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MELANIE STUMPF-KRÖGER (links) und MATTHIAS STUMPF

VDP.WEINGUT
BICKEL-STUMPF

„WIR BEARBEITEN TEILWEISE SOGAR DEN BODEN VON HAND.“

Bickel-Stumpf

Kirchgasse 5
97252 Frickenhausen

Tel+49 (0)9331/2847
Fax+49 (0)9331/7176
Mailinfo@bickel-stumpf.de
Verkaufszeiten
Mo, Mi, Fr : 9.00 - 13.00; Samstag: 10.00 - 15.00 Uhr; Degustation und Verkauf außerhalb dieser Zeiten gerne auch nach Vereinbarung.
Inhaber

Reimund, Carmen, Matthias und Melanie Stumpf

Kellermeister

Reimund & Matthias Stumpf

Im VDP seit

1980

Rebfläche in Hektar

13,00 Hektar

Flaschenproduktion

100 000

Rebsorte

50% Silvaner, 15% Riesling, 10% Müller-Thurgau, 10% Spätburgunder sowie Scheurebe, Traminer & Portugieser

Geologie

Muschelkalk in Frickenhausen, Buntsandstein in Thüngersheim

Anbaugebiet

Franken

Weinprobe
Im romantischen Gutshof hinter der Pfarrkirche in den 500 Jahre alten Mauern des Frickenhäuser Stammhauses
Mitgliedschaften

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Melanie Stumpf-Kröger: Wir sind ein kleines aber feines Familienweingut im Besitz von uralten Spitzenlagen, die sich zwischen Thüngersheim und dem 35 Kilometer mainaufwärts gelegenen Frickenhausen aufteilen. Zwei Winzergenerationen arbeiten in unserem Betrieb: Papa Reimund, Mama Carmen, mein Bruder Matthias und ich. Wir machen alles gemeinsam, sehr vieles ist Handarbeit und geschieht mit viel Respekt vor der Natur.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Melanie Stumpf-Kröger: Wir lieben unsere Herkunft. Der respektvolle Umgang mit den kostbaren Ressourcen der Natur ist für uns deshalb selbstverständlich – dazu brauchen wir kein Bio-Label. Wir sind Mitglieder von “Slow Food“ und setzen uns für eine Landwirtschaft ein, die auf Umwelt, biologische Vielfalt und kulturelle Identität Rücksicht nimmt. Ein wichtiger Teil davon ist die Handarbeit im Weinberg. Wir bearbeiten teilweise sogar den Boden von Hand – vor allem in den VDP.ERSTEN LAGEN® und den VDP.GROSSEN LAGEN®. Vinifiziert wird im fränkischen Holzfass.

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Melanie Stumpf-Kröger: Weine, die ihre Herkunft zeigen. Das sieht man besonders gut an unseren Silvanern. Ein großer Teil von Papas Weinbergen in Thüngersheim steht auf den obersten Schichten von Buntsandstein und bringt geradlinige, mineralische Weine hervor. Mamas über 200 Millionen Jahre altes Muschelkalk-Terroir in Frickenhausen liefert Weine mit einem leicht cremigen Schmelz, der manchmal intensiver und manchmal leichtfüßiger ausfällt.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Melanie Stumpf-Kröger: Frickenhausen Silvaner Muschelkalk VDP.ORTSWEIN.

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Melanie Stumpf-Kröger: Auf unseren MÖNCHSHOF Silvaner GG. Er stammt aus einer kargen, steinigen Muschelkalk-Steillage, die ihm zusammen mit dem mediterranen Mikroklima im Sommer eine burgundische Eleganz verleiht.

MÖNCHSHOF
Silvaner GG
VDP.GROSSE LAGE®

„DER SILVANER IST SO FILIGRAN, DASS MAN IHN ERST RICHTIG ERFASSEN KANN, WENN MÖGLICHST WENIG RESTZUCKER IM SPIEL IST.“

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Melanie Stumpf-Kröger: Wir Kinder sind hier hineingeboren worden, waren lange weg und kamen wieder. Für uns ist es eine Freude, eine Tradition, eine Verpflichtung, aber auch eine Chance, die Arbeit der Generationen vor uns zu bewahren.

VDP: Haben Sie Vorbilder?

Melanie Stumpf-Kröger: Unsere Großeltern.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Melanie Stumpf-Kröger: Wir werden weiterhin mit Silvaner an der Konstanz und am Tiefgang dieser Weine arbeiten. Und ganz klar: Wir möchten dieses kleine Weingut erhalten und es auf wirtschaftlich gesunden Beinen an die nächste Generation weitergeben.

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Melanie Stumpf-Kröger: Wenn wir die Traditionen für sinnvoll erachten, dann halten wir daran fest. Beispielsweise ist die althergebrachte Marke „fränkisch trocken“, also unter vier Gramm Restzucker, für die großen Silvanerweine absolut sinnvoll. Der Silvaner ist so filigran, dass man ihn erst richtig erfassen kann, wenn möglichst wenig Restzucker im Spiel ist. Grundsätzlich sind Traditionen aber auch immer dazu da, dass man sie in Frage stellt.