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„IM ECHTERBERG WÄCHST SEIT ÜBER 40 JAHREN EINE SCHEUREBE, MIT DER SCHON MEIN VATER FURORE MACHTE.“

JOHANNES RUCK ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT IN IPHOFEN

Johann Ruck

Marktplatz 19
97346 Iphofen

Tel+49 (0)9323/800880
Fax+49 (0)9323/800888
Mailpost@ruckwein.de
Mo-Fr 9.00-18.00; Sa 10.00-16.30; So 10.00-12.00
Inhaber

Johannes Ruck

Im VDP seit

1973

Rebfläche in Hektar

13,00 Hektar

Flaschenproduktion

80 000

39% Silvaner, 15% Riesling sowie weitere Sorten

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Johannes Ruck: Wenn Sie jetzt das Gebäude meinen: Wir sind das einzige Weingut am zentralen Marktplatz in der historischen Altstadt Iphofens!

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Johannes Ruck: Alles Gute zu erreichen durch ehrliche Handarbeit, Mühe, Aufwand und Pflege.

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Johannes Ruck: Gottgegebene Grundlagen schmeckbar auf die Flasche zu bringen: Terroir eben. Das zeigt sehr gut meine Lieblingsrebsorte Riesling.
 

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Johannes Ruck: VDP.ERSTE LAGE® Iphöfer Kalb Silvaner – blumig, filigran, extravagant. Oder einen JULIUS-ECHTER-BERG, VDP.GROSSE LAGE® Riesling mit feiner Frucht und deutlich schmeckbarer Herkunft.
 

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Johannes Ruck: Im JULIUS-ECHTER-BERG wächst seit über 40 Jahren eine Scheurebe, mit der bereits mein Vater Furore machte.

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden? Gab es irgendwann eine Erleuchtung?

Johannes Ruck: Helmut Kohl sagte einmal, wenn einer Visionen hat, solle er zum Arzt gehen. Nein, ich hatte keine Erlebnisse der dritten Art, wir machen Wein schon seit Generationen. Selbst mein Vorfahr, der im 19. Jahrhundert nach Iphofen kam, hatte dieses Handwerk schon von seinen Vätern erlernt.

„MÖGLICHERWEISE HAT MAN TATSÄCHLICH EINEN LEICHTEN DACHSCHADEN, WENN MAN FREUDE DARAN EMPFINDET, IM KNALLIGEN HOCHSOMMER IM WEINBERG ZU SCHWITZEN UND BEI WIND UND WETTER DIE REBEN ZU PFLEGEN.“

VDP: Haben Sie ein Vorbild?

Johannes Ruck: So im Rückblick betrachtet, haben mein Großvater und auch mein Vater alles richtig gemacht. Das sind meine Vorbilder.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Johannes Ruck: Den Weinbau in Franken so attraktiv zu machen, dass auch die nachfolgende Generation „Bock auf Winzer“ hat.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Johannes Ruck: Der Weinbau wird ja alle zehn Jahre neu erfunden. Aber die Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, sind bekannt und begrenzt: Der Nagel muß eingeschlagen werden. Egal ob der Hammer aus Holz, Metall oder Kunststoff ist, egal ob mit Muskelkraft oder Solarantrieb. Je nachdem, aus welcher Perspektive betrachtet wird, ändert sich das Medium, um einer Herausforderung zu begegnen. Heutzutage dreht sich alles um Vermarktung. Und der Boden – unser Kapital – wird als bloße Matrix zum Schlepperfahren degradiert. Hier geht es darum, zwar die aktuellen Probleme zu lösen, aber das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.

VDP: Warum sollte man Ihr Weingut noch besuchen?

Johannes Ruck: Iphofen mit seiner historischen Altstadt, den Kirchen und dem komplett erhaltenen Mauerring sind an sich schon sehenswert. Reizvoll finde ich auch, einen Spaziergang zu unternehmen. Zum Beispiel durch unsere Weinberge auf den Schwanberg hinauf, um die grandiose Aussicht zu genießen. Anschließend gemütliche Einkehr in eins der guten Gasthäuser der Stadt – was braucht‘s mehr?

VDP: Mit was würden Sie Weinmachen vergleichen?

Johannes Ruck: Irgendetwas sehr Anstrengendes, aber keine Sportart. Etwas Existenzielles, für das man Passion empfinden muss; vielleicht auch schon eine kleine Obsession. Möglicherweise hat man tatsächlich einen leichten Dachschaden, wenn man Freude daran empfindet, im knalligen Hochsommer im Berg zu schwitzen und bei Wind und Wetter die Reben zu pflegen ;-). Aber man muss dranbleiben, um nicht in letzter Sekunde alles zu verlieren.