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SEBASTIAN (links) UND RUDOLF FÜRST

VDP.WEINGUT
RUDOLF FÜRST

„FINESSE UND LANGLEBIGKEIT VON STEINIGEN WEINBERGEN.“

SEBASTIAN UND PAUL FÜRST ÜBER IHRE WEINE UND DAS WEINGUT IN BÜRGSTADT BEI MILTENBERG

Rudolf Fürst

Hohenlindenweg 46
63927 Bürgstadt

Tel+49 (0)9371/8642
Fax+49 (0)9371/69230
Mailinfo@weingut-rudolf-fuerst.de
Verkaufszeiten
Mo-Fr 9.00-12.00; Sa 10.00-15.00
Inhaber

Sebastian Fürst

Kellermeister

Sebastian Fürst

Im VDP seit

1980

Rebfläche in Hektar

21,00 Hektar

Flaschenproduktion

120 000

Rebsorte

60% Spätburgunder & Frühburgunder, 15% Riesling, 10% Weissburgunder, 15% Silvaner, Chardonnay und weitere

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Paul Fürst: Unsere Spitzenkompetenz beim Spätburgunder. Das milde Klima im Talkessel Miltenbergs schafft ideale Bedingungen für diese Rebsorte.

Unser Betrieb ist ganz auf die Erzeugung hochwertigster Pinot Noirs ausgelegt: die Reben wurzeln auf steinigen roten Buntsandsteinböden, in unseren Dichtpflanzungen wachsen nur die besten kleinbeerigen Spätburgundertypen und der Ausbau erfolgt ausschließlich im Holzfass. Neben den Spätburgundern pflegen wir auf 1,7 Hektar auch die in Bürgstadt traditionelle autochtone Rebsorte Frühburgunder.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Sebastian Fürst: Die Bewirtschaftung der besonderen Weinberge erfolgt individuell, je nach Kleinklima und Geologie in Dichtpflanzungen und auf extrem steilen, kleinräumigen Terrassen in den besten Lagen des Gebietes. Den Boden in den Terrassenweinbergen pflegen wir sogar mit der Handhacke und wir düngen mit selbst erzeugtem Kompost. Und wir setzen auf vielfältige Begrünung und herbizidfreie Bewirtschaftung. All das hat die Erzeugung bester Trauben zum Ziel, die den Herkunftscharakter deutlich widerspiegeln. Im Keller geht es ganz traditionell zu – Stichwort „Low Tech“. Die Weine lagern lange auf der Hefe, wir klären sie nur durch langes Lagern im Pièce und dekantieren die Fässchen einzeln. Die Abfüllung erfolgt ohne Filtration.

„DIE BURGUNDER SOLLEN IM MUND EINEN ELEGANTEN, FRISCHEN AUFTRITT HABEN UND DORT IHRE KRAFT NACH UND NACH ENTFALTEN.“

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Paul Fürst: Beim Riesling wollen wir den kristallinen Stil erhalten, den die steinigen roten Böden ermöglichen. Bei den Pinots setzen wir auf sehr maßvolle Extraktion und langes Lagern im Pièce für eine glänzende rubinrote Farbe, Frische, Seidigkeit und einen kraftvollen, langen Nachhall. Auch die Burgunder sollen im Mund einen eleganten, frischen Auftritt haben und dort ihre Kraft nach und nach entfalten.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Sebastian Fürst: Unseren Bürgstadter Spätburgunder VDP.ORTSWEIN.

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Paul Fürst: Weiß: CENTGRAFENBERG Riesling GG VDP.GROSSE LAGE® und Rot: HUNDSRÜCK Spätburgunder GG VDP.GROSSE LAGE®.

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Paul Fürst: Ich habe von Kindesbeinen an in Weinberg und Landwirtschaft mitgeholfen. 1971 ging ich dann in die Lehre auf Schloss Johannisberg. Und dort konnte ich mehrmals gereifte Johannisberger Jahrgänge, wie etwa 1911, 1921, 1945 oder 1959 verkosten. Das hat mich tief beeindruckt!

VDP: Haben Sie Vorbilder?

Paul Fürst: Da gibt es mehrere Vorbilder als stiltreue handwerkliche Winzer, zum Beispiel Wilhelm Haag. Und dann ist da noch die ständige Inspiration durch den Freundeskreis von deutschsprachigen Pinot-Pionieren: Joachim Heger, Werner Knipser, Werner Näkel, Bernd Philippi, Daniel Gantenbein ...

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Paul Fürst: Die ständige Weiterentwicklung der Qualitätsproduktion im Weinberg.