Diese Website verwendet Cookies. Wir verwenden Cookies, um Funktionen für diese Webseite anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn Sie diese Webseite nutzen.Mehr lesen

OK
FRANK SCHÖNLEBER © VDP.Weingut Emrich-Schönleber

VDP.WEINGUT
EMRICH-SCHÖNLEBER

„WER EMRICH-SCHÖNLEBER HÖRT, DER DENKT SOFORT AN HALENBERG.“

FRANK SCHÖNLEBER ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT IN MONZINGEN AN DER NAHE

Emrich-Schönleber

Soonwaldstraße 10a
55569 Monzingen

Tel+49 (0)6751/2733
Fax+49 (0)6751/4864
Mailweingut@emrich-schoenleber.de
Mo-Fr 8.00-12.00, 13.30-18.00; Sa 9.00-12.00, 13.30-16.00
Inhaber

Frank Schönleber

Kellermeister

Frank Schönleber

Im VDP seit

1994

Rebfläche in Hektar

21,00 Hektar

Flaschenproduktion

130 000

85% Riesling, 7% Grauburgunder, 5% Weissburgunder

Geologie

Schiefer, Quarzit, Kiesel

Anbaugebiet

Nahe

Weinprobe
Weinprobe nach Vereinbarung; kulinarisches Wochenende (September) Frühjahrspräsentation (Mai)

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Frank Schönleber: Die VDP.GROSSE LAGE® HALENBERG, die zu über 60 Prozent uns gehört. Wir haben sie wieder bekannt gemacht und einen großen Teil nach jahrzehntelanger Verbuschung rekultiviert. Mindestens ebenso viel wie wir für sie, hat diese großartige Lage für den guten Ruf unseres Weinguts getan: Wer Emrich-Schönleber hört, der denkt sofort an HALENBERG.“

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Frank Schönleber: Nachhaltigkeit ist die Grundvoraussetzung – in jeder Beziehung. Das betrifft Weinberge und Boden genauso wie die Beziehungen zu unseren Mitarbeitern und Kunden. Bei meinen Weinen sind mir Authentizität und Charakter ganz wichtig. Sie sollen zeigen, wo sie herkommen – man erkennt sie sofort wieder.


VDP: Haben Sie eine Lieblingsrebsorte?

Frank Schönleber: Riesling, Riesling, Riesling! Rot am liebsten Pinot Noir.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Frank Schönleber: Unseren trockenen Riesling „Mineral“. Er stellt das Weingut hervorragend dar und man kann gleich beim ersten Schluck schmecken, was bei Emrich-Schönleber wichtig ist: die Herkunftsprägung.


VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Frank Schönleber: Von den Spitzenweinen ist es der AUF DER LEY Riesling GG. Er stammt aus einer VDP.GROSSEN LAGE®, die wir vor gut zehn Jahren wiederentdeckt haben. Es ist ein Wein mit ganz eigenem Charakter, enormer Präzision und Eleganz – und eine ganz besondere Herausforderung: Es gibt immer nur ein Fass davon – da darf nichts schiefgehen!

„EINE GROSSE TRADITION AN DER NAHE HABEN DIE FRUCHTSÜSSEN SPÄTLESEN.“

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Frank Schönleber: Ich bin auf dem Weingut groß geworden, also war das auch der erste Gedanke für den späteren Beruf. Nach dem Abitur machte ich am Mittelrhein, beim VDP.Weingut Toni Jost, ein Praktikum. Es war mir klar, dass ich dahin gehen muss, wo's weh tut: in die extreme Steillage. Dort habe ich Feuer gefangen und die berufliche Zukunft stand fest. Es folgte ein weiteres Praktikum im VDP.Weingut Franz Künstler und dann ging es zum Studium nach Geisenheim.


VDP: Haben sie Vorbilder?

Frank Schönleber: Meinen Vater! Bewundernswert, was er innerhalb von 20 Jahren aufgebaut hat. Er ist eine wichtige Stütze, auch heute noch.

HALENBERG
RIESLING GG
VDP.GROSSE LAGE®

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Frank Schönleber: Grundsätzlich: Jedes Jahr noch ein bisschen besser werden! Mein nächstes Projekt ist es, einen Teil der VDP.ORTS- und VDP.LAGENWEINE auch länger im Keller zurückzuhalten, bis sie die optimale Trinkreife erreicht haben. Und: Ich möchte das Weingut eines Tages in einem mindestens genauso guten Zustand an die nächste Generation weitergeben, wie ich es von meinem Vater empfangen habe. Das ist eine große Herausforderung, der wir uns jeden Tag aufs Neue stellen ...

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Frank Schönleber: Eine große Tradition an der Nahe haben die fruchtsüßen Spätlesen. In den jungen Jahren meines Vaters war das eine große Sache. Die Nachfrage ist seit dem nach und nach zugunsten der großen trockenen Weine zurückgegangen. Man könnte es sich jetzt leicht machen und komplett auf trockene Weine umschwenken – wirtschaftlich gesehen wäre das sicherlich sinnvoll. Wir finden aber, dass die Weine mit dezenter Frchtsüße einfach hier hin gehörten und dass sie auch gepflegt und weiter entwickelt werden müssen. Wir halten an dieser Tradition fest! Die in der Vergangenheit nachlassende Nachfrage war zum großen Teil von uns Winzern selbst verschuldet – weil die Spätlesen immer süßer wurden und immer weniger Trinkanimation hatten. Heute sind sie wieder wesentlich feiner, filigraner und rassiger. Wie die großen Spätlesen der Neunziger Jahre. Es geht wieder aufwärts mit den fruchtsüßen Spätlesen!