Mitgliederversammlung 2015 in Deidesheim

VDP.Präsident Steffen Christmann mit dem VDP.Vorstand und Geschäftsführerin Hilke Nagel



Veröffentlichung
09.07.2015
Kategorie
Neumitglieder, Personalien, Zahlen, Daten, Fakten, Klassifikation
 
VDP.Mitglieder beschließen Einschränkungen für neue Lagenabgrenzungen sowie Auslaufen der Klassifikationsausnahmen

Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter e.V. (VDP) am 7. Juli 2015 in Deidesheim war die 2012 in Kraft getretene vierstufige Herkunftsklassifikation erneut wichtiges Thema. Die Delegierten stimmten über eine Ordnung zur Klassifizierung neuer Lagen ab, unter anderem, um der Eintragung der vom Gesetzgeber neu ermöglichten Katasterlagen eine Struktur zu geben. Die wichtigsten Faktoren für neue Lagenabgrenzungen sind für die VDP.Güter die historische Legitimation, die Bodenbewertung sowie eine deutliche geologische und topographische Unterscheidbarkeit. Darüber hinaus sind geschmackliche und sensorische Eigenständigkeit für Weine aus klassifizierten Lagen Grundvoraussetzung.

Die Delegierten fassten zudem den Beschluss, dass die VDP.Klassifikation mit der Ernte 2016 in allen Regionen umgesetzt sein muss. Alle bisherigen Ausnahmen der Klassifikationsregeln laufen dann aus. Das bedeutet mehr Klarheit für den Konsumenten. Die VDP.Bundesgeschäftsstelle stellte am Tag auch den neuen Klassifikationsflyer vor, der einfach und übersichtlich die vierstufige VDP.Klassifkation der Herkünfte (VDP.GUTSWEIN | VDP.ORTSWEIN | VDP.ERSTE LAGE und VDP.GROSSE LAGE) darstellt. Dieser steht ab sofort auch bereit: zum Download

Für die zügige Umsetzung des Projektes Lagendigitalisierung, eine digitale und interaktive Lagenansicht mit umfassenden Fakten und Informationen zu allen VDP.GROSSEN LAGEN, gab es ein einmütiges Votum der anwesenden VDP.Weingüter. Diese wird es ermöglichen, die VDP.Klassifikation für Weinliebhaber transparent und anschaulich nachzuvollziehen; ob Hangneigung, Fotoansicht, Geologie oder Wissenswertes zur Historie zur Lage. Die Voraussetzung dazu wird derzeit durch eine bundesweite Datenharmonisierung aller gesetzlichen Einzellagen durch das Deutsche Weininstitut angestrebt.

Der VDP gliedert sich in einen Bundesverband mit neun Regionalverbänden. Die Organe des Bundesverbandes sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten (Steffen Christmann), sechs Vizepräsidenten sowie den Vorsitzenden der Regionalverbände. Die Mitgliederversammlung kommt einmal im Jahr zusammen, um die Verbandsarbeit zu gestalten und eine gemeinsame Marschroute festzulegen.

Der VDP ist die älteste und einzige nationale Vereinigung von Spitzenweingütern in der Welt. 200 Prädikatsweingüter haben sich selbst strenge Qualitätsstandards und Maßstäbe auferlegt – vom Weinberg bis zum Flasche. Die 2012 verabschiedete, vierstufige VDP.Klassifikationspyramide definiert die Qualität ihrer Weine nach der Herkunft: VDP.GUTSWEIN, VDP.ORTSWEIN, VDP.ERSTE LAGE und VDP.GROSSE LAGE. Der VDP.Traubenadler auf der Flaschenkapsel ist das Güte(r)siegel. Es steht für eine terroirgeprägte und handwerkliche Weinbereitung.