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ERSTE LAGE WÜRTTEMBERG


The Neckar River runs through the heart of the Württemberg wine-growing region. From its upper course near Tübingen to its confluence with the Rhine near Heidelberg, it shapes a landscape that is both charming and inviting. For 250 romantic kilometers (155 miles) it winds its way through the Jurassic soils of the Swabian Alb and the keuper near Stuttgart, then cuts its way northward through shell-limestone in a series of deep bends. In the course of several million years, together with its tributaries, the Kocher, Jagst, Murr, Enz and Rems rivers, the Neckar has created a contemporary, regional viticultural landscape that is at once unique and extraordinarily diverse.

Württemberg’s vines grow primarily on deep, weathered, warm, red keuper soils that are the deposits of an ancient sea. Thanks to layers of gypsum keuper and colored marl, which are naturally rich in minerals and nutrients, the Rems Valley, the Bottwar Valley, the Stomberg and the Zabergäu, as well as the areas near Heilbronn and the Hohenlohe, are particularly fertile.

The steep slopes in the narrow bends of the middle Neckar Valley, as well as along the Enz, Jagst and Kocher rivers, consist primarily of fossil-rich shell limestone. The small terraced vineyards, supported by heat-retaining, natural stone walls, bear witness to Württemberg’s centuries-old viticultural tradition.

At this time, descriptions of the individual sites are available in German only.


GUNDELSHEIM


HIMMELREICH

Beim Gundelsheimer Deutschordensschloss krönt das Himmelreich zwischen 120 und 200 Meter Meereshöhe einen Steilhang des Neckars. Eine Bewertung dieser terrassierten Steillage überliefert uns bereits Johann Philipp Bronner, der bekannteste deutsche Weinbaufachmann des 19. Jahrhunderts in seiner „Abhandlung über den Weinbau im Königreich Württemberg“ aus dem Jahre 1837: „Diese herrliche südsüdwestliche Weinlage umfaßt alle Erfordernisse zu einem vorzüglichen Weinbauverhältnis. Abdachung, Exposition und Boden vereinigen sich hier unter den günstigsten Verhältnissen“. In der Tat türmen sich im Himmelreich bis zu sechs Meter hohe Trockenmauern übereinander, unterbrochen durch Querriegel und verbunden durch ein Gewirr von Staffeln und Treppen. In den Terrassen zeigt sich der bräunlich-humose Boden, durchsetzt mit hellen Bruchstücken der anstehenden Muschelkalkfelsen. Bei einer Hangneigung von nahezu 100 %  ergeben sich im Zusammenspiel mit den wärmespeichernden Mauern ideale Wuchsbedingungen für die bis zu 60 Jahre alten Reben.

Staatsweingut Weinsberg   -   Spätburgunder


NECKARSULM


SCHEUERBERG

Seit Ende des 13. Jahrhunderts wird am Scheuerberg Wein angebaut. Der Ursprung seines Namens glaubt man in seiner Form zu sehen. Diese erinnert an ein Scheunendach. Scheuer ist das schwäbische Wort für Scheune. Heute liegt zu den Füßen des Berges die Zweirad- und Automobilstadt Neckarsulm. Durch seine keilförmige Ausrichtung von Südwesten nach Nordosten stellt der Scheuerberg eine Wetterscheide dar. So ziehen vor allem Unwetter an ihm vorbei in den Odenwald oder das Weinsberger Tal ab. Der Weinberg ist nach West-Südwest ausgerichtet und genießt eine optimale Sonneneinstrahlung. Auf den reinen Gipskeuperböden gedeihen kräftige, vollmundige Spätburgunder, die sich aufgrund des hohen Kalkanteils durch besondere Finesse auszeichnen.

Weingut Drautz-Able   -   Spätburgunder


VERRENBERG


VERRENBERG

Die Lage Verrenberg wurde im Jahre 1260 erstmals urkundlich erwähnt. Die gleichnamige Ortschaft wurde nach dieser Weinlage benannt. Der Verrenberg ist ein absoluter Südhang, der auf einer Höhe von 260-310 m über NN gelegen ist und eine Steigung von bis zu 45 % aufweist. Der Hang zeigt eine leichte Muldenbildung, so dass die Weinberge windgeschützt liegen. In Kombination mit der optimalen Sonneneinstrahlung herrscht im Verrenberg ein begünstigtes Kleinklima vor, das den Trauben zu hoher Reife verhilft. Im Verrenberg findet sich Gipskeuperboden, der teilweise Einlagerungen von Muschelkalk aufweist.

Weingut Fürst zu Hohenlohe-Öhringen   -   Riesling, Spätburgunder, Lemberger


WEINSBERG


SCHEMELSBERG

Ob die Reste eines Römerbades am Fuß des Schemelsberges auch auf antiken Weinbau verweisen, bleibt ungeklärt. Sicher hingegen ist die erste urkundliche Nennung des Weinberges im 14. Jahrhundert und sein weithin sichtbares, markantes stufenförmiges Geländeprofil, welches seinen Namen erklärt. Im oberen Drittel des Rebhanges sind bei 280 m ü. N.N. die grau bis rötlichen Mergel des Gipskeupers mit Bruchstücken und Sandbeimengungen des Schilfsandsteines versetzt. Gemeinsam mit der Südorientierung des 40 % steilen Hanges ergeben sich somit ideale Voraussetzungen für eine ausgewogene und nachhaltige Ausreife der Riesling-Trauben. Die Lage Schemelsberg ist im Alleinbesitz des Staatsweingutes Weinsberg.

Staatsweingut Weinsberg   -   Riesling


ABSTATT


BURG WILDECK

Überragt von der Burg Wildeck aus dem 14. Jahrhundert ist die gleichnamige Lage im Alleinbesitz des Staatsweinguts Weinsberg. In einer Höhenlage von 330 - 370 m gedeihen die Riesling-Reben auf grau-rötlichen Keupermergeln, die mit Verwitterungen des Kieselsandsteins durchsetzt sind. Der durch die Höhenlage geprägte langsame Reifeverlauf sowie der lehmig-sandige Boden ergeben Standorteigenschaften, die sich im Burg Wildecker Riesling durch eine feinfruchtige Art ausdrücken und ihm Finesse und Eleganz verleihen. Alte Gerichtsakten aus dem Jahr 1653 berichten, dass der Burg Wildecker Weißwein bereits vor 350 Jahren aufgrund seiner außergewöhnlichen Güte „besonders abgelesen und gelagert wurde“.

Staatsweingut Weinsberg      -   Riesling, Spätburgunder


HEILBRONN


STIFTSBERG

Der Stiftsberg wurde 1281 erstmals unter dem Namen „Stifteberch“ erwähnt. Der Name dieser Lage geht auf den damaligen Besitzer, das Stift Comburg, zurück. Obwohl das Eigentum an diesem Weinberg in der Folge oft wechselte, verblieb er doch noch lange Zeit in kirchlichen Besitztümern. Heute gilt der Stiftsberg als die bevorzugteste Lage der Stadt Heilbronn; dies gilt insbesondere für den hier in rund 245 m Höhe wachsenden Riesling. Der Boden entstand durch Verwitterung von kalkhaltigem Tonstein des Gipskeupers. Die charakteristischen Gipseinlagen waren an manchen Stellen so mächtig, dass sie früher sogar abgebaut wurden.

Weingut Drautz-Able   -   Riesling


SCHWAIGERN


RUTHE

Die Ruthe in Schwaigern ist ein auf 260-290 m über NN gelegener Südhang. Der Name kommt aus dem späten Mittelalter und bedeutet soviel wie Rodung. Erstmals erwähnt wurde die Lage im Jahre 1385. Die Weinberge in der Ruthe sind bei einer Steigung von rund 45 % in Querterrassen angelegt. Dadurch kommt es zu einer hohen Sonneneinstrahlung, was zu früher Blüte und einer hohen Reife der Trauben führt. Der Boden ist ein Gipskeuper mit Einlagerungen von buntem Mergel.

Weingut des Grafen Neipperg   -   Riesling, Lemberger


NEIPPERG


SCHLOSSBERG

Der Schlossberg liegt unterhalb der Stammburg der Familie Neipperg und wurde durch Rodungsmaßnahmen im 13. Jahrhundert erstmalig angelegt. In den steilen, terrassierten Weinbergen wird vorwiegend Lemberger und Riesling angebaut. Der nährstoffreiche, besonders tiefgründige Keuper-Boden mit Lössanteilen verleiht den Reben Kraft und Lebendigkeit. Durch die Südausrichtung der Lage ist der Standort karg und warm, was der Finesse der Weine zugute kommt.

Weingut des Grafen Neipperg   -   Riesling, Spätburgunder, Lemberger


PFAFFENHOFEN


HOHENBERG

Der Hohenberg bildet am südwestlichen Ausläufer des Heuchelbergs gelegen einen letzten Höhepunkt im Zabergäu. Geschützt durch diesen Höhenzug ist die Region mit ihrem milden Klima und den nährstoffreichen Keuperböden eine der fruchtbarsten Weinlandschaften Württembergs und seit langem vor allem für gehaltvolle Rotweine bekannt. Im bei Pfaffenhofen gelegenen Hohenberg, der sich direkt über dem idyllischen Dorf bis zu 60 Prozent steil auf eine Höhe von 215 bis 280 Meter erhebt, wird dieses Terroir durch ein darüber aufliegendes Schilfsandsteinplateau bereichert. Durch Erosion dieser Schicht wurden hier die grau-violetten Mergeln des Gipskeupers mit Bruchstücken und zu Sand aufgewitterten Anteilen dieser Felsen vermengt. Insbesondere im historisch wertvollsten Filetstück dieser Lage, dem zwischen Pfaffenhofen und Weiler nach Süd-Südwest ausgerichteten Gewann Mühlberg, entstand durch diesen Eintrag des Schilfsandsteins ein bevorzugtes Terroir mit mineralreichem, aber gut durchwurzelbarem und nicht zu schwerem Boden, der gleichermaßen saftige, als auch finessenreiche Gewächse entstehen lässt.

Weingut Wachtstetter   -   Riesling


MAULBRONN


EILFINGERBERG

Die Mönche des weltberühmten Zisterzienserklosters Maulbronn legten bereits vor rund 850 Jahren jenen Weinberg an, der 1872 als Eilfingerberg in den Besitz der Württemberger Herzöge überging. Die Herkunft des Namens erzählt ein alte Legende: Die nach strengen Ordensregeln lebenden Mönche durften während der Fastenzeit keinen Wein trinken. Um trotzdem ab und zu in den Genuss des Rebensaftes zu kommen, tauchten sie jedoch oft heimlich ihre Finger in ein Fass, um sie hernach abzuschlecken. Beim besten Wein im Keller wünschte sich so mancher Klosterbruder dabei elf (historisch: „eilf“) statt nur zehn Finger zu haben. Die Rieslinge des 15-50 % steilen, nach Süden ausgerichteten Eilfingerbergs haben ein sehr eigenständiges Profil. Der leicht erwärmbare Schilfsandsteinboden verleiht Eleganz und Rasse während der Untergrund aus Gipskeuper für Nachhaltigkeit und Komplexität sorgt.

Weingut Herzog von Württemberg   -   Riesling, Lemberger


BÖNNIGHEIM


SONNENBERG

Der Bönnigheimer Sonnenberg liegt im Herzen des Württembergischen Unterlandes an den Ausläufern des Strombergs. Der Weinberg wurde bereits 793 erstmals urkundlich erwähnt und seine Gewächse wurden schon früh an bischöflichen und fürstlichen Tafeln geschätzt. Die windgeschützte Lage trägt ihren Namen aufgrund der extremen Süd-Ausrichtung, der Hangneigung von bis zu 49 % und der damit einhergehenden intensiven Sonneneinstrahlung zu Recht. Auf 180-250 m über NN sind hier überwiegend Riesling- und Lemberger-Rebstöcke gepflanzt. Auf den schweren, mineralreichen Keuperböden reifen kräftige Weine mit überdurchschnittlichem Lagerpotential.

Weingut Ernst Dautel   -   Riesling


SCHOZACH


ROTER BERG

Der Rote Berg ist eine 17 Hektar große nach Süd-Südwest exponierte Hanglage mit Blick auf den Ort Schozach. Mit einer Steigung von 45 % ist sie auf einer Höhe von 280 m über NN gelegen. Das Kleinklima im Roten Berg kann zu Extremen neigen. Bedingt durch thermische Luftströmungen kommt es hier tagsüber zu starker Erwärmung bei gleichzeitiger kräftiger Abkühlung in den Nächten. Die Rieslinge aus dem Roten Berg zeigen daher einen sehr ausgeprägten Sortencharakter sowie eine feine Frucht in Kombination mit mineralischen Aromen. Sie haben stets ein hohes Potential zur Reife. Der Name der Lage rührt von der rötlichen Färbung des vom Keuper mit Muschelkalkeinlagen geprägten Bodens.

Weingut Graf zu Bentzel-Sturmfeder   -   Riesling, Spätburgunder, Lemberger


HOHENBEILSTEIN


SCHLOSSWENGERT

Am Westrand der Löwensteiner Berge liegt im oberen Bottwartal die auch „Langhans“ genannte Stauferburg Hohenbeilstein. Die Rebhänge des Schlossweinguts, die diese Burg umgeben, sind teilweise von Trockenmauern gestützt und bieten mit einer Exposition nach Süd-Südwesten und einer Hangneigung von 35-45 % ideale Voraussetzungen für den Anbau von Riesling-Reben. Der Schlosswengert wurde zwischen 1906 und 1907 von dem Trikotagenfabrikanten Robert Vollmöller arrondiert und befindet sich seitdem im Alleinbesitz des Schlossgutes Hohenbeilstein. Die hier auf Gipskeuperböden gepflanzten Riesling-Rebstöcke weisen ein Alter von bis zu 50 Jahren auf.

Schlossgut Hohenbeilstein   -   Riesling, Spätburgunder, Lemberger


KLEINBOTTWAR


OBERER BERG

Der Obere Berg ist eine gut durchlüftete, freigestellte Lage, die auf einer Höhe von 220 bis 280 Metern über NN direkt neben dem „Süßmund“ gelegen ist. Auf diesem Oberen Berg hat man einen weiten Horizont und kann rund 30 km weit über die Landschaft schauen.Mit einer nach Südsüdwest expositioniert Hangneigung von 25 bis 40 % genießt der Obere Berg eine sehr lange Sonneneinstrahlung. Der tiefgründige Keuperboden sichert den Rebstöcken dabei eine gute Wasserversorgung. Die Weine vom Oberen Berg haben stets viel Schmelz, zeigen dabei aber auch Finesse und eine feine Frucht.

Weingut Graf Adelmann   -   Lemberger

SÜSSMUND

Der Süßmund ist eine der bekanntesten Lagen Württembergs, die schon im 18. Jahrhundert nachweisbar ist. Schon früh wurden die Weine mit dem drei- bis vierfachen Preis des am Ort üblichen bezahlt. Der Name Süßmund weist darauf hin, dass die Weine regelmäßig von sehr hoher Qualität waren. Bis zum heutigen Tag ist die Lage fast ausschließlich mit Riesling bepflanzt. Der Süßmund liegt auf einer Höhe von 250-350 m über dem Meeresspiegel und ist ein Süd-Südwesthang mit 40-50 % Steigung. Auf den dort anstehenden steinreichen Mergelböden des Keupers sind die Erträge von Natur aus gering. Sie bewegen sich bei 40 hl/ha ohne jede Ertragsdisziplinierung. Das Alter der Anlage beträgt gegenwärtig 25-29 Jahre.

Weingut Graf Adelmann   -   Riesling

 


UNTERTÜRKHEIM


GIPS

Durch die Nähe zum Talkessel des Neckars beginnt die Vegetationsperiode des Untertürkheimer Gips im Mittel eine Woche früher als im Umland. Die Weinberge liegen geschützt in diesem Talkessel, da aufkommende Kaltluft rechts und links an den Taleinschnitten vorbei strömt. Die Keuperböden besitzen aufgrund von starken Gipseinschlüssen die Wärme sehr gut speichern. Von den Gipsvorkommen im Boden, die hier an den ehemaligen Abbruchstellen im Berg zwischen 1870 und 1970 abgebaut wurden, stammt der Name dieser Lage. Der Weinberg selbst bringt jedoch schon seit 1200 Jahren Weine hervor, die durch eine deutliche Mineralität, Komplexität und gute Pufferung der Säure bekannt sind.

Weingut Aldinger   -   Riesling, Spätburgunder

MÖNCHBERG


Der Untertürkheimer Mönchberg ist eine der ältesten und besten Weinbergslagen im
Besitz des Hauses Württemberg und mit einer Hangneigung von bis zu 60 Prozent von Südost über Süd nach Südwest drehend angelegt. Der mit Steinen durchsetzte Gipskeuper-Boden erstreckt sich steil und geschützt entlang des Stuttgarter Talkessels. Die südliche Exposition sorgt dafür, dass hier die Rebknospen im Frühjahr besonders zeitig austreiben. Das wusste auch König Wilhelm I. von Württemberg, als er in einem Brief an die Hofdomänekammer 1824 selbige anwies, den Weinbergsbesitz am Mönchberg nach Möglichkeit auszudehnen. Wörtlich schrieb er, dass „ … wenn sich zu weiterer Arrondierung [der Weinberge] in Untertürkheim für nicht zu hohe Preise gute Gelegenheit zeigen sollte, solche zu benützen wäre.“

Weingut Herzog von Württemberg      -    Lemberger


HERZOGENBERG

Der Blick von dem nach Süden ausgerichteten Weinberg beim Stuttgarter Vorort Untertürkheim über das Neckartal und die nahe Landeshauptstadt bietet ein weites Panorama auf diese schöne Kulturlandschaft. Der Herzogenberg verdankt seinen Namen der früheren Bewirtschaftung des Gewanns durch die Württemberger Herzöge, die unweit von hier ihren Stammsitz hatten. Heute befindet sich die Lage in Alleinbesitz der Familie Wöhrwag. Die Weine dieses geschützten, rund 40 % geneigten Hanges werden geprägt vom Zusammenspiel von alten Rebstöcken und den mit Gipsgestein durchzogenen Keuperböden.

Weingut Wöhrwag   -   Riesling


UHLBACH


GÖTZENBERG

Der unweit der ehemaligen Württembergischen Stammburg gelegene Götzenberg liegt in einem vor Nord- und Ostwind geschützten, sich zu einem kleinen Kessel öffnenden Seitental des Neckars im romantischen Stuttgarter Ortsteil Uhlbach. Besonders bevorzugt ist hier das Gewann Steingrube, in dem früher rund 20 Klöster und Kirchen Weinbergsbesitz hatten und in dessen Grundbüchern sich sogar König Heinrich VII finden lässt. Der leicht erwärmbare Schilfsandsteinboden des mittleren Keupers prägen diese Lage ebenso wie die gute Durchlüftung, die durch ein sich bei Sonneneinstrahlung einstellendes thermisches Aufwindsystem bedingt ist, das man an dem im engen Uhlbacher Tal entstehenden starken, aber warmen Talwind erkennen kann. Dadurch sind hier oft besonders lange Reifezeiten möglich. Der Name des Götzenbergs geht auf den Fund einer antiken Kultstätte aus der Hallstattzeit im Jahr 1820 zurück.

Weingut Rainer Schnaitmann   -   Riesling


FELLBACH


LÄMMLER

Der Fellbacher Lämmler ist eine geschützte Südhanglage, die mit einer Steigung von 35 % am Fuß des Kappelberges gelegen ist. Die Bezeichnung des Flurstücks deutet vermutlich auf den Namen der Familie Lämmle hin, in deren Besitz die Lage seit Jahrhunderten war. Bedingt durch thermische Luftströmungen kommt es im Lämmler tagsüber zu starker Erwärmung, während es nachts kräftig abkühlt. Die Trauben erhalten so ihr intensives Fruchtaroma. Der Lämmler ist an der Bruchstelle der Schurwaldrandverwerfung zum Neckartal gelegen. Mit Schilfsandsteinverwitterung und buntem Mergel hat die Lage einen Boden aus Materialien des mittleren Keupers.

Weingut Gerhard Aldinger   -    Riesling, Lemberger
Weiner Rainer Schnaitmann   -   Riesling, Lemberger


STETTEN


PULVERMÄCHER

Der Stettener Pulvermächer wurde erstmals im Jahre 1650 erwähnt. Der Name hängt mit der nahe liegenden Steingrube zusammen, in der vom „Pulvermächer“ (der altertümlichen Berufsbezeichnung für einen Sprengmeister) Steinsprengungen vorgenommen wurden. Die teilweise terrassierten Weinberge liegen in einem windgeschützten Seitenarm des Remstales und umgeben die romantische Ruine Yburg. Insbesondere in diesen Terrassen, die den wertvollsten Teil der Lage darstellen, wird die Wärme besonders gut gespeichert. Der Pulvermächer ist ein Süd- Südwesthang mit einer Steigung von bis zu 60 % auf einer Höhe von 330-360 m über NN. Der Boden ist geprägt von Keuper-Verwitterungsgestein, teilweise mit Einlagen von sandigem Lehm.

Weingut Karl Haidle   -   Riesling

BROTWASSER

Die direkt unterhalb der Ruine Yburg gelegenen, bis zu 60 % steilen Terrassen des Brotwassers sind seit langer Zeit für hochfeine Riesling-Weine von sehr guter Lagerfähigkeit bekannt. Der Name geht auf eine Stettener Hofdame des 17. Jahrhunderts zurück, die sich den damals üblichen Krug zum Aufweichen des trockenen Brotes bei Tisch statt mit Wasser mit ihrem Lieblingswein füllen ließ. Die Monolpol-Lage wurde 1664 bis 1666 vom Hause Württemberg erworben. Der hier hervortretende Schilfsandstein verleiht den Rieslingen filigrane, feinfruchtige Aromen und einen elegant-rassigen Körper.

Weingut Herzog von Württemberg   -   Riesling

MÖNCHBERG

Die Weinbergslage mit Ausrichtung Südost liegt weit im Stettener Tal und der Blick vom Weinberg führt, von den gegenüberliegenden Streuobstwiesen und Weinbergen, auf die bewaldete Erhebung des Kernen mit 513 Metern. Seit 1447 finden sich Erwähnungen von Mönchbergen und speziell in dieser Lage gibt es Verbindungen zum Kloster St. Gallen. Durch den Höhenzug des Schurwaldes (430 Meter) ist die Lage sowohl von West- als auch von Ostwinden geschützt. Deshalb zählt der Mönchberg auch zu den wärmsten Plätzen. Das Gelände südlich des Weinbergs ist durch die Bergklinge eingeschnitten und wertet das Kleinklima der Lage nochmals auf. Der gut durchlüftete und leicht erwärmbare Keuperverwitterungsboden ist reich an Mineralien. Eine weitere Besonderheit sind die wasserführenden Schichten in dem Keupergestein.

Weingut Karl Haidle     -     Lemberger


SCHNAIT


ALTENBERG

Im landschaftlich reizvollen Remstal, umrahmt von den rund 500 m hohen Hügeln des Schurwaldes, liegt in 320-380 m Höhe der Schnaiter Altenberg. Der Name geht darauf zurück, dass sich früher die Winzer im Alter oft auf die besten ortsnahen Weinberge konzentrierten und diese dann meist bis zum Tod behielten. Die Hangneigung dieser Lage beträgt bei südwestlicher Exposition rund 30-40%. Besonders günstig für das Rebwachstum ist auch die Lage in einem kleinen Seitental der Rems, wodurch die Trauben in ihrer Reifephase vor Winden und Nebel geschützt sind. Die rund 25 Jahre alten Rieslingstöcke stehen hier auf einem Boden aus Keuper und buntem Mergel, der mit Buntsandstein-Einmischungen durchsetzt ist.

Weingut Jürgen Ellwanger   -   Riesling

BURGHALDE

Die Burghalde wurde 1600 erstmals urkundlicher erwähnt und trug bis 1971 den Namen Schnaiter Halde. Dieser in einem geschützten Seitental des malerischen Remstals gelegene, rund 35 % steile Hang ist für Rotweine von besonderer Qualität prädestiniert. Neben dem Trollinger werden hier seit 40 Jahren sehr erfolgreich auf sandigem Lehmböden von buntem Mergel in einer Meereshöhe von 300 bis 350 Metern duftige Spätburgunder erzeugt. Die süd-südwestliche Ausrichtung trägt ebenso zur Ausreifung der Trauben bei wie der klimatische Schutz durch den umliegenden Schurwald.

Weingut Karl Haidle   -   Spätburgunder


HEBSACKER


LICHTENBERG

Im Herzen des oberen Remstales umrahmt von den Hügeln des Schurwaldes liegt der Hebsacker Lichtenberg, der so idyllisch gelegen ist, dass in einem Weinbergshäuschen das örtliche Standesamt eingerichtet wurde. Durch seine eingebettete Lage und die Weinbergsmauer, die ihn durchzieht, ist er perfekt vor den Westwinden geschützt. Reben, Streuobstwiesen und Wald bestimmen sein Gesicht, was auf seinen schweren Keuperböden, die mit buntem Merkel durchsetzt sind, eine reiche Flora und Fauna hervorbringt. Auf 350 m über NN, entspringt eine Quelle welche über die 45 % steilen Hänge, die Reben in den heißen Sommern mit ausreichende Wasser versorgt. Durch diese perfekten naturellen Bedingungen und dis südliche Ausrichtung, ist er bestens für den Anbau von kräftigen und würzigen Lembergern geeignet. 

Weingut Jürgen Ellwanger   -   Spätburgunder, Lemberger


Die ERSTEN LAGEN


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GUNDELSHEIM
Himmelreich

NECKARSULM
Scheuerberg

VERRENBERG
Verrenberg

WEINSBERG
Schemelsberg

ABSTATT
Burg Wildeck

HEILBRONN
Stiftsberg

SCHWAIGERN
Ruthe

NEIPPERG
Schlossberg

PFAFFENHOFEN
Hohenberg

SCHOZACH
Rote Berg

HOHENBEILSTEIN
Schlosswengert

KLEINBOTTWAR
Süßmund

BÖNNIGHEIM
Sonnenberg

MAULBRONN
Eilfingerberg

UNTERTÜRKHEIM
Gips
Herzogenberg

UHLBACH
Götzenberg

FELLBACH
Lämmler

STETTEN
Brotwasser
Pulvermächer

SCHNAIT
Altenberg
Burghalde

HEBSACKER
Lichtenberg