jochen Bug

Rebfläche in Hektar

171,20 ha

Rebsorte

70% Riesling, 16% Spätburgunder sowie Grau-, Weißburgunder und Chardonnay

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Christine Müller: Seit 1136 prägt Kloster Eberbach die deutsche Weinkultur. Was unser Weingut besonders macht, ist die Verbindung aus beinahe 900 Jahren Geschichte und einem Pioniergeist, der bis heute fortwirkt. Schon die Zisterziensermönche erschlossen steile, zuvor ungenutzte Hänge für den Weinbau und legten damit den Grundstein für einige der bedeutendsten Weinlagen Deutschlands. Heute bewirtschaften wir 168 Hektar Rebfläche, darunter über 50 Hektar Steillagen, viele davon im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Als Gründungsmitglied des VDP stehen wir seit jeher für Herkunft, Qualität und die Überzeugung, dass große Weine dort entstehen, wo Tradition und Innovationskraft zusammenfinden.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Christine Müller: Unsere Philosophie ist es, die Herkunft unserer Weine kompromisslos erlebbar zu machen. Die großen Lagen von Kloster Eberbach sind unser wertvollster Schatz. Wir wollen ihre Individualität wieder stärker herausarbeiten und Weine erzeugen, die ihre Herkunft unverfälscht widerspiegeln. Dabei orientieren wir uns an dem Pioniergeist, der Kloster Eberbach seit Jahrhunderten prägt: Bewährtes bewahren und gleichzeitig mutig neue Wege gehen.

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Christine Müller: Unser Anspruch sind präzise, langlebige Weine mit klarem Herkunftsprofil. Die Lage soll den Stil prägen, nicht die Handschrift des Kellermeisters.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Christine Müller: Der Steinberger Riesling ist für mich der ideale Einstieg. Als historische Herzlage von Kloster Eberbach vereint er Herkunft, Tradition und den Stil, für den unser Weingut steht: präzise, elegant und langlebig.

„UNSER 2010 STEINBERGER WURDE BEI DER GALA ZUR VERLEIHUNG DES FRIEDENSNOBELPREISES AN DIE EU IN OSLO SERVIERT.“

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Christine Müller: Besonders stolz macht mich das Potenzial, das in unseren Spitzenlagen steckt. Gerade der Assmannshäuser Höllenberg fasziniert mich, weil er eine außergewöhnliche Geschichte und ein enormes Zukunftspotenzial vereint. Dort wieder große Spätburgunder entstehen zu lassen, ist eine Aufgabe, die mich sehr motiviert.

VDP: Warum sind Sie Winzerin geworden?

Christine Müller: Weinbau war schon immer ein zentraler Bestandteil meines Lebens und ist ein wesentlicher Teil meiner Identität. Auf meinem Elternhaus stand in großen Lettern auch das Wort ‚Staatsweingut‘. Es gibt kaum einen Beruf, der vielseitiger und abwechslungsreicher ist und dabei immer von und mit der Natur lebt.

Steinberger
„Crescentia“ Riesling, trocken
VDP.ERSTE LAGE®

VDP: Haben Sie Vorbilder?

Christine Müller: Ein wichtiges Vorbild war für mich Dr. Rowald Hepp, der frühere Weingutsdirektor von Schloss Vollrads. Bei und mit ihm habe ich meine Karriere in der Weinwelt gestartet und er hat mir von Anfang an viel Vertrauen geschenkt und wichtige Aufgaben übertragen. Gemeinsam mit ihm durfte ich Schloss Vollrads weiterentwickeln und habe dort unglaublich viel gelernt. Gleichzeitig inspirieren mich bis heute die vielen engagierten Menschen in der Weinwelt, denen ich auf Reisen, Messen und im Berufsalltag begegne.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Christine Müller: Mein Ziel ist es, das Weingut Kloster Eberbach wieder klar unter den prägenden Weingütern der Welt zu positionieren. Dafür konzentrieren wir uns deutlich auf Qualität und Herkunft. Unser besonderer Schatz an Lagen soll wieder klar erkennbar und erlebbar sein. In den kommenden Jahren geht es um wirtschaftliche Stabilität, ausgezeichnete Spitzenweine und eine klare Markenstrategie mit starker Hessenidentität. Wir wollen das Weingut als Synonym für den Rheingauer Weinbau stärken.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Christine Müller: Kloster Eberbach trägt fast 900 Jahre Geschichte in sich. Diese Tradition ist für mich Verpflichtung. Gleichzeitig war das Weingut immer dann besonders erfolgreich, wenn es neue Wege im Weinbau, im Ausbau und im Vertrieb gegangen ist. Innovation heißt für mich deshalb nicht Bruch mit der Vergangenheit, sondern Weiterentwicklung auf einem starken Fundament. Wir führen Kloster und Weingut enger zusammen, machen den Wein wieder zum Herzstück dieses Ortes und bauen die Verbindung von Kultur, Geschichte und Spitzenwein weiter aus.

VDP:Warum sollte man ihr Weingut noch besuchen? 

Christine Müller: Zwischen historischen Mauern und modernen Kellern zeigen wir hier, was Herkunft und Handwerk über Generationen hinweg bedeuten. Zum Weingut gehören mehrere Domänen im Rheingau und an der Hessischen Bergstraße, wo regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Hinzu kommen verschiedene gastronomische Angebote, vom Schwarzen Häuschen am Steinberg, bis zum Restaurant Baiken in den Rauenthaler Weinbergen gelegen.