ERSTE LAGE MOSEL-SAAR-RUWER


Zweitausendjährige Weinkultur

Steile Hänge, eng gewundene Täler, das hügelige Hochland der Eifel im Norden, die saftigen Hügel des Hunsrück im Süden: Das ist die malerische Landschaft von Mosel, Saar und Ruwer und Heimat der Weingüter des GROSSEN RINGS.Dieses Weinbaugebiet ist eines der größten Riesling-Anbaugebiete der Welt. Hier haben sich in siebzehn Jahrhunderten kontinuierlichen Weinbaus Natur- und Kulturlandschaft zu einer nahtlosen Einheit verwoben. Hier, in den weltberühmten Steillagen, wachsen die Trauben für die Spitzenweine.Das kühle Klima und die extrem lange Vegetationsperiode lassen Weine von leichtem Körper, aber mit außergewöhnlich reichem Aroma entstehen. Charakteristisch ist die Kombination aus geringem Alkohol, angenehmer Säure und natürlicher, von der Traube stammender Süße.


HATZENPORT


KIRCHBERG

Der „Atlas der deutschen Weine“, zuletzt erschienen im Jahr 1995, nimmt von Hatzenport keine Notiz. Anders der „Dehio“, das Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Gerühmt wird die schmucke, spätgotische Pfarrkirche St. Johannes „in herrlicher Lage über der Mosel, an den steilen Berghang gelehnt“. Rühmenswert ist auch der Wein, der in jener Lage, dem steilen Berghang, wächst. Hier ist der schräg anstehende rote Schiefer von Tonschichten durchzogen, hier sind die Rebhänge geradewegs nach Süden ausgerichtet, hier wächst Riesling, reizvoll-anmutig wie die Kirche, die der Lage den Namen gab: „Kirchberg“.

Weingut Heymann-Löwenstein     -   Riesling

STOLZENBERG

Hatzenport - einer der wärmsten und trockensten Orte an der Mosel, „Stolzenberg“ - einer der heißesten und kargsten Berge, die den Lauf des Flusses säumen. Exposition Süd-Südost bis Süd-Südwest, Schwindel erregende Terrassen, die hier „Chöre“ genannt werden, jahrhundertlange Pflege des – nomen est omen – ersten Weinberges eines an großen Lagen nicht armen Ortes. Welch ein Vergessen: Nur 1,5 Hektar sind im steinigen Stolzenberg noch bestockt. Welch eine Wiederentdeckung: Rieslinge mit einem ebenso eigen- wie einzigartigen Spiel von Frucht und Säure, das die Sinne verwirrt. Ist das ein Riesling, von der Mosel?

Weingut Heymann-Löwenstein    -    Riesling


WINNINGEN


RÖTTGEN

„Allein die Kunst hat alle Hindernisse der Natur besiegt“: Johann Philipp Bronner, der wohl bedeutendste Weinbaufachmann des frühen 19. Jahrhunderts, kam angesichts des Röttgen aus dem Staunen nicht heraus. Im Jahr 1834 hielt er fest: „Die eben berührte Weinlage mit südlicher und südöstlicher Exposition, und etwa 300 Fuß Höhe, erhebt sich unmittelbar aus dem Wasserspiegel und steigt in abgebrochenen Terrassen, die auf mächtige Felsblöcke gestützt sind, so steil zu dieser bedeutenden Höhe empor, dass dem vorüber fahrenden Wanderer unbegreiflich erscheint, wie diese einzelnen Partien zwischen Felsen zerstreuet ... nur bebauet werden können“. Heute, fast 170 Jahre später, ruft der Röttgen noch immer ungläubiges Staunen hervor: Ob des atemberaubenden Panoramas, das die sonnenverbrannten Trockenmauern dem Betrachter bieten, aber auch ob der Rieslinge, die dieses Terroir hervorbringt. Aus weichem, mit Quarzit durchsetztem Tonschiefer entspringen Weine, die an der Terrassenmosel ihresgleichen suchen – wie das Piesporter Goldtröpfchen an der Mittelmosel.

Weingut Heymann-Löwenstein   -    Riesling

UHLEN „BLAUFÜßER LAY“, „LAUBACH“, „ROTH LAY“


Haben im „Uhlen“ jemals Eulen gelebt und damit dem gewaltigen Amphitheater flussaufwärts von Winningen den Namen gegeben? Oder haben die Weine Pate gestanden, die der vor 400 Millionen Jahren entstandene Berg hervorbringt: Rieslinge, oft dunkel-rätselhaft, aber voller mineralischer Kraft und Tiefe, weise, wie die Eulen? Und das gleich dreifach: Da ist der Uhlen Roth Lay, wo die von Eisenoxyd erröteten Felsen des Emsquarzits aristokratisch-kühle Weine entstehen lassen, da ist der Uhlen Laubach mit seinem grauen, von extrem viel Kalk durchsetzten Schiefer, der weiche und tiefe Weine zugleich hervorbringt, und da ist der Uhlen Blaufüßer Lay, dessen Boden aus blauem Schiefer und tonigen Ablagerungen einen Riesling reifen lässt, der mit subtiler Mineralität die Tiefe des Meeres bewusst macht. Uhlen: Ein Name, drei „Terroirs“, drei „Erste Lagen“.

Weingut Heymann-Löwenstein   -   Riesling


PÜNDERICH


MARIENBURG

Weingut Clemens Busch   -   Riesling

NONNENGARTEN

Weingut Clemens Busch   -   Riesling


ERDEN


TREPPCHEN

Weingut Dr. Loosen   -   Riesling

PRÄLAT

Weingut Dr. Loosen   -   Riesling


ÜRZIG


WÜRZGARTEN

Weingut Dr. Loosen   -   Riesling


WEHLEN


SONNENUHR

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt     -   Riesling
Weingut Dr. Loosen   -   Riesling
Weingut S. A. Prüm    -   Riesling
Weingut Geheimrat J. Wegeler  -  Riesling


GRAACH


JOSEPHSHÖFER

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt   -   Riesling

HIMMELREICH

Weingut Willi Schäfer  -   Riesling

DOMPROBST

Hoch oben in der Ämterpyramide der Geistlichkeit steht der Dompropst. Nach ihm kommt nicht mehr viel. Und nicht viel geht über den „Dompropst“ in Graach. Rebzeilen fallen einen heißen, steilen, trockenen Hang hinunter, wurzelechter Riesling strebt von schiefrigem, felsig-verwittertem Boden hinauf. Doch wohin? Das „Himmelreich“, das den „Dompropst“ umschließt, hält da nicht Schritt. Denn nichts fehlt den facettenreichen Dompropst-Rieslingen, was sie für lange Jahre der Reife prädestiniert: Säure, Frucht und Mineralität – Weine, nach deren Leben nicht mehr viel kommt; außer dem ewigen.

Weingut S.A. Prüm   -   Riesling


BERNKASTEL


LAY

Wo nur endet dieses Rebenmeer? Dort hinten muss es sein, wo die grünen Wellen verebben, die die Reben in der Wehlener Sonnenuhr, in den Graacher Lagen Josephshöfer, Dompropst und Himmelreich nach Südosten hin in den lang gezogenen Hang malen. Hier unten ist es: Die „Lay“, das ist der Saum jener Berge unterhalb von Bernkastel, in denen die Tradition des Moselrieslings seit Jahrhunderten zuhause ist, das ist (wie der moselfränkisch-rätselhafte Ausdruck auf ein griechisches Wort zurückgehende Name sagt) Fels, Stein, Schiefer, eine kleine Lage, aber in den besten, steilen Parzellen wirklich groß.

Weingut S.A. Prüm       -     Riesling
Weingut Wwe. Dr. H. Thanisch, Erben Thanisch   -    Riesling

DOCTOR


Als mehr als 130 Weinhändler und Winzer von Mosel, Saar und Ruwer im Mai 1904 in Berlin erstmals eine Kostprobe ihres Könnens gaben, ragten zwei der 236 angestellten Weine durch den ungeheuren Preis von 10 Reichsmark je Flasche heraus: Einer von ihnen war ein „Berncasteler Doctor“ des Jahrgangs 1893. Mag die seit dem frühen 19. Jahrhundert legendäre Wirkung dieses „geistigen Oehls“ sich in diesem Preis niedergeschlagen haben oder die Nachfrage von Königs- und Fürstenhäusern nach jenem exklusiven Cru: Der Doctorberg, unmittelbar oberhalb des Ortes Bernkastel gelegen, ist damals wie heute eine der größten der großen Lagen an Mosel, Saar und Ruwer – trotz oder wegen der nur 3,25 Hektar, die er umfasst? Derartige Anerkennung kommt nicht von ungefähr. Es ist die Kombination aus südwestlicher Ausrichtung mit der Folge langer Sonneneinstrahlung, aus Schieferverwitterungsgestein als wirksamen Wärmespeicher im Untergrund und aus der starken Hangneigung, die dem Terroir seine Sonderstellung verleiht.

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt      -   Riesling
Weingut Geheimrat J. Wegeler   -    Riesling

LIESER


NIEDERBERG HELDEN

Weingut Schloss Lieser  -   Riesling


BRAUNEBERG


JUFFER

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt   -   Riesling

JUFFER-SONNENUHR

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt   -   Riesling
Weingut Schloss Lieser   -   Riesling
Weingut Reichsgraf von Kesselstatt   -  Riesling


WINTRICH


OHLIGSBERG

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte der „Ohligsberger“ zu den begehrtesten und teuersten Weinen von Mosel, Saar und Ruwer – er stand auf einer Stufe mit dem Bernkasteler Doctor, dem Brauneberger und sogar dem Scharzhofberger. Doch was nützt die beste Lage, wenn es keine Winzer gibt, die das Potential des Berges erkennen und Weine bereiten, die von “Terroir“ geprägt sind? Denen der von Quarzitadern durchzogene Schieferboden nicht einerlei ist, die mit der Lese nicht bis weit in den Oktober hinein zuwarten, obwohl die Trauben im nach Westen ausgerichteten Ohligsberg in der Regel lange gesund bleiben und von jedem Strahl der Herbstsonne noch profitieren? „Ohligsberger“ suchte man bis in die siebziger und achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts vergebens unter den besten Crus der Mosel. 1990 kaufte Theo Haart 3000 Quadrat-meter des annähernd zehn Hektar großen Ohligsbergs – die Parzelle war so verfallen, dass hier und da schon die Weiden wuchsen. Doch schon der erste Wein bezeugte die Qualität dieser Lage.

Weingut Reinhold Haart      -    Riesling


PIESPORT


GOLDTRÖPFCHEN

„Jetzt soll ein anderer Festzug einziehen ins Rebentheater, Gaben des Bacchus mögen das schweifende Auge entzücken, wo über dem Steilhang in schwingendem Zug der erhabene Gipfel, Felsgruppen, sonnige Halden, Partien von Windungen, Falten rebenumkränkt als natürliche Schaubühne aufwärts sich recken“: Nichts anderes als die Weinberge oberhalb von Piesport rissen den römischen Prinzenerzieher Ausonius im Jahr 371 zu dieser hymnischen Beschreibung hin. Die Weine, die in diesem gewaltigen Amphitheater entstehen können, verdienen ein ähnliches Preislied. In einem Boden mit außergewöhnlich viel Feinerde und exzellenter Wasserversorgung ist der Grund gelegt für frucht- und edelsüße Rieslinge, die trotz eines extrem niedrigen Alkoholgehalts perfekt sind.

Weingut Reinhold Haart     -   Riesling
Weingut Reichsgraf von Kesselstatt      -   Riesling

SCHUBERTSLAY

Vereinigte Hospitien   -   Riesling


DHRON


HOFBERG

Weingut Grans-Fassian  -    Riesling
Weingut Wwe. Dr. H. Thanisch, Erben Thanisch    -   Riesling

TRITTENHEIM


LEITERCHEN

Weingut Milz-Laurentiushof  -   Riesling


LEIWEN


LAURENTIUSLAY

Einst prallten die Wasser der Mosel auf diesen Hang, wuschen ihn aus, bis auf den puren, nackten, weichen Schiefer. Das Gestein verwitterte in den gleißenden, vom Wasser reflektierten Strahlen der südlichen Sonne, aus Westen trocknete ihn der Wind. Heute markieren Trockenmauern, vor zwei Generationen kunstvoll errichtet,die besten Parzellen der „Laurentiuslay“, wachsen an wurzelechten Reben, oft ebenso alt, Trauben, in deren Saft sich alle Kräfte der Elemente zu einem rassigen Wein vermählen: Rieslinge, warm wie die Luft, glänzend wie das Licht, schmelzend wie der Stein.

Weingut Grans-Fassian   -   Riesling
Weingut Sankt Urbanshof      -   Riesling

EITELSBACH


KARTHÄUSERHOFBERG

Weingut Karthäuserhof   -   Riesling


KASEL


NIES'CHEN

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt   -   Riesling


WAWERN


GOLDBERG

Weingut Van Volxem   -   Riesling


KANZEM


ALTENBERG

Der Altenberg ist eine Welt für sich. Majestätisch stellt sich der weitgespannte Hang der von Süden kommenden Saar entgegen, lässt den Fluss an seinem Fuß vorbeifließen, um zu der Wärme des Tales auch noch das Licht zu genießen. Keine Mauer, keine Terrasse soll das Ebenmaß des bis zu mehr als 70 % steilen Hanges stören, in dessen Boden aus Schiefer und verwittertem Rotliegenden viele Jahrzehnte alte, wurzelechte Reben stehen. Doch so, wie der Berg verstanden werden will, so wollen es auch die Weine, die er hervorbringt. Was der Abstand für den Betrachter des Berges ist, das ist die Zeit der Reife für den Genießer des Weines. Ein Altenberg braucht Zeit, bis er sich öffnet. Zu jung getrunken, wirkt er verschlossen, in sich gekehrt. Erst nach und nach stellt sich das ein, was einen Altenberg ausmacht: ein Wein, der wie der Berg eine Welt für sich ist.

Weingut von Othegraven    -  Riesling
Weingut Van Volxem   -   Riesling


WILTINGEN


GOTTESFUSS

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt   -   Riesling
Weingut Van Volxem   -   Riesling

BRAUNFELS

Weingut Van Volxem   -   Riesling

SCHARZHOFBERGER

Weingut Reichsgraf von Kesselstatt   -   Riesling
Weingut Van Volxem   -   Riesling

SCHARZHOFBERGER „PERGENSKNOPP“

Weingut Van Volxem   -   Riesling

 

OCKFEN


BOCKSTEIN

Weingut von Othegraven    -   Riesling

 

SAARBURG


RAUSCH

Weingut Forstmeisterei Geltz-Zilliken   -   Riesling