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VDP.WEINGUT
SCHLOSS PROSCHWITZ –
PRINZ ZUR LIPPE

„WIR LIEGEN AUF HÖHE DER AHR – NUR 550 KILOMETER WEITER ÖSTLICH.“

DR. GEORG PRINZ ZUR LIPPE ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT IN ZADEL ÜBER MEISSEN.

Schloss Proschwitz - Prinz zur Lippe

Dorfanger 19
01665 Zadel über Meissen

Tel+49 (0)3521/76760
Fax+49 (0)3521/767676
Mailweingut@schloss-proschwitz.de
Vinothek im Weingut: Mo-So 10.00-18.00
Inhaber

Dr. Georg Prinz zur Lippe

Kellermeister

1.Kellermeister: Jacques du Preez

Im VDP seit

1996

Rebfläche in Hektar

81,00 Hektar

Flaschenproduktion

400 000

16,1% Grauburgunder, 15% Müller-Thurgau, 12,2% Weissburgunder sowie Scheurebe, Elbling, Goldriesling, Spätburgunder & Dornfelder

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Wir liegen geographisch auf der Höhe der Ahr – nur 550 Kilometer weiter östlich. Unser Klima ist kontinental, mit vielen Sonnenstunden. Alle unsere Weinberge verfügen über eine ähnliche Bodenkonstellation: Löß auf Urgestein, bestehend aus rotem Granit und Syenit. Das gilt auch für unsere beiden Monopollagen, die VDP.GROSSE LAGE® SCHLOSS PROSCHWITZ und die VDP.ERSTE LAGE® Kloster Heilig Kreuz. In unmittelbarer Nähe zu unserem Weinberg in Proschwitz liegt das Barock-Ensemble Schloss Proschwitz mit Dienerhäuschen und einem denkmalgeschützten Park. Der unvergleichbare Blick vom Proschwitzer Weinberg auf die Meissener Albrechtsburg und den Dom – die „Wiege Sachsens“ – wurde 2016 vom DWI zur schönsten Weinsicht Sachsens gekürt.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Für die Proschwitzer Weine ist seit Jahrhunderten das Lindenblatt Symbol für die geschmackliche Ausprägung unserer Weine. Wenn Sie 100 Lindenblätter nebeneinander legen ist jedes Blatt anders, aber die grundlegende Blattstruktur prägt sich in allen Blättern aus. Proschwitzer Weine haben wie das Lindenblatt stets eine feine, kleine Säurespitze. Die Primäraromen des Weines kommen wie die Zacken des Lindenblattes zum Ausdruck. Das Urgestein, auf dem alle unsere Weinberge fußen, rundet die Weine ab und gibt ihnen ihre nachhaltige mineralische Komponente.

„WIR STREBEN INDIVIDUELLE, AUTHENTISCHE WEINE AN UND NICHT KOPIEN ANDERER REGIONEN.“

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Unsere Region ist durch das kontinentale Klima in Verbindung mit dem Terroir in der Lage, sehr feingliedrige, filigrane und komplexe Weine hervorzubringen. Wir streben daher individuelle, authentische Weine an und nicht Kopien anderer Regionen. Die Burgunder-Familie scheint mir in besonderer Weise geeignet zu sein, die Vorzüge unseres Terroirs und der klimatischen Rahmenbedingungen optimal zum Ausdruck zu bringen.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Unseren 2016 Kloster Heilig Kreuz, VDP.ERSTE LAGE® Spätburgunder, trocken.


VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Das wechselt. Jetzt gerade bin ich besonders stolz auf unseren Traminer-Riesling aus einer jahrhundertealten Terrassenanlage. In der Weihnachtszeit war es unser SCHLOSS PROSCHWITZ Spätburgunder VDP.GROSSES GEWÄCHS®, der mir sehr viel Freude bereitet hat.

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Schon immer hatte ich den Traum, „die eigene Scholle“ zu bewirtschaften. Doch da meine Familie nach dem Zweiten Weltkrieg ihren gesamten Besitz in Sachsen verloren hatte, war dieser Wunsch utopisch. Ich studierte dennoch Landwirtschaft mit dem Wahlfach Weinbau und arbeitete einige Jahre als Unternehmensberater. Erst durch den Mauerfall öffnete sich für mich ein kleines “Fenster der Geschichte“. Anfang 1990 kehrte ich zurück zu den Wurzeln meiner Familie nach Sachsen. Mit viel Glück gelang der Rückkauf der ehemals familieneigenen Weinbergsflächen in Proschwitz. Schon der erste Besuch auf diesem Weinberg mit seinem fantastischen Blick über das Elbtal faszinierte mich. Das war die Geburtsstunde meines Winzerdaseins und des Wiederaufbaus unseres Familienweingutes Schloss Proschwitz.

VDP: Haben Sie Vorbilder oder Mentoren?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Freunde aus dem VDP, die mir den Quereinstieg in das Winzerdasein sehr erleichtert haben.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Wir bauen gerade eine neue Vinothek in einem historischen Gebäude auf dem Schlossareal.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation? Halten Sie an Traditionen fest, wenn ja an welchen?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Unser Weingut hat eine jahrhundertealte Geschichte, die ich nicht zur Seite rücken möchte. Dennoch glaube ich, dass sich Traditionen nur bewahren lassen, wenn kontinuierliches Streben nach Innovation den Blick des Inhabers erweitert und er Neuem gegenüber aufgeschlossen bleibt.

VDP: Warum sollte man Ihr Weingut noch besuchen?

Dr. Georg Prinz zur Lippe: Wir liegen mit unserem Weingut vor den Toren Dresdens, im Stadtbereich Meißens, inmitten einer von Weinbau geprägten Kulturlandschaft – und in der ehemaligen kulturellen Mitte Europas.