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Markus Heid

VDP.WEINGUT HEID

"MEINE WEINE SIND EHRLICH UND GERADLINIG."

MARKUS HEID ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT IN FELLBACH.

Heid

Cannstatter Straße 13/2
70734 Fellbach

Tel+49 (0)711/584112
Fax+49 (0)711/583861
Mailinfo@weingut-heid.de
Verkaufszeiten
Mo-Fr 17.00-19.00 Uhr, Sa 9.00-13.00 Uhr, oder nach telefonischer Vereinbarung
Inhaber

Markus Heid

Kellermeister

Markus Heid

Im VDP seit

2013

Rebfläche in Hektar

11,00 Hektar

Flaschenproduktion

70 000

Rebsorte

23% Riesling, 18% Trollinger, 14% Lemberger, 14% Burgunder

Geologie

Keuper, teilweise sandige Anteile und Lößlehmböden am Hangfuß

Anbaugebiet

Württemberg

Weinprobe
Probenraum bis 30 Personen, Gewölbekeller bis 80 Personen
Mitgliedschaften
Öko-Zertifizierung

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Markus Heid: Wir sind schon seit 2007 ein Biobetrieb. Heute ist es ja nichts Neues mehr, zu sagen, dass der Wein im Weinberg entsteht. Aber genau das ist bereits seit langem unsere Philosophie. Für mich ist Handarbeit im Weinberg eine absolute Selbstverständlichkeit.

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Markus Heid:  Ich möchte, dass man aus meinen Weinen herausschmeckt, woher sie kommen. Sie sollen zum einen ihre Herkunft transportieren, aber auch meinen Stil ausdrücken. Terroir ist ja eben beides: die Bedingungen im Weinberg, was sie mit den Trauben machen - und dazu die Handschrift des Winzers.. Zudem steht bei uns Rotwein im Mittelpunkt allen Schaffens – also Lemberger und Pinot Noir. Früher hatten wir fast 70 Prozent Trollinger, regionaltypisch eben. Heute sind es noch 15 Prozent.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Markus Heid: Unsere VDP.GUTSWEINE und VDP.ORTSWEINE. Besonders die Lemberger und Rieslinge, die wir machen. Diese Weine zeigen bereits sehr gut, wie ich, wie wir arbeiten und was unser Stil ist. Und sie sind eben mit um die neun Euro wahrlich nicht teuer. Großen Spaß bereiten aber auch unsere Pinots. Wir machen so viele verschiedene Ausprägungen – aber die Weine sind top! Im Sommer - klar - finde ich auch unsere Weißen spannend. Und dann ist es ja auch oft die Frage, was man zu einem Wein isst. Wein als Essensbegleiter: ein unerschöpfliches Thema! Wichtig ist vor allem, den richtigen Wein im richtigen Moment im Glas zu haben.

VDP.GUTSWEIN LEMBERGER TROCKEN

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?   

Markus Heid: Auf den 2016er LÄMMLER Lemberger VDP.GROSSES GEWÄCHS®. 2016 war ein Jahr, das viel Finesse mitbringt – im Grunde war es warm, aber eben nicht zu heiß. Gerade die Rotweine zeichnen sich aus durch viel Mineralität und Frische bei einem kraftvollen Körper. Die Weine sind heute schon gut trinkbar, haben aber ein enormes Reifepotential.  

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Markus Heid: Ich komme aus einem bäuerlichen Mischbetrieb – meine Eltern bauten bereits Wein an, aber eben nur als eines von vielen Produkten. Ich habe mir das Weinbereiten erstmal selbst beigebracht – bis ich nach Weinsberg gegangen bin und Weinbautechniker gelernt habe. Das war 1988 bis 1990. Mittlerweile ist der frühere Mischbetrieb das Weingut Heid. Dabei ist mein Ziel, ehrliche, geradlinige Weine zu machen. Meinen Stil habe ich mir selbst erarbeitet. Ich hatte auch immer einen Hang zur Architektur. Bereits 1990 hatte ich in einer Architekturzeitschrift Bilder eines designten Verkostungsraum gesehen – das war lange bevor solche Räume in Deutschland Standard wurden. Ich habe dann 2007 bis 2008 unser Weingut erweitert und unser denkmalgeschütztes Haus ausgebaut. Einiges an meinen architektonischen Ideen habe ich hier einfließen lassen.

„BEI UNS STEHT ROTWEIN IM MITTELPUNKT ALLEN SCHAFFENS - ALSO LEMBERGER UND PINOT NOIR.“

VDP: Haben oder hatten Sie Vorbilder, Mentoren?

Markus Heid: Ein Vorbild habe ich eigentlich nicht – ich musste ja schnell rein in den Berieb. Dadurch, dass wir kein reines Weingut waren, war für mich viel learning by doing angesagt.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Markus Heid: Wenn man älter wird, wird man auch traditioneller ... Für mich hatte Tradition auch etwas mit Generationenkonflikt zu tun – oft sind ja die älteren Generationen einfach traditioneller eingestellt. Es ist eine Kunst, dabei den Jüngeren auch ihre Räume zu lassen, in denen sie kreativ sein und Traditionen auch mal über den Haufen schmeißen dürfen.

VDP: Mit was würden Sie Weinmachen vergleichen?

Markus Heid: Da möchte man so ein romantisches Bild malen – aber im Ernst, Weinmachen ist schon kein Zuckerlecken. Mein Lieblingsspruch dazu ist: Qualität kommt von Qual. Man muss halt bei jedem Wetter raus, ob in der heißesten Sonne oder im strömenden Regen. So ist das eben.