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VDP.WEINGUT
RUDOLF MAY

„WIR SIND ÜBERZEUGT VON ALTEN WEINBERGEN, DIE WIR HEGEN UND PFLEGEN.“

RUDOLF MAY ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT IN RETZSTADT

Rudolf May

Im Eberstal 1
97282 Retzstadt

Tel+49 (0)9364/5760
Fax+49 (0)9364 896434
Mailinfo@weingut-may.de
Verkaufszeiten
Mo-Fr: 10.00-18.00 Uhr; Sa 10.00-15.00 Uhr
Inhaber

Rudolf May

Kellermeister

Rudolf May

Im VDP seit

2014

Rebfläche in Hektar

12,00 Hektar

Flaschenproduktion

80000

Rebsorte

65% Silvaner, Riesling, Grau- ,Weiß- und Spätburgunder

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Rudolf May: Der ungewöhnlich hohe Silvaneranteil. Dazu sind die Weine sehr mineralisch geprägt und haben extrem niedrigen Zucker (meistens unter zwei Gramml). Außerdem gehört uns die VDP.GROSSE LAGE® HIMMELSPFAD fast in Alleinbesitz, die am westlichen Eingang von Retzstadt als markante Steillage nicht zu übersehen ist.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Rudolf May: Wir versuchen, den bei uns vorherrschenden Muschelkalkboden spürbar zu machen, indem wir so wenig wie möglich die Trauben im Weinberg und auch später den Wein im Keller durch Chemie beeinflussen. Deswegen haben wir auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Außerdem sind wir überzeugt von alten Weinbergen, die wir hegen und pflegen.

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Rudolf May: Die Weißweine sollen schlank, filigran und langanhaltend spürbar sein. Das soll besonders beim Silvaner gezeigt werden. Daneben ist uns eine lange Lebensdauer beim Silvaner, aber auch beim Spätburgunder, sehr wichtig.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Rudolf May: Retzstadt Silvaner VDP.ORTSWEIN – mineralisch geprägt bei einer gewissen Leichtigkeit.

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Rudolf May: HIMMELSPFAD Silvaner GG VDP.GROSSE LAGE®– das ist der älteste Weinberg (56 Jahre) und einer der steilsten in unserem Heimatort Retzstadt. Er bringt jedes Jahr zuverlässig unheimlich geschmacksintensive Beeren, die später den Wein vibrieren lassen. Wahnsinn!

„WAHNSINN, WAS WEIN ALLES SEIN KANN!“

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Rudolf May: Mein Vater war als Landwirt mit zusätzlicher kleiner Weinbergsfläche als Traubenablieferer tätig. Dadurch bin ich schon sehr früh in meiner Kindheit mit den Weinbergen in Berührung gekommen. Das war nicht immer nur positiv. Mein Traumberuf war eigentlich Maurer, da bei uns auf dem Bauernhof immer sehr viel gebaut wurde und man beim Mauern sofort die Fortschritte sah, was mich faszinierte. Daneben noch Sportreporter, ich habe die Sportereignisse nur so aufgesaugt. Aber dann hat es mich doch in Weinberg und Keller gezogen. Später bei der Weinbautechnikerausbildung bekamen wir zum Teil internationale große Weine zum Verkosten. Ich kann mich noch erinnern: 1990 Cos d’Estournel – der erste große Wein, den ich bewusst probierte. Wie ein Donnerschlag war dieses Erlebnis – Wahnsinn, was Wein alles sein kann! Da hat es „Klick“ gemacht, solche Weine eines Tages selbst zu kreieren.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Rudolf May: Mit dem Schritt hin zur biologischen Bewirtschaftung das Weingut sehr nachhaltig zu bewirtschaften. Zuverlässig, jedes Jahr, mit die besten Silvanerweine zu erzeugen. Den Holzfassanteil auszubauen. Weinberge in den besten Lagen in unserer Umgebung zu kaufen. Den Rebsortenspiegel auf zwei Rebsorten zu beschränken (80 Prozent Silvaner und 20 Prozent Spätburgunder).

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Rudolf May: Wir sind die erste Generation im Weingut, deswegen haben wir hier relativ freie Hand. Aber die fränkische Traditionsrebsorte Silvaner liegt uns sehr am Herzen und diese, auch mit einen spürbaren Holzfasseinsatz international interpretiert, gefällt uns sehr.