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LENA VON GEMMINGEN (links), ANDREA WIRSCHING (Mitte), DR. HANS WIRSCHING

VDP.WEINGUT
HANS WIRSCHING

„WIR SIND EIN GROSSER FRÄNKISCHER KLASSIKER.“

ANDREA WIRSCHING ÜBER IHRE WEINE UND IHR WEINGUT IN IPHOFEN

Hans Wirsching

Ludwigstraße 16
97346 Iphofen

Tel+49 (0)9323/87330
Fax+49 (0)9323/873390
Mailinfo@wirsching.de
Mo-Fr 8.00-18.00; Sa 9.00-18.00; So 10.00-12.30 sowie nach Vereinbarung
Inhaber

Dr. Heinrich Wirsching und Kinder

Betriebsleiter: Uwe Matheus
Kellermeister

Dr. Klaus-Peter Heigel

Im VDP seit

1983

Rebfläche in Hektar

93,50 Hektar

Flaschenproduktion

520 000

40% Silvaner, 22% Riesling, 10% Grau- & Weissburgunder sowie Scheurebe und Spätburgunder

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Andrea Wirsching: Wir sind ein großer fränkischer Klassiker und das größte Privatweingut Frankens. In unserem Stammhaus im malerischen Iphofen erwartet Sie eine gewachsene Architektur, die Altes und Neues geschmackvoll verbindet. Unsere Weinberge befinden sich in den besten Parzellen Iphofens am Steilhang. Ein großer Teil davon ist über 30 Jahre alt. Diese alten Reben sind unser größtes Potenzial: Sie bringen Weine mit einer besonderen Dichte und Eleganz.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Andrea Wirsching: Alles tun, um elegante trockene Weine aus gesunden Trauben herzustellen. Wir arbeiten nachhaltig und natürlich. Ein guter Service und viel Zeit für unsere Privatkunden sind für uns selbstverständlich.

„UNSER REBSORTENSPEKTRUM WIRD SICH VERÄNDERN: WIR WERDEN MEHR BURGUNDERSORTEN ANPFLANZEN UND DIE ARBEIT AN DIE HITZE UND TROCKENHEIT ANPASSEN.“

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Andrea Wirsching: Unsere Weine zeigen das Terroir des Keupers. Das Sedimentgestein aus dem Trias mit seinem hohen organischen Anteil bringt von vorneherein komplexe, mineralische Weine mit einer zarten Würze hervor. Daher bauen wir unsere VDP.GUTSWEINE und VDP.ORTSWEINE im Edelstahl aus, um sie elegant und schlank zu halten.
Den VDP.ERSTEN LAGEN® und VDP.GROSSEN LAGEN® gönnen wir mehr Zeit zur Entwicklung. Sie kommen aus alten Parzellen und werden zum Teil im großen Holzfass ausgebaut. Unsere Spezialität sind trockene Silvaner, Rieslinge und Burgunder. Die trockenen Scheureben sind weltbekannt.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen zum Einstieg?

Andrea Wirsching: Iphöfer Kalb Silvaner trocken VDP.ERSTE LAGE®.

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Andrea Wirsching: JULIUS-ECHTER-BERG Silvaner GG VDP.GROSSE LAGE®. Für diesen Wein tun wir wirklich alles! Viele Sternelokale im In- und Ausland servieren diesen Wein, der mit seinem dezenten Bukett und seiner Dichte im Geschmack vor allem Fisch und vegetarische Gerichte perfekt begleitet.

JULIUS-ECHTER-BERG
Silvaner GG
VDP.GROSSE LAGE®

VDP: Warum sind Sie Winzerin geworden?

Andrea Wirsching: Nach meinem Geschichtsstudium stand ich mit meinem Vater oben im Julius-Echter-Berg und schaute von dort aus über die Weinberge hinunter in den Ort, in dem ein Hans Wirsching schon 1528 einen Weinberg bebaut hatte. Da war mir klar, dass ich nicht als Historikerin arbeiten würde. Danach begann ich eine Winzer-Ausbildung. Seitdem kreist meine Arbeit um Wein und Familie. Die Vielfalt der Aufgaben, die Freiheit eines selbständigen Unternehmers und die Freude, mit anderen Menschen den Geschmack des guten Lebens zu teilen, sind für mich ein Geschenk des Himmels!

VDP: Haben Sie Vorbilder?

Andrea Wirsching: Mein großes Vorbild ist Michael Prinz zu Salm-Salm, in dessen Weingut ich ein längeres Praktikum absolvierte. Er nahm mich mit zu den vielen Terminen, die er als langjähriger VDP-Präsident, Weingutsbesitzer mit vielen weiteren Mandaten und beruflichen Aufgaben hatte. Seine Zielstrebigkeit, Klugheit, Menschenfreundlichkeit und Demut, die von einem großen Glauben getragen sind, haben mich immer beeindruckt und inspirieren mich noch heute.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Andrea Wirsching: Silvaner und der Bocksbeutel sind die fränkische Tradition, an der wir festhalten. Neuerungen kommen vor allem durch den Klimawandel und betreffen den Weinberg. Unser Rebsortenspektrum wird sich verändern, wir werden mehr Burgundersorten anpflanzen und die Arbeit an die Hitze und Trockenheit anpassen. Im Keller arbeiten wir seit Jahren mit einer innovativen, photo-optischen Selektionsmaschine, damit keine Botrytis-Beeren in unsere trockenen Weine kommen. Unser Stil ist klassisch-elegant und daher machen wir keine Experimente mit Orange-Wines, Beton oder Granit.