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MATTHIAS HEY © VDP.Weingut Hey by Thorsten Biel

VDP.WEINGUT
HEY

„WIR VERSTEHEN UNS NICHT NUR ALS WEINMACHER, SONDERN UNBEDINGT AUCH ALS BEGEISTERTE BOTSCHAFTER FÜR KULTUR UND KULINARIK.“

MATTHIAS HEY ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT IN NAUMBURG

Hey

Weinberge 1d
06618 Naumburg

Tel+49 (0)3445/6774165
Mailkontakt@weinguthey.de
April bis Oktober: Mi-So 12:00 - 18:00 November - Dezember: Fr-Sa 12:00 - 18:00
Inhaber

Matthias Hey

Im VDP seit

2019

Rebfläche in Hektar

6,00 Hektar

Flaschenproduktion

35 000

Anbaugebiet

Saale-Unstrut

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Matthias Hey: Es klingt vielleicht ein wenig kitschig, aber wer uns einmal auf unserem Gutshof direkt am Fuß der historischen Terrassenlage Naumburger Steinmeister besucht hat, fühlt sich ein bisschen wie aus der Welt gefallen. Die Lage unseres Weingutes mit seinem idyllischen, mediterran anmutenden Hof und dem Weinberg direkt dahinter ist schon etwas ganz Besonderes.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Matthias Hey: Wir verstehen uns nicht nur als Weinmacher, sondern unbedingt auch als begeisterte Botschafter für Kultur und Kulinarik. Natürlich wollen wir in erster Linie durch kompromisslos gute Weine  überzeugen – aber getreu dem Motto „Guten Wein trinkt man am besten mit Freunden“ legen wir großen Wert auf ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm. Unsere Gäste sollen bei uns nicht nur Wein trinken, sondern einfach eine tolle Zeit haben und ihren Besuch bei uns genießen dürfen.


VDP:Welchen Weinstil streben Sie an?

Matthias Hey: In unseren Anfangsjahren stand ich dem Riesling unheimlich skeptisch gegenüber und hatte eigentlich wenig Lust darauf, „jetzt auch noch“ Riesling zu machen. Je mehr ich mich aber damit beschäftigt  habe, desto größer wurde meine Liebe zu dieser Sorte. Inzwischen sind wir mit rund 50 Prozent Rieslinganteil sozusagen ein Rieslingweingut, was für die Region Saale-Unstrut ja doch eher untypisch ist. Durch unsere Muschelkalk- und Buntsandsteinböden erhalten vor allem die Rieslinge eine unheimlich vielschichtige und würzige Aromatik, die sich deutlich von den „etablierten“ Regionen abhebt. Diese Stilistik begeistert mich jedes Jahr aufs Neue und macht mir enorm viel Spaß.

„WIR GEBEN UNSEREN WEINEN VIEL ZEIT IM KELLER UND WOLLEN SIE NICHT AUF DIE FLASCHE PRÜGELN!“

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Matthias Hey: Unser „Weißer Hey“ ist inzwischen sicherlich so etwas wie die Visitenkarte unseres Weinguts. Als Cuvéepartner dienen immer Silvaner, Riesling und Weißburgunder, deren Anteile jahrgangsbedingt  variieren. Mit diesem Wein schlagen wir die Brücke zwischen Trinkfluss und Komplexität.
 

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Matthias Hey: Saale-Unstrut ist nun nicht unbedingt für seine großen Rotweine bekannt – 2013 allerdings war für uns in dieser Hinsicht ganz besonders. Unser Blauer Zweigelt Breitengrad 51 aus eben diesem Jahr ist ein Wein, der uns mit seiner Aromenfülle und seiner Struktur nachhaltig beeindruckt hat. In einigen Blindverkostungen wäre dieser Zweigelt ohne Wenn und Aber auch als großer Rioja durchgegangen. Das hat mich damals mächtig stolz gemacht.

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Matthias Hey: Die Entscheidung, Winzer zu werden, fiel eigentlich eher zufällig: Nachdem meine Eltern 2001 das heutige Weingut gekauft hatten, „durfte“ ich als Schüler an den Wochenenden immer wieder auf dem  Weinberg mithelfen. Und da mir die Arbeit in der Natur und auf dem Berg unheimlich viel Spaß gemacht hat, bin ich dann einfach fürs Önologie-Studium nach Geisenheim gegangen.


VDP: Haben Sie Vorbilder, Mentoren?

Matthias Hey: André Gussek vom gleichnamigen Winzerhof in Naumburg hat mich in meinen Anfangsjahren als Winzer enorm geprägt und tut dies auch heute noch. Er stand und steht mir mit seiner Expertise immer tatkräftig zur Seite und bringt mich durch seine selbstkritische Art und seinen kompromisslosen Perfektionismus immer wieder dazu, auch Altbewährtes zu hinterfragen.

Weisser Hey
VDP.GUTSWEIN

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Matthias Hey: In den nächsten Jahren steht auf jeden Fall ein Kellerneubau auf dem Programm, denn die Kapazitäten des alten Gutsgebäudes sind begrenzt. Eine richtige Vinothek soll’s dann auch mal noch geben, die (Teil-)Umstellung auf biologische Bewirtschaftung ist ebenfalls ein großes Thema für uns.


VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Matthias Hey: Wirkliche Traditionen gibt es bei uns nicht, dafür sind wir als Betrieb in erster Generation einfach zu jung. Im Keller konzentrieren wir uns aber auf die traditionellen Weinbereitungsmethoden, arbeiten viel mit spontaner und langsamer Gärung sowie langen Maischestandzeiten. Wir geben unseren Weinen viel Zeit im Keller und wollen sie nicht „auf die Flasche prügeln“.


VDP: Warum sollte man Ihr Weingut noch besuchen?

Matthias Hey: Die Saale-Unstrut-Region als solche ist schon ein malerisches Fleckchen Erde. Die durch ihre Weinberge, Weinberghäuschen und Burgen geprägte Flusslandschaft ist einfach atemberaubend schön.