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© VDP.Weingut Willi Schaefer by Andrea Schaefer

VDP.Weingut Willi Schaefer

„WIR LIEBEN DEN RESTSÜSSEN RIESLING MIT SEINER VERSPIELTHEIT, ELEGANZ UND LANGLEBIGKEIT.“

CHRISTOPH SCHAEFER ÜBER SEINE WEINE UND SEIN WEINGUT IN GRAACH.

Willi Schaefer

Hauptstraße 130
54470 Graach/Mosel

Tel+49 (0)6531/8041
Fax+49 (0)6531/1414
Mailinfo@weingut-willi-schaefer.de
nach Vereinbarung
Inhaber

Andrea und Christoph Schaefer

Kellermeister

Andrea und Christoph Schaefer

Im VDP seit

1993

Rebfläche in Hektar

4,00 Hektar

Flaschenproduktion

30 000-35 000

100% Riesling

Geologie

Devonschiefer-Verwitterungsboden

Anbaugebiet

Mosel-Saar-Ruwer

Weinprobe
Weinproben nach Vereinbarung

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Christoph Schaefer: Hm, ich weiß nicht – es kommt vielleicht darauf an, wie man „das Besondere“ definiert. Wir sind stolz auf unsere Lagen in Graach mit ihrem hohen Wiedererkennungswert. Und wir führen das Weingut wie eh und je als kleinen Familienbetrieb. Das Besondere ist vielleicht, dass wir unsere Rieslinge überwiegend restsüß und eher säurebetont ausbauen. Und natürlich unser schön altmodisches Etikett!

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Christoph Schaefer: Wir lieben den restsüßen Riesling mit seiner Verspieltheit, Eleganz und Langlebigkeit. Bei der Lese und im Keller verlassen wir uns auf unseren Geschmack und nicht so gerne auf die Zahlen. Die Natur entscheidet jedes Jahr, was wir anbieten können. Wir lesen die Trauben sorgfältig und selektiv mit der Hand, wenn sie optimal schmecken. Meine Frau Andrea ist dann mit unserem Team im Weinberg und ich bin im Keller. Das Lesegut – das ist 100 Prozent, was wir haben. Im Keller versuchen wir einfach, die Qualität zu halten, die uns die Natur gegeben hat. Wenn wir geeignete Trauben für einen trockenen Riesling haben, dann vergären wir auch mal trocken. Aber wenn ich davon überzeugt bin, dass der Most besser für einen restsüßen Wein geeignet ist, wird die Gärung unterbrochen, sobald die Balance perfekt ist. Wir vergären mit natürlichen Hefen im klassischen Fuderfass. Je nach Jahrgang kann es schon sein, dass es mal keinen trockenen Wein gibt oder auch nur Spät- und Auslese. Das ist Natur.

„PERFEKT IST RIESLING FÜR UNS, WENN ER ETWAS ZAUBERHAFTES UND RAFFINIERTES HAT, VIELLEICHT WIE EINE ILLUSION.“

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Christoph Schaefer: Wir bauen 100 Prozent Riesling im Steilhang an. Uns ist es wichtig, dass unsere Rieslinge leicht, verspielt und trotzdem sehr charakterstark sind. Sie sollen ein Spiegel ihrer Herkunft sein. Der Domprobst eher würzig und wild und das Himmelreich eher etwas fruchtiger und charmanter. Unsere Weine sollen Trinkfluss haben, nie pappig süß sein. Auch die trockenen Rieslinge mögen wir lieber, wenn sie nicht so viel Alkohol haben. Die enorme Mineralität verleiht den Weinen Spannung und liebt die Fruchtsüße als „Gegenpart“. Wir sprechen nicht gerne über Analysen. Man sollte sich auf die Weine einlassen und sich ein eigenes Urteil bilden. Perfekt ist Riesling für uns, wenn er etwas Zauberhaftes und Raffiniertes hat, vielleicht wie eine Illusion. Leicht und trotzdem geschmacksintensiv, langanhaltend und verspielt mit einem irren Reifepotenzial.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Christoph Schaefer: Das kommt vielleicht etwas auf die „Trinkerfahrung“ an. Wenn jemand noch nicht so viel Kontakt mit der Mosel hatte, würden wir einen HIMMELREICH Riesling Kabinett empfehlen. Für fortgeschrittene Genießer vielleicht unsere DOMPROBST Spätlese #10.


VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Christoph Schaefer: Mein Vater Willi hat mich nie gezwungen, Winzer zu werden. Ich bin langsam reingewachsen und die abwechslungsreiche Arbeit in unserem Familienbetrieb hat mir gut gefallen. Es hat sich einfach richtig angefühlt, die Tradition fortzuführen.

VDP: Haben Sie ein Vorbild oder einen Mentor?

Christoph Schaefer: Von meinem Vater habe ich sehr viel gelernt. Ich denke, von ihm habe ich auch die Ruhe und Gelassenheit, die es mir ermöglichen, mich vollkommen auf den Wein zu konzentrieren, wenn es darauf ankommt. Ich hatte auch einen tollen Opa, der in der Nachkriegszeit viel geleistet hat und der sich das heutige Weingutsgebäude quasi vom Mund abgespart hat. Er und seine Frau waren richtige „Schaffer“.


VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Christoph Schaefer: Unser Hauptziel ist, jedes Jahr eine Kollektion zu erzeugen, mit der wir zufrieden sind. Uns ist bewusst, dass wir eine Verantwortung tragen und den Betrieb lediglich eine Zeit lang führen werden. Im besten Fall tritt einer unserer beiden Söhne in unsere Fußstapfen. Hierfür sind wir bestrebt, die Werte zu erhalten und zu pflegen. Unser Ziel ist es, auch weiterhin ein kleiner Familienbetrieb zu bleiben. Wir lieben das „Überschaubare“ und dass wir uns auf das – in unseren Augen – Wesentliche konzentrieren können.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Christoph Schaefer: Wenn Innovationen Sinn machen, dann verschließen wir uns nicht. Aber bei uns ist alles recht überschaubar und wir brauchen nicht allzu viel Technik. Wir hängen an Traditionen, wenn es um unser Etikett und den Weinausbau geht. Natürlich wird immer gefeilt und da, wo man etwas besser machen kann, tun wir es auch.