Weltrekord bei VDP.Auktion in Trier | Renaissance der VDP.Versteigerungen mit Feuerwerk an Höchstgeboten



Veröffentlichung
22.09.2015
Kategorie
 
Begeisterte Weinsammler aus aller Herren Länder kamen am vergangenen Wochenende zu den Versteigerungen der Prädikatsweingüter an die Mosel, an die Nahe und in den Rheingau. Die von ihnen gezahlten Rekordsteigpreise für aktuelle und gereifte Jahrgänge unterstreichen den Stellenwert des deutschen Spitzenweins in der Welt.

Den Anfang des Versteigerungsreigens macht traditionell der VDP.Regionalverband Mosel-Saar-Ruwer mit der 128. Prädikatsweinversteigerung. Ca. 300 Gäste aus der ganzen Welt boten auf die Top-Weine der weltweit bekannten Riesling-Erzeuger wie z.B. Dr.Loosen, Fritz Haag oder Joh.Jos.Prüm.
VDP.Winzer Egon Müller erzielte für seine 2003er Scharzhofberger Trockenbeerenauslese sensationelle 12.000 € je 0,75-Liter-Flasche. Nie zuvor wurde für einen nicht hochbetagten deutschen Wein mehr geboten – Weltrekord! Der Gesamterlös der auf die Folter spannenden, fünfstündigen Auktion beträgt mehr als 1,7 Millionen Euro brutto. Auktionator Maximilian von Kunow (VDP.Weingut von Hövel) spricht von einem „der größten Tage für Mosel-Saar-Ruwer in den letzten 50 Jahren“.

Auch der VDP.Rheingau erzielte am Samstag bei seiner traditionellen Weinversteigerung im ehrwürdigen Laiendormitorium von Kloster Eberbach beachtliche Steigraten. So kam beispielsweise der älteste Wein der Auktion, eine Flasche 1945er Schloss Johannisberger Weißlack Riesling Spätlese, für einen Steigpreis von 1.750 € unter den Hammer, der Taxpreis lag bei 400€.

Den Abschluss des Versteigerungswochenendes bildete am Sonntag die Auktion des VDP.Nahe-Ahr in der Römerhalle in Bad Kreuznach. Der Bieterwettstreit der Kommissionäre steigerte den Preis für eine 1976er Niederhäuser Hermannsberg Riesling Trockenbeerenauslese von Gut Herrmannsberg auf sagenhafte 1.600 €. Eine 2011er Riesling Trockenbeerenauslese aus der Spitzenlage Niederhäuser Hermannshöhle  vom Weingut Dönnhoff erreichte sogar einen Steigpreis von 1.650 € für die Eintelflasche und sensationelle 5.900 € für die Magnumflasche vom gleichen Wein.
Auch die Gastregionen konnten sich über enorme Steigraten freuen. So erzielte das Pfälzer Weingut Christmann für seine Doppelmagnumflaschen 2014er Idig Großes Gewächs ebenso 500 € wie das rheinhessische Weingut Wittmann für seine Doppelmagnum-Pendants aus dem Morstein.
Auch die Spätburgunder der Ahr erfuhren große Wertschätzung. Bei dem Großen Gewächs Spätburgunder aus der Toplage Gärkammer fiel der Hammer für die Doppelmagnumflasche vom Weingut Adeneuer bei 390 €.


Impressionen