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vdp.sektgut
raumland

„WIR SIND HALT EINFACH SEKTVERLIEBT!“

FAMILIE RAUMLAND ÜBER IHR SEKTHAUS IN FLÖRSHEIM-DAHLSHEIM

Raumland

Alzeyer Straße 134
67592 Flörsheim-Dalsheim

Tel+49 (0) 62 43 90 80 70
Fax+49 (0) 62 43 90 80 77
Mailinfo@raumland.de
Verkaufszeiten
Mo bis Fr: 08:30 – 17:00 Uhr Sa: 10:00 – 13:00 Uhr So: geschlossen
Inhaber

Volker Raumland

Kellermeister

Volker Raumland

Im VDP seit

2020

Rebfläche in Hektar

10,00 Hektar

Flaschenproduktion

80.000

Rebsorte

39% Pinot Noir 39% Chardonnay 10% Riesling 9% Weißburgunder 3% Pinot Menier

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Volker Raumland: In unserem Weingut – bzw. in unserem Fall: Sekthaus! - findet man tatsächlich keinen einzigen Stillwein. Wir haben uns komplett auf die Herstellung hochwertiger Schaumweine fokussiert. Im Vergleich zu Stillweinen liegen diese Sekte mindestens 5 Jahre bei uns im Keller auf der Hefe, bevor sie gerüttelt und anschließend degorgiert werden. Manche sogar bis zu 15 Jahren. Wir sind halt einfach sektverliebt!

VDP: Was ist Ihre Sektgutsphilosophie?

Marie-Luise Raumland: Für uns ist die Sektherstellung nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Bei all unseren Sekten haben wir den höchsten Anspruch an Qualität.

Volker Raumland: Wir produzieren ausschließlich Sekt. Mit aller notwendigen Konsequenz, das Bestmögliche auf die Flasche zu bringen. Und das alles im Einklang mit der Natur. Sekt braucht sehr viel Vorlauf und viele Jahre der Planung und Reifung. Für die Grundweine werden insbesondere die klassischen Rebsorten Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier verwendet. Weißburgunder und Riesling – als typisch deutsche Rebsorten – dürfen dabei nicht fehlen. Um eine hohe Qualität der Schaumweine zu gewährleisten, wird per Hand gelesen. Im Keller setzen wir auf Ganztraubenpressung, die besonders schonend ist und auch aus den roten Trauben weiße Grundweine entstehen lässt. Ganztraubenpressung verringert den Ertrag, erhöht aber die Qualität. Dieser Most resultiert in sich langsam entwickelnden Weinen von großer Finesse, mit subtilen Aromen und guter Weinsäuregrundlage. Wir beherrschen hier die große Kunst, beim riechen und verkosten der Grundweine schon zu wissen, wie der Sekt sich entwickeln wird, wenn er Jahre später mal in den Verkauf kommt. Die zweite Gärung findet nach traditioneller Flaschengärung in der Flasche statt. Bei der Reifung danach bleiben die Schaumweine oft bis zu zehn Jahre auf der Hefe. Dabei wird in der Regel auf Dosage – sprich Süßung verzichtet.


VDP: Welchen Sektstil streben Sie an? Haben Sie eine Lieblingsrebsorte?

Volker Raumland: Uns begeistern die Burgundersekte. Gerade Burgunderrebsorten – als klassische Rebsorten – sind in unseren Augen die ideale Grundlage, um Sekte höchster Qualität herzustellen.

"IM KELLER SETZEN WIR AUF GANZTRAUBENPRESSUNG, DIE BESONDERS SCHONEND IST."

VDP: Welchen Ihrer Sekte würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Sektgut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Volker Raumland: Unsere Cuvée Katharina, eine tolle Cuvée aus Pinot Noir und Pinot Meunier ganz ohne Dosage – also Brut Nature. Oder unsere Cuvée Marie-Luise, eine reine Pinot Noir Cuvée. Natürlich empfehle ich immer gerne die Cuvées meiner beiden Töchter ;-)


VDP: Auf welchen Sekt sind Sie ganz besonders stolz?

Volker Raumland: Auf jeden einzelnen, aber insbesondere auf unseren „Triumvirat“ – unsere große Cuvée, welche die drei starken Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay vereint.

Triumvirat
Grande Cuveé Brut
vdp.sekt

VDP: Wie sind Sie Winzer geworden? Und warum machen Sie Sekt?

Volker Raumland: Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann – schließlich sollte ich als Winzersohn „etwas Gescheites lernen“ – verschlug es mich dann doch zum Weinbaustudium nach Geisenheim. Obwohl sich damals nur wenige Winzer für die Produktion von Schaumweinen interessierten, startete ich als einer von wenigen Studenten mit der Versektung von 100 Litern Wein im Rahmen eines Studienprojektes. Am Ende des Kurses gab es eine große Blindverkostung mit Champagnern und internationalen Schaumweinen. Da belegte mein Sekt damals Platz 1. Das war überraschend für mich, hat mich aber angefixt. Da habe ich Feuer  gefangen und war mit dem Sektvirus infiziert. Bis heute halte ich den Perlen meine Treue.


VDP: Haben Sie Vorbilder, Mentoren?

Marie-Luise und Katharina Raumland: Definitiv unseren Vater aufgrund seines Muts, des Weitblicks und der Erfahrung!

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Marie-Luise Raumland: Das Sekthaus Raumland befindet sich gerade im Generationenwechsel. Meine Schwester Katharina und ich steigen gerade in das Familienunternehmen ein und da muss man sich aufeinander verlassen können! Wir möchten an der Tradition und dem Qualitätsbewusstsein unserer Eltern festhalten und gleichzeitig neue Ideen einbringen, die unserer Philosophie gerecht werden.


VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Volker Raumland: Der Weinbau wie auch das Sektmachen ist tief in Traditionen verwurzelt. Dennoch überlege ich mir von Tag zu Tag: Was können wir besser machen?


VDP: Warum sollte man ihr Sektgut noch besuchen?

Heide-Rose Raumland: Nach unseren Urlauben frage ich mich oft, warum wir eigentlich wegfahren. Unsere Region Rheinhessen und insbesondere Flörsheim-Dalsheim hat sehr viel zu bieten: Einen wunderschönen Blick über die komplette Rheinebene, unsere alte Fleckenmauer im Ortskern und natürlich die tollen Weinfeste.


VDP: Mit was würden Sie Sektmachen vergleichen?

Volker Raumland: Der Sektmacher ist wie ein Dirigent im Orchester! Sektmachen ist wie ein Orchester! Kein Orchester gleicht dem anderen. Obwohl das Orchester aus vielen unterschiedlichen Instrumenten besteht, wenn die zweite Geige daneben spielt, klingt das ganze Musikstück daneben. Genau so ist es mit dem Komponieren eines hochwertigen Sektes.

Fotos: © VDP.Sektgut Raumland

by Oliver Rüther