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VDP.WEINGUT
A.J.Adam

„2014 wurde unser Lagenportfolio
um eine Lage im Alleinbesitz
erweitert.“

Andreas Adam und seine Schwester Barbara
Gudelj über ihre Weine und ihr Weingut in
Neumagen-Dhron an der Mosel.

A.J. Adam

Metschert 14
54347 Neumagen-Drohn

Tel06507-9393713
Mailinfo@aj-adam.de
Verkaufszeiten
Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 10-15 Uhr alles nach Vereinbarung
Inhaber

Andreas Adam, Barbara Gudelj

Kellermeister

Andreas Adam, Barbara Gudelj

Im VDP seit

2020

Rebfläche in Hektar

5,00 Hektar

Flaschenproduktion

35.000

Rebsorte

90% Riesling, 10% Spätburgunder

Geologie

Schiefer, Quarz, Eisenoxid

Anbaugebiet

Mosel-Saar-Ruwer

Weinprobe
max 10 Personen

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?
Weingut Adam: Unser Weingut in der jetzigen Form gibt es erst seit dem Jahrgang 2000. Nachdem unseren Großeltern nach Generationen des Weinbaus die familiäre Weiterführung fehlte, haben wir Enkel Schritt für Schritt dem Weingut neuen Glanz verliehen und die Weinberge des Dhroner Hofberg wiedererweckt. Vergessen, aber immer noch präsent war die Monopolanlage Dhroner Häs’chen. Mächtig türmen sich die steilen Terrassen vom Moselufer auf. Mit dem Jahrgang 2014 war es soweit: Unser Lagenportfolio wurde um eine Lage im Alleinbesitz erweitert.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?
Weingut Adam: Wir möchten Weine in die Moselschlegelflasche bringen, die nie laut oder vordergründig sind. Schmeckbares Terroir ist oft bei großen Weinen ein viel diskutiertes Thema. Ein Ansatz zwischen Mythos und Glaube. Wir glauben daran, dass wir mit unserer Handarbeit, alten Reben und den Böden unserer Weinberge den eigenständigen Charakter ins Glas bringen können.

VDP:Welchen Weinstil streben Sie an? Haben Sie eine Lieblingsrebsorte?
Weingut Adam: Unsere Sortenvielfalt kann durchaus als wenig kreativ bezeichnet werden – aber ernsthaft und echt! Riesling ist für uns die wichtigste Rebe im Moseltal. Auch unseren noch jungen Spätburgunder Weinbergen trauen wir in der Zukunft noch einiges zu.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?
Weingut Adam: Einen unserer Gutsweine. Sie sind perfekt für ein Treffen mit Freunden, beim Picknick, Grillen oder einem Ausflug. Zum richtigen Kennenlernen unseres Weinstils empfehlen wir den Ortswein aus  Dhron. Er ist das perfekte Bindeglied zwischen alltäglichem und den raren Lagenweinen.

Riesling trocken

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?
Weingut Adam: Unser Lieblingswein... Das werden wir des Öfteren von unseren Kunden gefragt. Den gibt es nicht wirklich. Für uns ist es wichtig, dass kein Wein aus der Reihe tanzt und alle auf hohem Niveau die  Jahrgangskollektion ergänzen.

VDP:Warum sind Sie Winzer bzw. Winzerin geworden?
Weingut Adam: Es muss dann doch wohl in den Genen liegen. Echte Moselaner eben! Anfänglich sollte es etwas Betriebswirtschaftliches bei uns beiden werden. Dann kam alles anders. Die tägliche Busfahrt zur  Schule im 30 km entfernten Trier, die uns an den vielen Weinbergen vorbeibrachte, blieb in unseren Köpfen. Unsere Neugier, etwas Heimatverbundenes und Handfestes zu beginnen, war geschürt. Die erlernten, betriebs- und volkswirtschaftlichen Kenntnisse können wir auch heute noch gut in unserem Weingut gebrauchen.

„Ohne die aktive Unterstützung und das alte Wissen unserer Grosseltern wären wir wohl bereits in den Anfängen gescheitert“.

VDP: Haben Sie Vorbilder, Mentoren?
Weingut Adam: Ohne die aktive Unterstützung und das alte Wissen unserer Großeltern wären wir wohl bereits in den Anfängen gescheitert.

Andreas: Nik Weis und Hermann Jostock vom VDP. Weingut St. Urbanshof sowie Reinhard Löwenstein vom VDP. Weingut Heymann-Löwenstein gaben mir das Wissen um Weinbergspflege, Kellerarbeit und das Bewusstwerden von wirklich großem Terroir mit auf den Weg.

Barbara: Viel gelernt habe ich in meinem Praktikum im VDP. Weingut Fritz Keller in Baden und im Praktikum im VDP. Weingut Keller in Rheinhessen. Am meisten geprägt hat mich aber mein Bruder Andreas. Auch schon vor meinem Einstieg in unser Weingut in 2013 konnte er mir viel Wissen vermitteln. Allein durch ihn habe ich überhaupt den Sprung in die Weinwelt gewagt.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?
Weingut Adam: Weinbau ist leider auch eine Monokultur - selbst wenn sie noch so schön ins Moseltal eingebettet ist. Hier möchten wir noch mehr für den bewussten Umgang mit der Natur bewirken. Wir haben alte Apfelsorten gepflanzt, Insektenhotels und Nistkästen errichtet. Die familieneigene Imkerei ist wieder aktiv und so erfreuen sich unsere Bienen wieder über wieder mehr Blühendes in- und außerhalb der Weinberge.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?
Weingut Adam: Tradition bedeutet für unser Familienweingut die Pflege alter Rieslingreben in klassischer Einzelpfahlerziehung auf teilweise nicht flurbereinigten Weinbergsterrassen. Und sie bedeutet für uns auch den Ausbau unserer hochwertigen trockenen und feinherben Weine im Fuderfass, spontane Vergärung, langes Hefelager und der Verzicht von Schönungsmitteln. Aber ohne Innovation – neue Gedanken, weitblickende Ansätze – würden wir auf der Stelle treten. Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen, um unser Schaffen weiter zu bringen und weiterhin unsere Weinliebhaber Jahr für Jahr mit grandiosen Weinen zu begeistern.