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ERSTE LAGE BADEN


BADEN - Burgunder (Pinot) country with Riesling enclaves

Baden is a little wine universe of its own, embedded in a rich cultural landscape. On one side, there is the Bodensee (Lake Constance), with its view of the Alps; on the other side, the wonderful landscape of the Tauber River Valley. Here, the gently rounded hills of Heidelberg; there, the massif of the Kaiserstuhl that majestically overlooks the Rhine Valley. Viticultural diversity here is not merely a whim of the times, but rather something that has evolved naturally, as have its climatic and geological differences.

Such extreme differences in landscape naturally result in very distinctive microclimates, soil conditions and levels of inclination. The subsoils, for example, range from gravel to limestone, shell-limestone, loess, volcanic stone, granite, gneiss and keuper. The climate in a region whose vineyards are up to 400 km (250 miles) apart is no less diverse than the soils. Baden’s leading producers are savvy enough to regard viticulture from both a Romance and Germanic perspective. They have long been as familiar with cultivating Pinot grapes as with dealing with Riesling. Baden is Pinot country. Led by Spätburgunder (Pinot Noir), the main grape variety, the Pinot family accounts for over half of Baden’s total vineyard area. Although Riesling accounts for only about 8% of the growing area, it is no less significant. Riesling wines of exceptional quality are produced in the Riesling enclaves of the Ortenau, Kraichgau and Kaiserstuhl. With the Pinots, they are the center of Baden’s wine universe. 

At this time, descriptions of the individual sites are available in German only.

REICHOLZHEIM


SATZENBERG

Die Lage Satzenberg ist eine der historischsten Weinlagen des Taubertales. In Sichtweite des Kloster Bronnbach liegt diese Reblage die 1318 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Durch Schenkungen der Reichholzheimer Bevölkerung kam der Berg dann ab dem 16. Jahrhundert komplett in den Besitz des ehemaligen Zisterzienserklosters Bornnbach.
Der Satzenberg, die einzige noch bestockte terrassierte Steillage des Taubertals hat eine Süd-Südost-Exposition. Der dunkle Boden des oberen Bundsandstein dient als Wärmespeicher und garantiert eine hohe Zuckerbildung und Mineralität der Weine. Nach Norden schützt ein Waldstreifen vor kalten Nordwinden. Dadurch entsteht ein für Reben gutes Kleinklima, das für einen frühen Austrieb sorgt. Die Gesamtfläche beträgt 7,8 ha von denen derzeit 2,5 ha bestockt sind.

Weingut Konrad Schlör      -     Riesling


NEUWEIER


MAUERBERG „MAUER-WEIN“ & „GOLDENES LOCH“

Beim Mauerberg handelt es sich um eine terrassierte Anlage, die in Ihrer Bodenstruktur sehr selten vorkommende Ablagerungen des Oberkarbon aufweist. Porphyrschutt, Granit, Löß und Lehm bilden die Auflage. Die beiden nebeneinander liegenden Teilstücke „Mauer-Wein“ und „Das goldene Loch“ sind trotz der Ähnlichkeit ihrer Bodenstruktur in ihrem Charakter sehr verschieden. So handelt es sich bei der Anlage „Das goldene Loch" um einen steilen Kessel dessen Einmuldung einem Hohlspiegel gleicht. Die Terrassen sind mit Böschungen angelegt. Mit einer Hangneigung von 60 % sind die Weinberge nach Süd-West exponiert. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages, die von den Vogesen im Westen auf die Rebberge am Schwarzwaldrand fallen, lassen die Lage in einem goldenen Licht erscheinen. Daher kommt der Name „Das goldene Loch". Der „Mauer-Wein“ hingegen ist ein Steilhang mit einer Steigung bis zu 80 %, der nach Süden exponiert ist. Dieser sehr alte Weinberg ist optisch mit seinen hohen, steilen Trockenmauern eine Augenweide. Ebenso unterscheiden sich die Charaktere der Weine voneinander. Während der „Mauer-Wein“ durch seine mineralische, kräuterartige Note geprägt ist, hat „Das goldene Loch“ einen eher fruchtigen, honigartigen, kräftigeren Charakter.

Weingut Schloss Neuweier   -   Riesling


DURBACH


PLAUELRAIN

Der Plauelrain liegt auf der Südseite des Durbachtals, das sich von Osten her 15 km lang in Richtung Rhein hinzieht. Seine gute Ausrichtung von Südost bis Südwest und Steigungen von über 80 % sind besonders interessant für anspruchsvolle Rebsorten. Der karge Urgesteinsboden im Plauelrain bietet optimale Voraussetzungen für den hohen Anspruch der Rebe, besonders für den Riesling (auch „Klingelberger“ genannt). Ein durchgängiger Waldsaum schützt den Weinberg gegen kalte Winde. Die Steillage Plauelrain ist geprägt von sehr sandigem Boden, der im Laufe der Jahre aus Granitverwitterungen entstanden ist. Aufgrund dieser Eigenschaft erwärmt sich der Boden sehr schnell und kann durch den hohen Steinanteil diese Wärme über lange Zeit speichern. Die Böden im Plauelrain sind steinig, nur wenig Erde bedeckt den Fels. Deshalb wachsen die Rebwurzeln in die tiefer gelegenen Felsspalten des verwitterten Granits, wo sie aus dem warmen Boden rasch wichtige Nährstoffe und Mineralien aufnehmen können. Zudem findet man dort auch wichtige „Bodenschätze“ wie z.B. Granit, Porphyr, Gneis und Achat. Diese geben den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter.

Weingut Andreas Laible   -   Riesling, Grauer Burgunder, Spätburgunder


ZELL-WEIERBACH


ABTSBERG

Die ersten Belege von der Lage Abtsberg stammen aus dem Jahre 1242. Damals mussten die Winzer ihren „Zehnt“ an das Kloster Gengenbach entrichten. So entstand der Lagenname Abtsberg. Die gesamte Lage umfasst circa 60 Hektar der vorgelagerten Hügel der Schwarzwald-Granitberge, wohingegen die Parzelle für den Wein aus ERSTER LAGE, die sich im südwestlichen Teil des Abtsberges befindet, nur 0,5 Hektar groß ist. Es handelt sich dabei um einen südlich exponierten, leicht abfallenden Geländekessel auf einer Höhe von 190 m über NN. In dem Weinberg sind die Weinstöcke ringsum geschützt und gelangen sehr früh zur Blüte und die Trauben entsprechend früh zur Reife. Die Reben wachsen auf fruchtbarem Lößlehmboden mit Muschelkalk, einer in der Ortenau einzigartigen Bodenstruktur, wo gewöhnlich Urgesteinsböden vorherrschen.

Weingut Freiherr von und zu Franckenstein   -   Grauer Burgunder

NEUGESETZ

Die Weinberge der Ortenau erstrecken sich über 50 km an den Westhängen und in den Seitentälern des Schwarzwaldes zwischen Baden-Baden und Lahr. Das Herz der Ortenau bildet die große Kreisstadt Offenburg. Am Fuß des mittleren Schwarzwaldes liegt der Weinberg Neugesetz in einem kleinen, zur Rheinebene hin geöffneten Taleinschnitt. Der Weinberg befindet sich auf der Gemarkung Zell-Weierbach, einem Stadtteil von Offenburg. Durch das angrenzende Gebirge und die Öffnung in südwestlicher Richtung wachsen die Reben hier in einem geschützten Kleinklima. Die Sonneneinstrahlung ist an den steilen Hängen der Lage Neugesetz recht hoch und die eingestrahlte Wärme wird vom durchlüfteten Granitverwitterungsboden gut gespeichert. Beim Neugesetz handelt es sich um den ältesten Weinberg des Weingutes Freiherr von und zu Franckenstein. Bereits 1517 wurden hier die ersten Reben gesetzt. Von dieser Erstbepflanzung leitet sich vermutlich auch der Name der Lage ab: die Reben wurden „neu gesetzt“.

Weingut Freiherr von und zu Franckenstein   -   Riesling, Spätburgunder


BERGHAUPTEN


SCHÜTZENBERG

Eine jahrhundertealte Tradition gibt der Lage ihren Namen. In dieser Weinbergslage stellten sich die Schützen zum Salutschießen bei Festen und Feierlichkeiten der Herrschaft auf. Seine Ausrichtung gen Südost bis Süd enthält einen Steigungswinkel von bis zu 50 %. Im Untergrund befindet sich das Gneisurgestein, darüber schichtet sich ein leicht erwärmbarer und gut durchlüfteter Gneisverwitterungsboden. Die hervorragenden Bodeneigenschaften im Zusammenspiel mit den durch Fallwinde erzeugten hohen Tages- und niedrigen Nachttemperaturen während der Reifezeit, erhalten Frucht und Säuren der Trauben auch in sehr heißen Jahren.

Weingut Freiherr von und zu Franckenstein   -   Riesling, Weißer Burgunder


LAHR


HERRENTISCH

Der Lahrer Herrentisch ist die oberste Südlage des kegelförmigen Lahrer Schutterlindenberges, der sich als Vorberg des Schwarzwaldes in die Rheinebene vorschiebt. Vom Herrentisch hat man einen faszinierenden Blick in die Rheinebene, zu den französischen Vogesen gegenüber im Westen und im Süden über den Kaiserstuhl bis in die burgundische Pforte. Durch die Höhenlage prägen kühle und trocknende Ostwinde und leichte Nordwinde den Charakter der Weine mit. Auf der Kuppe des Herrentisch steht seit Jahrhunderten ein kleiner Lindenwald. Dort - auf dieser höchsten Stelle des Lahrer Hausberges feierte die einheimische Bevölkerung ein Abendmahl. Die Gewannbezeichnung Herrentisch wurde alsdann für die angrenzende Weinbergslage verwendet. Im Untergrund finden sich Löß und Lößlehmböden und am westlichen Teil auch Kalkmergel im Unterboden. Die leichtere Bodenstruktur, die intensive Sonneneinstrahlung zusammen mit der vorhandenen Bewindung sind ideale Voraussetzung für ein gesundes Mikroklima.

Weingut Stadt Lahr   -    Weißer Burgunder


KIRCHGASSE

Die „Lahrer Kirchgasse“ liegt auf der Südseite des Lahrer Schutterlindenberges. Dieser ist als Vorberg des Schwarzwaldes in die Rheinebene vorgeschoben und als Lahrer Hausberg durch seine kegelartige Form mit dem typischen Lindenwald auf der Kuppe weithin als Wahrzeichen ersichtlich. Die kleinen Weinbergterrassen verlaufen teilweise leicht hufeisenförmig entlang des unterschiedlich steilen Südhanges von West nach Ost. In dieser kesselartigen Geländeform wärmt die Sonne den Boden intensiv. Die Bewindung findet hauptsächlich durch warme Süd und Südwestwinde aus der Burgundischen Pforte statt. Hinweise auf Weinbau in dieser Lage lassen sich bis in Jahr 1114 zurückverfolgen. Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein war der Haupterschließungsweg ein Erosionsgraben, der ins Dorf (heutiger Stadtteil Dinglingen) nahe der Martinskirche mündete. In alten Flurkarten werden die westlich dieses Hohlweges gelegenen Südterrassen mit dem Flurnamen „An der Kirchgasse“ benannt. Im Untergrund liegen Kalksteinformationen, die von unterschiedlich starken Löß und Lößlehmschichten überdeckt sind.

Weingut Stadt Lahr   -   Grauer Burgunder, Spätburgunde


MALTERDINGEN


BIENENBERG

Der Malterdinger Bienenberg ist ein Weinberg, der sich steil aus der Rheinebene hervorhebt. Die Hangrichtung ist von Südost bis Südwest. Die Reben stehen zum Teil auf kleinen Terassen und teilweise im leichten Südhang, der noch mit Weinbergsgeräten befahrbar ist. Die Filetstücke des Malterdinger Bienenbergs sind in den Gewannen Willistein, Grabenberg und Atzlenberg. Schon vor über 700 Jahren kultivierten hier Zisterziensermönche aus Burgund kommend Spätburgunder. Diese Mönche fanden hier das gleiche geologische Terroir vor wie in der Cote de Nuits – Muschelkalkverwitterungsboden. Dieser durch Eiseneinlagerung gelblich-rötliche, zum Teil sehr felsige Boden, zwingt einerseits die Reben sehr tief zu wurzeln, andererseits gibt dieses Terroir sehr dienliche Spurenelemente und Mineralien an die Trauben ab, was sich schmeckbar in den Weine wieder findet. Der hohen Weinkultur dieser Mönche verdanken wir auch, dass heute in Rebsortenbüchern und diversen Weinlexika der Spätburgunder neben der Bezeichnung Pinot-Noir auch unter dem Synonym „Malterdinger„ benannt wurde. Unter diesem Begriff war der Wein bis in die Schweiz, ins Allgäu und ins bayrische Donautal bekannt und beliebt.

Weingut Bernhard Huber   -   Riesling, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Spätburgunder


HECKLINGEN


SCHLOSSBERG

Der „Schlossberg“ mit der Burgruine Lichteneck gilt als eine der prägnantesten Weinbergslagen im Breisgau und wird nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bereits seit 1492 weinbaulich genutzt. Es handelt sich um eine Steillage, die reine Handarbeit erfordert und deren  skelettreicher Boden aus hellen gelblichen Muschelkalksteinen entstanden ist. Geologisch höchst selten innerhalb der Schwarzwälder Vorbergzone. Das Kernstück ist von Süd nach Südwest orientiert. Die Lage gilt innerhalb Badens als eine absolute Spitzenlage für Spätburgunder und Chardonnay.

Weingut Bernhard Huber   -   Spätburgunder


BOMBACH


SOMMERHALDE

Dieser Weinberg liegt am östlichen Rand der Breisgauer Weinberge an dem angrenzend der Schwarzwald beginnt. Kühle nächtliche Winde streicheln hier die Trauben und verleihen ihnen stets große Fruchtigkeit. Die Sommerhalde ist eine Südost Lage mit rötlichem eisenhaltigen Boden der mit Muschelkalkadern durchzogen ist. Er ist sehr gut für Spätburgunder geeignet.

Weingut Bernhard Huber   -   Spätburgunder


BURKHEIM


SCHLOSSGARTEN

Am westlichen Ausläufer des Kaiserstuhls liegt die Lage Schlossgarten in Burkheim oberhalb des Stadtkerns inmitten eines Südhangs. Er wird eingerahmt von der Stadt im Osten und dem Burgberg im Westen. Der Weinberg liegt im teilweise terrassierte Südhang, die im unteren Bereich eine Mulde bilden und somit ideal vor Winden geschützt sind. Die Sonne bescheint die ausgesuchten Parzellen den ganzen Tag über. Der Schlossgarten befindet sich am Westrand des „Burkheimer Schlosses“, das seit 1762 nur noch als Ruine existiert und urkundlich 1230 erstmals erwähnt wurde. Erste Rebpflanzungen sind bereits in fränkischer Zeit um 750 im Zuge der Anlage von Terassen-Weinbergen erwähnt. Der Boden besteht aus Vulkanverwitterungs-Grundgestein, dass sich aus Laven und Tuffen zusammensetzt und überlagert ist von fruchtbarem Löß, einem äolischem Schluffsediment, welches nach den Eiszeiten an den Kaiserstuhl angeweht wurde. Diese poröse, kalkhaltigen Bodenart zeichnet sich besonders durch ihre wasserspeichernden Eigenschaften und ihren Mineralienreichtum aus. Diese optimalen Bedingungen tragen ihren Teil dazu bei, dass die dort erzeugten Grauer Burgunder durch kraftvolle Eleganz und Finesse bestechen..

Weingut Bercher   -   Grauer Burgunder


FEUERBERG

Die in Terrassen angelegten Weinberge des Feuerberges liegen auf einer Höhe von 230-240 m über NN im westlichen Kaiserstuhl. Im oberen Drittel gelegene Parzellen sind nach Süden geneigt und so vor kalten Nordwinden geschützt. Die Sonne strahlt von früh bis spät in diesen Hang ein. Der dunkle Boden speichert diese Wärme, die er nachts wieder an die Reben abgibt. Wegen dieses warmen Klimas und des vulkanischen Ursprungs, wurde die Weinbergslage auf den Namen „Feuerberg" getauft. Es handelt sich hier um einen Vulkanverwitterungsboden mit Lößauflagen. Der stark sandige Lehm hat einen schwachen Steinanteil und ist mäßig kalkhaltig.

Weingut Bercher   -   Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder


OBERROTWEIL


EICHBERG

Die Süd-Südöstlich ausgerichtete Lage Eichberg liegt am westlichen Rand des Kaiserstuhls zwischen Oberrotweil und Bischoffingen und ist ein kleiner Bergrücken vulkanischen Ursprungs. Der Hang liegt vollständig sonnen-exponiert, ohne Abschattung durch andere Berge. Die Ausgangsgesteine des Eichbergs sind mineralische, vulkanische Aschen und Tuffe. Durch die Verwitterung ist ein schwerer, dunkler Boden entstanden, der die Wärme des Tages speichert und in der Nacht wieder abgibt. Die Reben können in diesem Boden tief wurzeln und extreme Witterungssituationen gut ausgleichen.

Weingut Salwey   -   Grauer Burgunder, Spätburgunder


KIRCHBERG

Die Lage Kirchberg in Oberrotweil ist eine nach Süden exponierte Lage in einem kleinen nach Südwesten zur Rheinebene offenen Kessel des Kaiserstuhls. Die Höhenlage ist 205-230 m über NN. Sie ist mit 4,5 Hektar die kleinste am Kaiserstuhl abgegrenzte Lage. Der Name stammt von der Kirche eines kleinen Frauenklosters, welches im Mittelalter in diesem Tal lag. Das Wappen im Torbogen der Rebhütte deutet auf ehemals gräflichen Besitz des Weinbergs. Die Neigung nach Süden sorgt für eine optimale Sonneneinstrahlung dieser Bergnase. Der steinige Boden speichert die Wärme und gibt sie nach Sonnenuntergang langsam wieder ab. Das Ausgangsgestein des felsigen Bodens ist der dunkelgraue bis schwarze Tephrit. Tiefere Spalten sind mit Klingstein (Phonolithlaven) gefüllt. Wo dieser zu Tage tritt, kann man im Boden schwarze Granate (Melanite) finden. Dieser für die Rebe sehr fruchtbare, steinige Boden und Unterboden erschwert dagegen die Bewirtschaftung der Weinberge.

Weingut Salwey   -   Weißer Burgunder, Spätburgunder

KÄSLEBERG

Der Käsleberg ist ein kleiner Bergrücken südlich des Ortskerns von Oberrotweil. Durch Winde, die von Südwesten her auf den Berg einbliesen und durch die besondere geologische Form des Kaiserstuhls entstand dieser Weinberg. Die Terrassierung des Käslebergs, welche in Jahrhundertelanger Bewirtschaftung geschaffen wurde, sorgt für eine optimale Wärmeausnutzung und ein ideales Kleinklima. Am Boden ist der Käsleberg geprägt vom
Löß als Ausgangsgestein. Dieser ist während der Eiszeit aus dem Geschiebe der Alpengletscher auf den Käsleberg geweht worden. An bestimmten Stellen, meist in Hohlwegen, lassen sich bis zu 6 Perioden (Eis- und Zwischeneiszeiten) der Anlagerung erkennen. Er ist sehr kalkreich und leicht zu bearbeiten.

Weingut Salwey  -   Weißer Burgunder, Grauer Burgunder


HENKENBERG


Die Lage Henkenberg ist ein kleiner Bergrücken vulkanischen Ursprungs am südwestlichen Kaiserstuhl zwischen Oberrotweil und Burkheim. Er ist vollständig, ohne Abschattung der Sonne ausgesetzt und direkt von den warmen Winden aus der burgundischen Pforte beeinflusst. Der Name Henkenberg kommt von dem ehemaligen Standort der grundherrschaftlichen Richtstätte (Galgen) in der Region. Die Bodenstruktur wird von Verwitterungsformen des sehr nährstoffreichen Leuzit-Thephrits (Vulkangestein) gebildet. Teilweise hochanstehendes Gestein und tief verwitterte Flächen wechseln sich ab.

Weingut Salwey   -   Grauer Burgunder, Weißer Burgunder


ACHKARREN


SCHLOSSBERG

Auf steilen Terrassen erstrecken sich Reben am Nordrand von Achkarren hoch über dem Ort und ziehen sich an waldbekrönten Höhenzügen entlang. Von hier oben geht der Blick über Breisach und den Rhein hinweg, hinein in das Elsass bis zu den Gebirgen der Vogesen. Die Mauerreste auf dem Schlossberg erinnern an den schon 1249 genannten Herrschersitz Schloss Höhingen. Die Reben für die Weine aus ERSTER LAGE gedeihen auf einer süd-westlichen Steillage auf Vulkangestein. Diese sehr steinhaltigen Böden aus Vulkanverwitterungsgestein mit hoher Wärmespeicherfähigkeit sowie die absolute Kessellage stauen am Tag die Hitze, die in der Nacht wieder an die Reben abgegeben werden. Der geringe Niederschlag von unter 500mm/Jahr und die warmen Winde aus der burgundischen Pforte, die hier auf den Kaiserstuhl treffen, prägen die Weine aus dem Schlossberg.

Weingut Dr. Heger   -   Riesling, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder,  Spätburgunder


BLANKENHORNSBERG


DOKTORGARTEN

Blankenhornsberg ist ein Ortsteil von Ihringen, der sich an den südlichen Ausläufern des Kaiserstuhls, ca. 25 km westlich von Freiburg mitten im Rheintal befindet. Der Name der Lage geht auf den hier wirkenden Weinbauforscher und ersten deutschen Weinbaupräsident Prof. Adolf Blankenhorn zurück. Die Rebflächen des Blankenhornsbergs tragen zu seinen Ehren die Bezeichnung Doktorengarten. Geologisch ist diese Spitzenlage, wie der Ihringer Winklerberg, in dessen Verlängerung er liegt, durch Vulkanverwitterungsgestein geprägt. Die Höhenlage beträgt 200 m bis 280 m über NN. Süd- und Südwestexpositionen mit Hangneigungen von 35 % garantieren eine optimale Sonneneinstrahlung, die den Reben eine sehr hohe Zuckerbildung ermöglicht und das schwarze Gestein tagsüber stark aufheizen. Das Gestein kann somit als Wärmespeicher wirken. Im Frühjahr hat dies eine außergewöhnlich rasche Rebenentwicklung zur Folge.

Staatsweingut Freiburg    -    Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder


IHRINGEN


WINKLERBERG „HÄUSLEBODEN“ & „BACKÖFLE“

Mitten in der Rheinebene, ca. 50 km von Basel und ein paar Kilometer vom Rhein entfernt, liegt der Ihringer Winklerberg. Er bildet den südlichen Ausläufer des Kaiserstuhls mit 200-280 m über NN. Die Sonne brennt hier mit subtropischer Wucht auf Basaltverwitterungsgestein, das die Südspitze des Kaiserstuhls hauptsächlich prägt. Die exponierte Lage des Winklerberges, dessen von großen Mauern geschützte, terrassierte Rebhänge nach Süden geneigt sind, begründet sich in seinem wärmespeichernden Vulkangestein, das tagsüber die Sonnenwärme aufnimmt und nachts wieder abstrahlt. In der, durch das Vulkanmassiv vor Nordwinden geschützten Lage, herrscht das milde Klima des Oberrheingrabens.

Weingut Dr. Heger    -    Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder
Weingut Stigler         -    Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder


GLOTTERTAL


EICHBERG

Das Glottertal ist ein sehr reizvolles Tal im südlichen Schwarzwald. Die Weinberge sind mit bis über 550 m über NN die höchstgelegensten Deutschlands. Die geschützte Lage des Tales und die starke Südneigung der Wein-berge (bis 65 %) machen hier Spitzenweinanbau möglich. Wie in mehreren anderen Weingemeinden auch, ist der Lagenname auf den früheren Bewuchs der Lage mit Eichen zurückzuführen. Das Ausgangsgestein des Bodens ist Gneis. Gut verwittert bietet er der Rebe optimale Wachstumsbedingungen.

Weingut Salwey   -   Riesling, Grauer Burgunder, Spätburgunder


FREIBURG


SCHLOSSBERG

Seit gut tausend Jahren ist der Rebanbau an diesem Hang nachgewiesen. Durch seine strategisch günstige Lage war er in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Schauplatz grimmiger Kämpfe. Der Sonnenkönig Ludwig IV. beauftragte nach seinem Sieg über Freiburg den Festungsbauer Vauban an diesem Berg mächtige Bollwerke zu errichten. Überreste alter Burgen und Bastionen dienen heute friedlicheren Zwecken; die Steine wurden zur Errichtung von Weinbergsmauern genutzt, die heute die kleinen Terrassen des Schlossberges stützen. Seine Südostausrichtung gewährt eine geschützte Sonnenlage, in der fast doppelt so hoher Niederschlag fällt wie am Kaiserstuhl. Dazu kommt der "Höllentäler", ein kühler vom Schwarzwald durch das nach Osten sich öffnende Höllental wehender Wind, der pünktlich jeden Abend durch Freiburg zieht. Die sehr schroff abfallende Reblage mit bis zu 70 % Steigung besteht aus nährstoffreichem Gneisverwitterungsgestein. Die Kleinterrassen, in denen besonders Burgunderreben hervorragend gedeihen, können nur in Handarbeit bewirtschaftet werden.

Weingut Stigler   -    Spätburgunder
Staatsweingut Freiburg    -   Riesling

SCHLIENGEN


SONNENSTÜCK

Das Schliengener Sonnenstück im südbadischen Markgräflerland ist ein nach
Westen exponierter Hang an den östlichen Ausläufern der Oberrheinebene. Das
1,6 Hektar große Terrain besteht aus tiefgründigen und reichhaltigen Löss- und
Lehmlössböden, zum Teil mit Mergel-, Kalk- und Sandstein durchsetzt. Die
Neigung des Hangs beträgt durchschnittlich 25 Prozent. Ebenso rebenfreundlich
wie die Geologie zeigt sich das Klima: Mit einer Temperatur von etwa 10° Celsius
im Jahresmittel, einer jährlichen Niederschlagshöhe von 900 bis 1000 mm und
der Sonneneinstrahlung von rund 750 kWH pro Quadratmeter erweist sich das Schliengener Sonnestück als ein wahres Schlaraffenland für Weiß-, Grau- und
Spätburgunder-Reben. Hier gedeihen überdurchschnittliche Trauben-Qualitäten,
deren Ertrag durch strenge Selektion auf nur rund 45 l/a begrenzt wird.

Weingut Blankenhorn       -   Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder

LAUFEN


ALTENBERG

Das Markgräflerland zieht sich von Nord nach Süd zwischen Schwarzwald im Osten und Rheingraben im Westen. Östlich von Laufen, direkt angrenzend und nach Süd-Südost ausgerichtet, erstreckt sich der Altenberg bis an den circa 400 m nahen Schwarzwald. Dieser schützt diese besondere Lage mit seinem regulierenden Kleinklima. Das Herzstück des Altenbergs ist die älteste und gleichzeitig höchst gelegene Lage in Laufen und wirkt durch Dorf und das Gebirge der Schwarzwaldvorzone wie ein Kessel. Im Untergrund finden sich Kalkmergel mit Lehmanteil. Diese Kombination ermöglicht ein hohes Wasserspeichervermögen.

Weingut H. Schlumberger   -   Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder