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VDP.WEINGUT
KRUGER-RUMPF

„ZU BANAL, ZU KOMPLEX, ZU ALKOHOLISCH … WIR WOLLEN KEINE »ZU«-WEINE PRODUZIEREN, WIR MÖCHTEN BALANCE.“

GEORG UND PHILIPP RUMPF ÜBER IHRE WEINE UND IHR WEINGUT IN MÜNSTER-SARMSHEIM

Kruger-Rumpf

Rheinstraße 47
55424 Münster-Sarmsheim

Tel+49 (0)6721/43859
Fax+49 (0)6721/41882
Mailinfo@kruger-rumpf.com
Verkaufszeiten
Mo-So 8.00-17.00
Inhaber

Stefan und Georg Rumpf

Kellermeister

Georg Rumpf

Im VDP seit

1993

Rebfläche in Hektar

44,00 Hektar

Flaschenproduktion

150 000

Rebsorte

65% Riesling, 20% Burgundersorten sowie Scheurebe

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Philipp Rumpf: Seit 1708 bewirtschaftet unsere Familie Weinberge, die noch heute die Trauben für unsere besten Weine liefern. Wir zeichnen uns aus durch Stringenz und Klarheit in der Qualität und in den Stilen unserer Weine. Als passende Ergänzung betreiben wir als einziges VDP.Weingut an der Nahe seit mehr als 20 Jahren unsere Weinstube, in der wir verfeinerte regionale Gerichte anbieten.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Georg Rumpf: Wir verstehen unseren Betrieb als ganzheitliches System und wollen auch so wirtschaften, möglichst wenig Energie, Nährstoffe und Wasser von außen zufügen. Wir wissen, dass uns das mit einer Monokultur, was die Weinrebe nun mal ist, niemals komplett gelingen wird. Wir sind dennoch davon überzeugt, dass das Streben nach einem möglichst ganzheitlichen System nicht nur unsere Ökobilanz verbessert, sondern auch der Qualität unserer Weine zugutekommt.

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Georg Rumpf: Wenn man unsere Weine trinkt, soll man Lust auf das nächste Glas bekommen und nicht satt vom ersten Probeschluck sein. Zu banal, zu komplex, zu alkoholisch … wir wollen keine »zu«-Weine produzieren, wir möchten Balance. Wie bei unseren Rebstöcken streben wir an, dass unsere Weine im Gleichgewicht sind. Unsere Lieblingsrebsorten sind Riesling und Spätburgunder.

„WENN MAN UNSERE WEINE TRINKT, SOLL MAN LUST AUF DAS NÄCHSTE GLAS BEKOMMEN UND NICHT SATT VOM ERSTEN PROBESCHLUCK SEIN.“

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Philipp Rumpf: Den trockenen Reisling aus der VDP.ERSTEN LAGE® Abtei Rupertsberg. Der Weinberg wurde einst von der Universalgelehrten Heiligen Hildegard von Bingen angelegt. 70 Prozent Steigung, bis zu 85 Jahre alte Reben und Phyllitboden machen diesen Wein zu einem Unikat. Tiefgang, Komplexität, ein weites Aromenspektrum von Wildkräutern, Zitrone und Feuerstein und auf der anderen Seite ein unglaublicher Trinkfluss zeichnen diesen Wein aus.

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Georg Rumpf: Auf unser VDP.GROSSES GEWÄCHS® IM PITTERBERG! Diese Lage lässt Jahr für Jahr unglaublich tiefe und präzise Rieslinge entstehen. Kein Wein steht mehr für Kruger-Rumpf als dieser.

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Georg Rumpf: Solange ich mich erinnern kann, wollte ich Winzer werden. Es gab kurz vor dem Abitur eine Phase, in der ich überlegt habe, eine gänzlich andere Richtung einzuschlagen. Rückblickend bin ich sehr froh, das wieder verworfen zu haben, denn ich kann mir keinen abwechslungsreicheren Beruf vorstellen.

Philipp Rumpf: Ich habe nach meinem Studium in anderen Bereichen gearbeitet, aber nichts entfacht meine Leidenschaft so sehr wie Wein – noch mehr, wenn es das eigene Familienweingut ist.

VDP: Haben Sie Vorbilder, Mentoren?

Georg Rumpf: Mein wichtigster Mentor war sicherlich mein Vater, für mich war schon als kleines Kind klar: Das, was der Papa macht, will ich auch irgendwann mal machen. Ich habe schon als kleines Kind meinen Vater auf Schritt und Tritt verfolgt.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Philipp Rumpf: In den letzten Jahren konnten wir einige hervorragende Rebflächen kaufen und pachten, wodurch unser Weingut deutlich gewachsen ist. Diesen erfolgreichen Kurs wollen wir auch in den anderen Bereichen umsetzen und unseren Kunden einen umfangreichen Service bieten.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Georg Rumpf: Da sind wir ganz bei Jean Jaurès: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ Erfolgreiche Traditionsbetriebe sind immer auch innovativ. Wer Tradition bewahren möchte, darf gegenüber Neuerungen und Veränderungen nicht verschlossen sein.