„WIR BEARBEITEN HEUTE DIE THEMEN FÜR EINE ZUKUNFTSFÄHIGE UND NACHHALTIGE WEINWIRTSCHAFT VON MORGEN.“
BETRIEBSLEITER KOLJA BITZENHOFER ÜBER SEINE WEINE UND DAS STAATSWEINGUT
Staatsweingut Freiburg
Merzhauserstraße 119
79100 Freiburg
| Tel | +49 (0)761/401654320 |
|---|---|
| Fax | +49 (0)761/401654321 |
| staatsweingut@wbi.bwl.de |
Verkaufszeiten
Vinothek Freiburg: Mo-Fr 10:00 – 19:00 Uhr Sa 10:00 – 16:00 Uhr Vinothek Blankenhornsberg Mo-Fr 12:00 – 17:00 Uhr Mai- Okt Mo-Mi 10:00-17:00 Uhr Do-Fr 10:00 – 18:00 Uhr Sa: 10:00 – 16:00 UhrInhaber:in
Land Baden-Württemberg
Kellermeister:in
Werner Scheffelt & Benedikt Jehle
Im VDP seit
1926
Rebfläche in Hektar
38,40 ha
Rebsorte
Spätburgunder, Riesling, Weissburgunder, Ruländer sowie u.a. Gutedel, Chardonnay, Muskateller, Cabernet Carbon, Johanniter
Geologie
Urgestein-Verwitterung (Gneis), Vulkangestein (Tephrit)
Lagen
Anbaugebiet
Sekterzeugung
Mitgliedschaften
- Slow Food
- Wine in Moderation
VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?
Kolja Bitzenhofer: Wir sind integraler Bestandteil des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg. Wir bearbeiten heute die Themen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Weinwirtschaft von morgen. Das Staatsweingut bewirtschaftet die Rebflächen des Instituts, unterstützt die Forschungsarbeit und setzt neue Erkenntnisse und Verfahren unmittelbar im Betrieb um.
Der Gutsbetrieb Blankenhornsberg wurde von der Familie Blankenhorn 1842 gegründet. Der Sohn von Adolph Friedrich, Professor Dr. Adolph Blankenhorn, war der Mitbegründer der deutschen Weinbauwissenschaften und hatte bei der Entwicklung der Pfropfrebe zur Bekämpfung der Reblaus entscheidenden Anteil. Er war Mitbegründer des badischen und des deutschen Weinbauvereins und dessen erster Präsident. Der heute noch erhaltene Gewölbekeller ist Zeitzeuge dieses für die Weinwirtschaft bedeutenden Mannes und damit ein Teil der Badischen Weinbauhistorie. Darüber hinaus bewirtschaftet das Staatsweingut zwei der 100 besten Weinbergslagen, die VDP.GROSSEN LAGEN SCHLOSSBERG in Freiburg und im Alleinbesitz die beiden Lagen DOKTORGARTEN Winklen und DOKTORGARTEN Kleintal.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?
Kolja Bitzenhofer: Es ist unser Anspruch, unsere einzigartigen Lagen nachhaltig zu bewirtschaften, um für die Weinbranche ein Vorbild zu sein und Innovationen in die Weinbranche einzubringen. Nachhaltig bedeutet für uns nicht nur, dass unsere Produktionsverfahren im Weinberg und in der Kellerei im Einklang mit der Natur und der Gesundheit des Verbrauchers stehen, sondern auch sozial vertretbar und wirtschaftlich sind. Mit der Kompetenz des Staatlichen Weinbauinstitutes im Rücken und dem enormen Erfahrungsschatz der VDP.Kolleg:innen arbeiten wir permanent daran, aus unseren Rebflächen, die als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert sind, die Standorteigenschaften im Wein erlebbar zu machen.
DOKTORGARTEN
Weißburgunder GG
VDP.GROSSE LAGE®


VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?
Kolja Bitzenhofer: Bei unseren VDP.ERSTE LAGE® Weinen und den GGs pflegen wir einen klassischen internationalen Weinstil, der durch die Nähe zum Burgund beeinflusst ist. Im Gutsweinbereich sind wir aber auch offen für innovative und moderne Weinstile und Sorten. Ein Beispiel hierfür sind unsere pilzwiderstandsfähigen Rebsorten.
„Es ist unser Anspruch, unsere einzigartigen Lagen nachhaltig zu bewirtschaften, um für die Weinbranche ein Vorbild zu sein und Innovationen in die Weinbranche einzubringen.“

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?
Kolja Bitzenhofer: Mit dem PINO MAGMA Kaiserstuhl VDP.GUTSWEIN startet ein Besucher perfekt in unser Burgundersortiment oder dem Souvignier Gris als Einstieg in unsere Forschung. Er wird aber auch überrascht sein von unseren Chardonnays, dem trockenen Muskateller und unseren Sekten.
VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?
Kolja Bitzenhofer: Pino Magma Kaiserstuhl – Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt von 16 Weingütern und Genossenschaften am Kaiserstuhl für ein einzigartiges Cuvée aus Weiß- und Grauburgunder. Dies wird nach festen Kriterien, die wir gemeinsam erarbeitet haben vinifiziert. Den Wein gibt es zudem als Réserve Wein, der 24 Monate reifen muss, bevor er in den Verkauf kommt.


VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?
Kolja Bitzenhofer: Die Erleuchtung kam während des Studiums. Nach einem Praktikum im Marketing bei einem großen Lebensmittelhersteller war mir klar, dass ich ein authentisches Produkt mit Herkunft erzeugen und den Kunden anbieten möchte.
VDP: Haben Sie Vorbilder?
Kolja Bitzenhofer: Mein Mentor war mein Vorgänger Bernhard Huber, mit dem ich 16 Jahre gemeinsam hier im Staatsweingut arbeiten durfte. Vorbilder gibt es viele sowohl im In- wie im Ausland.
VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?
Kolja Bitzenhofer: Mit der Nähe zum Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg haben wir hier einen Bonus wie kein anderes Weingut. Wir übernehmen nur Innovationen, welche die Weinqualität verbessern und gleichzeitig nachhaltig sind. In den Kellereien wird das besonders deutlich. Geräte aus Edelstahl, Kühltechnik, Klimatechnik, moderne Verarbeitungsgeräte, schonende Filtration- und Pumptechniken haben große Verbesserungen
gebracht.


