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WILHELM WEIL

VDP.WEINGUT
ROBERT WEIL

„RIESLING IST EIN WEIN, DER AUF ALLEN EBENEN KERNKOMPETENZ ERFORDERT.“

WILHELM WEIL ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT ROBERT WEIL IN KIEDRICH

Robert Weil

Mühlberg 5
65399 Kiedrich

Tel+49 (0)6123/2308
Fax+49 (0)6123/1546
Mailinfo@weingut-robert-weil.com
Mo-Fr 8.00-17.30, Sa 10.00-17.00, So 11.00-17.00
Inhaber

Wilhelm Weil und Suntory

Kellermeister

Christian Engel und Fabian Kretschmer

Im VDP seit

1907

Rebfläche in Hektar

106,00 Hektar

Flaschenproduktion

680 000

100% Riesling

Geologie

Steigung bis zu 60% Südwest, Exposition und gute Erwärmbarkeit der kargen Phyllit-Gesteinsböden

Anbaugebiet

Rheingau

Weinprobe
Verkostungsmöglichkeit in der Vinothek

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Weil: Das Weingut liegt am östlichen Ortsrand von Kiedrich am Fuß der Berglagen des Kiedricher Bergs, dem Kiedricher Turmberg und der VDP.GROSSEN LAGE® GRÄFENBERG. Auf diese beiden renommierten Lagen hat man einen privilegierten Blick von unserem Glas.Cabinet heraus. Es wurde auf den Kellern errichtet, in denen seit 1875 Wein ausgebaut wird. Ein toller Ort, um auf einen Landstrich zu schauen, „an welchem unser großer Gärtner conamore gearbeitet hat [Heinrich von Kleist, 1801]!“

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Weil: 100 Prozent Riesling, 100 Prozent Erzeugerabfüllung, strenge qualitätsorientierte und ertragsmindernde Arbeit im Weinberg, selektive Handlese und ein äußerst schonender Weinausbau im Keller als Garanten für die Erzeugung individueller und großer Weine.

„UNSER RIESLING-WEINSTIL: HOHE MINERALITÄT, FEINE SÄURE UND KOMPLEXITÄT BEI GLEICHZEITIGER FINESSE UND ELEGANZ.“

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Weil: Die perfekten Standortbedingungen unserer Höhenlagen an den Ausläufern des Taunus erlauben es, lockerbeerige, geschmacksintensive Trauben zu ernten. Diese Trauben bestimmen unseren Riesling-Stil: hohe Mineralität, feine Säure und Komplexität bei gleichzeitiger Finesse und Eleganz.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen zum Einstieg?

Weil: Das ist sicher unser VDP.GUTSRIESLING trocken, aber auch der „Kiedricher“, der als VDP.ORTSWEIN schon die Tür zu den drei klassifizierten Berglagen öffnet!


VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Weil: Stolz ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich würde es eher Zufriedenheit nennen. Und die gilt es natürlich mit jedem neuen Jahrgang wieder zu erreichen. So gesehen ist es sicher über die letzten 18 Jahrgänge das GG aus dem GRÄFENBERG, in dem sich in einer Vertikalprobe im Besonderen die Symbiose aus Herkunft und schonender Begleitung im Keller spiegelt.

Riesling, trocken
VDP.GUTSWEIN

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden? Gibt es ein besonderes Erlebnis?

Weil: Wenn man in einem Weingut und mit den Abläufen im Weinberg und Keller aufwächst, gibt es natürlich vielfältige Erlebnisse, die prägend wirken können. Sicher spielt eine 1971 GRÄFENBERG Spätlese eine große Rolle. Es war im Sommer des Jahres 1972. Ich war neun Jahre alt und halt sehr neugierig, als ich eine geöffnete Flasche dieser Spätlese im Probenkühlschrank des Weingutes fand. Sie war, nur halb geleert, von einer Probe übergeblieben, und ich nahm über eine Woche täglich immer wieder einen guten Schluck aus dieser Flasche. Keiner hat's bemerkt. Ich hatte bislang natürlich schon viel, wenn auch aus kindlicher Sicht, von den Abläufen und den sinnlichen Dingen eines Weingutes erfahren, aber diese Spätlese weckte mein Interesse am Riesling und am Winzerhandwerk endgültig.


VDP: Haben Sie Vorbilder, Mentoren?

Weil: Es sind die bedeutsamen Weine befreundeter nationaler und internationaler Kollegen, die nicht unbedingt Vorbild, aber immer Inspiration waren und sind.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Weil: Riesling ist ein Wein, der auf allen Ebenen Kernkompetenz erfordert. Das betrifft den Weinberg, den Keller, die Präsentation und die Vermarktung. Diese Kernkompetenz gilt es, immer weiter zu schärfen, damit sich die erfolgreiche Geschichte dieser bedeutsamen Rebsorte auch über die Zeiten eines Paradigmenwechsels hinweg in eine gute Zukunft fortsetzt.


VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Weil: „Tradition und Moderne“ wird schlagwortartig gerne und oft im Zusammenhang mit dem Weinbau beschworen. Ich bevorzuge das differenzierte Postulat des Philosophen Odo Marquard „Zukunft braucht Herkunft“! Es steht für einen klugen Konservatismus, der einen nachhaltigen Fortschritt anstrebt. Und dies tut eigentlich in allen Lebenslagen gut!


VDP: Warum sollte man Ihr Weingut noch besuchen?

Weil: Für den Turmberg haben wir vor einigen Jahren eine steinerne Stele als Lichtsäule fertigen lassen. Dort ist mein Lieblingsort in Kiedrich: Man sitzt auf der Bank vor dieser Stele und der Blick schweift über den Kiedricher Berg und seine Weinberge hinab bis ins Rheintal und auf die andere Uferseite des Rheins, nach Rheinhessen: heimatliche Region in der Metropolregion Rhein-Main!