VDP.Die Prädikatsweingüter auf einen Blick
VDP.Die Prädikatsweingüter ist der Verband Deutscher Prädikatsweingüter e.V. mit Sitz in Mainz. Im Verband sind rund 200 Weingüter aus elf Regionen zusammengeschlossen.
Er wurde am 27.11.1910 als Verband Deutscher Naturweinversteigerer gegründet. Die Mitglieder verwenden den VDP.Adler auf der Kapsel; mit der VDP.Klassifikation hat der Verband ein eigenes, vierstufiges Herkunftsmodell.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bezeichnung | VDP.Die Prädikatsweingüter (Kurzform: VDP) |
| Vereinsname und Register | Verband Deutscher Prädikatsweingüter e.V., Vereinsregister Amtsgericht Mainz, VR 40 392 |
| USt-IdNr. | DE 15 34 25 554 |
| Gründung | 27.11.1910 als Verband Deutscher Naturweinversteigerer (VDNV) |
| Sitz | Bundesgeschäftsstelle im Weinlagergebäude Zollhafen, Taunusstraße 61, 55118 Mainz |
| Mitglieder | rund 200 Weingüter |
| Regionalverbände | 11 |
| Rebfläche | ca. 5.850 Hektar, ca. 5,7 % der deutschen Gesamtrebfläche (Wirtschaftsjahr 2024/2025) |
| Präsident | Steffen Christmann (seit 2007) |
| Geschäftsführung | Theresa Olkus; Co-Geschäftsführung: Hilke Dahlem |
| Leitlinie | „Qualität ist Herkunft“ |
Kontakt
- Telefon: +49 (0)6131-94565-0
- E-Mail:vdp@vdp.de
- Öffnungszeiten der Bundesgeschäftsstelle: Montag bis Donnerstag 09:00–16:00 Uhr, Freitag 09:00–13:00 Uhr
- Public Relations: Max Rohde, Telefon +49 (0)6131-94565-14, m.rohde@vdp.de
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Ziele und Qualitätsverständnis
Zentrale Leitlinie des VDP ist „Qualität ist Herkunft“. Ziel des Verbandes ist es, die Regionalität der Anbaugebiete mit ihrem Individualismus und ihren Traditionen zu erhalten.
Maßstab für die Mitgliedsbetriebe sind die acht VDP.Adler-Maximen und die VDP.Adler-Standards. Nach eigener Darstellung liegen die Regeln deutlich über den gesetzlichen Vorgaben für Qualitätswein.
Grundsätze nach der Qualitätsphilosophie des VDP
- Herkunft: Die Lagen sind klassifiziert; mit steigender Güte gelten strengere Richtlinien.
- Rebsorten: traditionelle Rebsorten, vor allem Riesling, Silvaner und Burgundersorten.
- Prüfungen: Betriebsprüfungen, Weinprüfungen und GG-Prüfungen als freiwilliges Qualitätsversprechen.
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Mitgliedschaft: Aufnahme und Anforderungen
Dem VDP gehören rund 200 Weingüter an.
Aufnahme
Um die Mitgliedschaft kann man sich nicht bewerben, und man kann sie nicht erwerben. Ein Weingut muss durch herausragende Qualität national und international auffallen und etablierte VDP-Winzerinnen und -Winzer überzeugen; danach folgt eine gründliche Prüfung des Weinguts.
Voraussetzungen für den Erhalt der Mitgliedschaft
- Weinberge in als gut oder bestens eingestuften Lagen
- hauptberufliche Bewirtschaftung mit qualifiziertem Personal
- angemessene Außendarstellung des Weinguts
- VDP.Adler auf der Kapsel
- Betriebsprüfung spätestens alle fünf Jahre
Verpflichtungen der Mitgliedsbetriebe
- 80 Prozent gebietstypische Rebsorten
- Ertragsbegrenzung auf 75 Hektoliter je Hektar im Durchschnitt
- Handlese für Weine der VDP.ERSTE LAGE® und VDP.GROSSE LAGE® sowie für Prädikatsweine von der Auslese bis zum Eiswein
- Verzicht auf Großlagenbezeichnungen
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Die VDP.Klassifikation
Die VDP.Klassifikation folgt dem Leitgedanken „Je enger die Herkunft, desto höher die Qualität.“ Sie umfasst vier Stufen: VDP.GROSSE LAGE®, VDP.ERSTE LAGE®, VDP.ORTSWEIN und VDP.GUTSWEIN. Die vierstufige Form wurde im Januar 2012 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Neustadt an der Weinstraße einstimmig beschlossen und gilt ab dem Jahrgang 2012.
| Stufe | Ertrag (max.) | Trockene Weine | Marktstart |
|---|---|---|---|
| VDP.GROSSE LAGE® | 50 hl/ha | VDP.GROSSES GEWÄCHS® (GG) | weiße GG ab 1. September nach etwa einjähriger Reife; rote GG ab 1. September des zweiten auf die Lese folgenden Kalenderjahres; frucht- und edelsüße Prädikatsweine ab 1. Mai des auf die Lese folgenden Kalenderjahres |
| VDP.ERSTE LAGE® | 60 hl/ha | VDP.ERSTES GEWÄCHS® (1G) | zur VDP.Weinbörse Ende April in Mainz |
| VDP.ORTSWEIN | 75 hl/ha | – | Empfehlung: nicht vor dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres |
| VDP.GUTSWEIN | 75 hl/ha | ab Jahrgang 2019 ohne Prädikatsstufe | – |
VDP.GROSSE LAGE®
Die Trauben werden selektiv von Hand aus physiologisch vollreifen Trauben gelesen und ausschließlich mit traditionellen Verfahren ausgebaut. Weinberg und Ertragsniveau werden während der Vegetation und vor der Lese überwacht; eine Prüfungskommission prüft die Weine vor und nach der Abfüllung. Rote GROSSE GEWÄCHSE reifen mindestens 12 Monate im Eichenfass. Frucht- und edelsüße Weine tragen die Prädikate Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein.
VDP.ERSTE LAGE®
Die Rebsortenauswahl ist auf wenige Sorten beschränkt. Eine Prüfungskommission verkostet die Weine nach regionalen Vorgaben.
VDP.ORTSWEIN und VDP.GUTSWEIN
Für VDP.ORTSWEINE werden häufig Vorselektionen der Ersten und Großen Lagen oder Trauben aus Junganlagen verwendet; es kommen nur regionaltypische Rebsorten zum Einsatz.
Der VDP.GUTSWEIN ist die Einstiegsstufe. Alle Trauben stammen aus gutseigenen Weinbergen; mindestens 80 Prozent der Rebsorten sollten gebietstypisch sein.
VDP.SEKT.STATUT
Für Sekt gelten die Stufen VDP.SEKT mit mindestens 15 Monaten Hefelager (Jahrgangssekt mindestens 24 Monate) und VDP.SEKT.PRESTIGE® mit mindestens 36 Monaten. Vorgeschrieben sind traditionelle Flaschengärung, grundsätzlich Handlese, Ganztraubenpressung und Trauben aus geeigneten gutseigenen Weinbergen; VDP.SEKT wird von einer regionalen, VDP.SEKT.PRESTIGE® von einer nationalen Fachkommission anerkannt.
Entwicklung der Klassifikation
- 1994: Verzicht auf Großlagennamen und Beschluss, eine eigenständige Lagenklassifikation zu erarbeiten
- 2001: Casteller Beschlüsse mit einem ersten Drei-Stufen-Modell
- 2002: Das Grosse Gewächs wird als trockener Wein konkretisiert
- 2003: Die oberste fruchtsüße Stufe heißt ERSTE LAGE, weil der Name GROSSE LAGE leicht mit der weingesetzlichen Großlage verwechselt worden wäre
- 2006: Marienthaler Beschlüsse
- 2012: Vierstufige VDP.Klassifikation, gültig ab Jahrgang 2012
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Begriffe richtig zuordnen
Mehrere Bezeichnungen rund um den VDP klingen ähnlich, bezeichnen aber Verschiedenes:
| Begriff | Bedeutung | Abgrenzung |
|---|---|---|
| VDP / VDP.Die Prädikatsweingüter | der Verband (Verband Deutscher Prädikatsweingüter e.V.) | Mitglieder sind rund 200 eigenständige Weingüter |
| VDP-Regionalverband | einer der elf regionalen Verbände des VDP mit eigenem Vorsitz | regionale Gliederung des VDP |
| VDP.GROSSE LAGE® | oberste Stufe der VDP.Klassifikation | nicht zu verwechseln mit der weingesetzlichen Großlage; VDP-Mitglieder verzichten auf Großlagenbezeichnungen |
| VDP.GROSSES GEWÄCHS® (GG) | trockener Wein aus einer VDP.GROSSE LAGE® | bezeichnet den Wein, nicht den Weinberg |
| VDP.ERSTES GEWÄCHS® (1G) | trockener Wein aus einer VDP.ERSTE LAGE® | bezeichnet den Wein, nicht den Weinberg |
| „Erstes Gewächs“ / „Großes Gewächs“ in der Weinverordnung | nach Mitteilung des VDP vom Juni 2026 künftig in der Weinverordnung verankert | Vergabe durch das Komitee – Klassifikation Erster und Großer Lagen in Deutschland e. V.; Gründer: Deutscher Weinbauverband und VDP |
| VDP.Adler (Traubenadler) | Kennzeichen der Mitgliedsbetriebe | keine Klassifikationsstufe |
Weinverordnung: Erstes Gewächs und Großes Gewächs
Im Juni 2026 teilte der VDP mit, dass der Bundesrat der 13. Verordnung zur Änderung weinrechtlicher Bestimmungen zugestimmt hat. Nach dieser Mitteilung werden die Bezeichnungen „Erstes Gewächs“ und „Großes Gewächs“ in der Weinverordnung verankert und künftig vom Komitee vergeben; die Vergabeanforderungen sollen objektiv und diskriminierungsfrei sein und regionale Besonderheiten bei Lagenabgrenzung, gebietstypischen Rebsorten und Produktionskriterien berücksichtigen. Die Geschäfts- und Prüfungsordnung des Komitees bedarf der Zustimmung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH); die Länder werden vorab beteiligt.
Das Komitee – Klassifikation Erster und Großer Lagen in Deutschland e. V. haben der Deutsche Weinbauverband und der VDP gemeinsam gegründet.
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Organisation und Gremien
Operatives Zentrum des VDP ist die Bundesgeschäftsstelle in Mainz, zusammen mit den regionalen Geschäftsstellen vor Ort.
Mitgliederversammlung
Die Regionen haben Stimmrechte entsprechend ihrer Größe; jeder anwesende Winzer hat Rederecht.
Präsidium
Präsident und vier Vizepräsidenten; die Amtszeit beträgt drei Jahre.
Vorstand
Präsidium, Vorsitzende der Regionalverbände und Geschäftsführerin; der Vorstand führt die Geschäfte zwischen den Mitgliederversammlungen.
Kooptierter Beirat des Präsidiums
Beteiligt die nächste Generation am Verbandsdiskurs.
Geschäftsführung
Theresa Olkus; Co-Geschäftsführung: Hilke Dahlem.
Präsidium, Beirat und Geschäftsführung
Präsident
Steffen Christmann, VDP.Weingut A. Christmann (Gimmeldingen), ist seit 2007 Präsident des VDP. Er übernahm das Amt von Michael Prinz zu Salm-Salm.
Vizepräsidentin und Vizepräsidenten
| Name | Funktion | Weingut | Region |
|---|---|---|---|
| Moritz Haidle | Vizepräsident | Karl Haidle | Württemberg |
| Meike Näkel | Vizepräsidentin | Meyer-Näkel | Ahr |
| Wilhelm Weil | Vizepräsident | Robert Weil | Rheingau |
| Philipp Wittmann | Vizepräsident | Wittmann | Rheinhessen |
Kooptierter Beirat des Präsidiums
| Name | Weingut | Region |
|---|---|---|
| Julian Huber | Bernhard Huber | Baden |
| Friedrich Keller | Franz Keller | Baden |
| Sebastian Fürst | Rudolf Fürst | Franken |
| Caroline Diel | Schlossgut Diel | Nahe |
| Cornelius Dönnhoff | Dönnhoff | Nahe |
| Peter-Bernhard Kühn | Peter Jakob Kühn | Rheingau |
| Florian Lauer | Peter Lauer | Mosel-Saar-Ruwer |
Geschäftsführung
- Geschäftsführung: Theresa Olkus
- Co-Geschäftsführung: Hilke Dahlem
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Die elf Regionalverbände
Der VDP gliedert sich in elf Regionalverbände. Ihre Vorsitzenden gehören dem Vorstand des Bundesverbandes an.
| Regionalverband | Vorsitz | Geschäftsstelle | Ort |
|---|---|---|---|
| Ahr | Alexander Stodden | – | 53506 Rech |
| Baden | Arne Bercher | Timo Renner | 79241 Ihringen |
| Franken | Thilo Heuft | Leona Holdgrün-Schwarz | 63927 Bürgstadt |
| Mittelrhein | Jochen Ratzenberger | – | 55422 Bacharach |
| Mosel-Saar-Ruwer | Dr. Carl von Schubert | Fabian Theiß | 54295 Trier |
| Nahe | Frank Schönleber | Linda Anspach | 55569 Monzingen |
| Pfalz | Franz Wehrheim | Janina Huber | 76833 Siebeldingen |
| Rheingau/Hessische Bergstraße | Mark Barth | Dieter Salomon | 65347 Hattenheim |
| Rheinhessen | Johannes Hasselbach | Anne Peter | 55299 Nackenheim |
| Sachsen/Saale-Unstrut | Dr. Georg Prinz zur Lippe | Rita Reuter | 01689 Niederau |
| Württemberg | Felix Ellwanger | Diana und Dietmar Maisenhölder | 70327 Stuttgart |
Quellen zu diesem Abschnitt:VDP.Regionen und Regionalverbände · Verband
Auszeichnungen und Programme
VDP.Ehrennadel in Gold und in Silber
Die Ehrennadel in Gold ist die höchste Auszeichnung der VDP-Winzerinnen und -Winzer; die Ehrennadel in Silber ist Dank und Anerkennung für Verdienste um den deutschen Spitzenwein. Die VDP.Ehrennadel wird zum Auftakt der VDP.Weinbörse verliehen.
VDP-Trophy Herkunft Deutschland
Seit Beginn des neuen Jahrhunderts vergeben an Publizistinnen und Publizisten, die sich um den deutschen Wein verdient gemacht haben.
VDP.Ambassadors
Seit 2016 werden jedes Jahr ausgewählte Weinexpertinnen und -experten aus aller Welt zu VDP.Ambassadors ausgebildet, unter der Leitung von Master of Wine Caro Maurer.
Ausgezeichnetes Weinkonzept
Jährlicher, deutschlandweiter Wettbewerb für Gastronomiekonzepte im Weinbereich, ausgeschrieben mit dem Magazin „meiningers sommelier“; ehemals „VDP.Traubenadler Sommelier“.
VDP.Weinkulturexperten
IHK-geprüfte Fachleute; die Ausbildung übernimmt die Deutsche Wein- und Sommelierschule (DWS).
Trägerinnen und Träger der VDP.Ehrennadel in Gold
| Jahr | Name |
|---|---|
| 2022 | Bernhard Breuer (posthum) |
| 2016 | Jancis Robinson |
| 2013 | Hilke Dahlem |
| 2012 | Michael Graf Adelmann |
| 2007 | Michael Prinz zu Salm-Salm |
| 2004 | Dr. Alfred Biolek |
| 1993 | Michael Broadbent |
| 1993 | Hugh Johnson |
Quellen zu diesem Abschnitt:Auszeichnungen
Partner
- Exklusivpartner: Die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG, Zwiesel Kristallglas, ProWein, Gaggenau, BERICAP Aluminium GmbH, Morlo Lafitte Group
- Premiumpartner, darunter: Meininger Verlag, Obstkelterei Van Nahmen, Meckatzer Löwenbräu, easy-cooler®, Star Wine List, Vollherbst, Mainzer Stadtwerke, weinjobs.com, JF Hillebrand, Kaffeerösterei Müller, 1. FSV Mainz 05, Wall GmbH, Romantik Hotels & Restaurants, QL Hotels & Restaurants
- Weitere Partner, darunter: Deutsche Wein- und Sommelierschule (DWS), Institute of Masters of Wine, IHK Akademie München und Oberbayern, VINOPHILIUM Wine Academy, Staatliche Museen zu Berlin, Deutsche Hotelakademie (DHA), Weinakademie Österreich, wineBANK
Quellen zu diesem Abschnitt:Partner
Geschichte
Der VDP entstand am 27.11.1910 als Verband Deutscher Naturweinversteigerer (VDNV). Vier regionale Vereinigungen schlossen sich zusammen: die Vereinigung Rheingauer Weingutsbesitzer, die Vereinigung Rheinhessischer Naturwein-Versteigerer, der Verein der Naturweinversteigerer der Rheinpfalz und der Trierer Verein von Weingutsbesitzern der Mosel, Saar und Ruwer.
Erster Präsident war der Trierer Oberbürgermeister Albert von Bruchhausen. Der Zusammenschluss diente unter anderem dazu, die Versteigerungstermine aufeinander abzustimmen.
Zeitleiste
- 1898: Gründung der Vereinigung Rheingauer Weingutsbesitzer
- 1925/1926: Der Kölner Grafiker Franz-Josef Lichtenberg gilt als Urheber des Traubenadlers, entstanden im Umfeld der Reichsausstellung Deutscher Wein in Koblenz; am 10.03.1926 bestätigt das Reichspatentamt die Anmeldung des Verbandszeichens
- 1930: Gemeinsames Flaschenschild für naturreine, im eigenen Keller abgefüllte Weine
- 1934: Der VDNV wird dem Reichsnährstand angegliedert; Jakob Werner ersetzt Albert von Bruchhausen
- 1938: Jüdische Weinhändler sollen wirtschaftlich zugrunde gerichtet werden; auch die VDNV-Mitglieder werden angehalten, ebenso zu handeln
- 1940: Weinversteigerungen werden verboten; 1949 findet in Trier die erste Nachkriegsversteigerung statt
- 1955: Franken tritt als Regionalverband bei
- 1971/1972: Nach dem Weingesetz von 1969/71, das den Begriff „Naturwein“ nicht mehr zuließ, Umbenennung zunächst in VDPV, 1972 in Verband der Prädikatsweingüter; seither VDP
- 1974: Gründung der Rheinhessischen Weinbörse in Mainz
- 1982: Höhere Qualitätsstandards; alle Betriebe führen den Traubenadler
- 1986: Neue Regionalverbände in Baden und am Mittelrhein, damit neun Regionalverbände
- 1990: Michael Prinz zu Salm-Salm wird Präsident
- 1999: Der Traubenadler erhält seine gegenwärtige Gestalt: sechs Trauben, die Gründungsjahreszahl, Blick nach rechts
- 2000: Namensänderung in VDP.Die Prädikatsweingüter
- 2007: Steffen Christmann wird Präsident
- 2010: Gründung des Regionalverbands Sachsen-Saale-Unstrut
- 2012: Vierstufige VDP.Klassifikation
Präsidenten (Auswahl)
| Name | Amtszeit |
|---|---|
| Albert von Bruchhausen | 1910–1934 |
| Jakob Werner | 1934–1949 |
| Peter W. von Weymarn | 1972–1978 |
| Erwein Graf Matuschka-Greiffenclau | 1978–1990 |
| Michael Prinz zu Salm-Salm | 1990–2007 |
| Steffen Christmann | seit 2007 |
Quellen zu diesem Abschnitt:Zeitleiste · Verband · Geschichte · VDP.Klassifikation
Informationsangebote
- Weingüter-Verzeichnis: Suche nach Name sowie nach PLZ, Ort oder Region; Filter nach Mitgliedschaft, Regionalverband, Öko-Zertifikat, Nachhaltigkeits-Zertifikat, Sekterzeugung, Merkmalen und Entfernung
- Weinberg.Online: Verzeichnis der Regionen, Weingüter und der als VDP.GROSSE LAGE® bzw. VDP.ERSTE LAGE® klassifizierten Lagen
Quellen zu diesem Abschnitt:Weingüter · Weinberg.Online
Häufige Fragen
Was ist der VDP?
VDP.Die Prädikatsweingüter ist der Verband Deutscher Prädikatsweingüter e.V. mit Sitz in Mainz; im Verband sind rund 200 Weingüter aus elf Regionen zusammengeschlossen.
Kann sich ein Weingut für die Mitgliedschaft bewerben?
Nein. Um die Mitgliedschaft kann man sich nicht bewerben; auf herausragende Qualität und überzeugte VDP-Winzer folgt eine gründliche Prüfung des Weinguts.
Wie oft werden VDP-Weingüter geprüft?
Jedes Mitglied muss spätestens alle fünf Jahre eine Betriebsprüfung bestehen.
Welche Stufen hat die VDP.Klassifikation?
Vier Stufen: VDP.GROSSE LAGE®, VDP.ERSTE LAGE®, VDP.ORTSWEIN und VDP.GUTSWEIN; die vierstufige Form gilt ab dem Jahrgang 2012.
Was bedeutet GG?
GG steht für VDP.GROSSES GEWÄCHS®, den trockenen Wein aus einer VDP.GROSSE LAGE®.
Ist eine VDP.GROSSE LAGE® dasselbe wie eine Großlage?
Nein. Die VDP.GROSSE LAGE® ist die oberste Stufe der VDP.Klassifikation; die Großlage ist eine weingesetzliche Bezeichnung, auf die VDP-Mitglieder verzichten.
Was ändert sich durch die Weinverordnung bei „Großes Gewächs“ und „Erstes Gewächs“?
Nach Mitteilung des VDP vom Juni 2026 hat der Bundesrat der Verankerung beider Bezeichnungen in der Weinverordnung zugestimmt; vergeben werden sie künftig vom Komitee – Klassifikation Erster und Großer Lagen in Deutschland e. V.
Wer ist Präsident des VDP?
Steffen Christmann, VDP.Weingut A. Christmann, ist seit 2007 Präsident.
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Quellen und Prüfstand
Angaben geprüft am 03.11.2026 anhand der verlinkten Quellen. Zeitabhängige Angaben wie Funktionen, Termine, Kontaktdaten und Kennzahlen können sich seither geändert haben.
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