VDP Trophy: Herkunft Deutschland
Sonderpreis für Publizistik

Seit dem Beginn des neuen Jahrhunderts verleihen die Prädikatsweingüter die VDP-Trophy Herkunft Deutschland an herausragende Publizisten, die sich durch ihre Arbeit um den deutschen Wein verdient gemacht haben. Ausgezeichnet werden Personen und/oder Publikationen, die einen außergewöhnlichen Beitrag zu der positiven Entwicklung des deutschen Weines überhaupt und dem Image der Spitzenweine im speziellen geleistet haben und denen es in hervorragender Weise gelingt, die Themen Genuss, Kultur und Herkunft Deutschland zu kommunizieren.

Bisherige Preisträger

2015 Marcus Hofschuster

Laudator und VDP.Vizepräsident, Armin Diel, beglückwünschte Marcus Hofschuster und lobte die Arbeit des engagierten Weinkritikers. „Erstmals ehrt der VDP keinen Buchautor oder Journalisten, der mit seinen Beiträgen in Tageszeitungen oder Weinmagazinen Zeichen setzte, sondern einen Mann, der eher im Stillen durch seine Arbeit für Wein-Plus im Internet überzeugt und zum Vorreiter in Sachen Online-Wein-Bewertungen wurde. Schon seit dem Jahr 2000 ist Hofschuster der für verlässlich reproduzierbare Ergebnisse bekannte Weinguru von Wein-Plus. […] Er verkostet meist allein und stets blind. Er schreibt seine Bewertung und Note auf und enthüllt dann die Flasche, um zu wissen, wer der Erzeuger ist. ‚Sonst lerne man nichts dabei!" Zur Laudatio

2012 Gerhard Eichelmann

Der aus Franken stammende Preisträger, kannte zwar Wein durch den elterlichen 50-Ar Weinberg von Kindesbeinen an, dennoch machte er erst über den Umweg einer internationalen Karriere als Unternehmensberater seine Passion Wein zum Hauptberuf. 1997 gründete der diplomierte Volks- und Betriebswirt den Verlag Mondo in Heidelberg und führte mit der Weinzeitschrift „Mondo – Weine der Welt“, die seit 62 Ausgaben anzeigenfrei und ausschließlich im Abonnement publiziert wird, das international übliche 100-Punkte-System für Weinbewertungen in Deutschland ein. Im Jahr 2000 folgte die erste Ausgabe des „Eichelmann“. „Der Eichelmann“ zählt heute mit einer Auflage (2011) von über 25.000 Exemplaren, in denen über 800 Winzer und 8000 Weine kritisiert werden, zu den Standardwerken des deutschen Weines. Zur Laudatio

2009 Freddy Price

He has worked as a wine merchant, wine agent, and wine consultant. He has headed tours around wine regions, while writing extensively on many aspects of theses activities. In 1985, he set up the highly successful “The Magnificent Seven”, an agency representing seven major producers in Germany. His passion for Riesling has driven him to travel the world experiencing how this wine is made in different climates, by different producers. Because Freddy Price helped developed the foundation of the Riesling Renaissance and has been so loyal to German Riesling culture, the Prädikat Wine Estates, honoured him with this award. Zur Laudatio

2006 Mario Scheuermann

Zahlreiche Bücher entstammen seiner Feder, wie z. B. ‚Essen wie Gott in Deutschland’ oder ‚Die großen Weine des Jahrhunderts’. Ein regelrechter Aufschrei ging durch die Weinwelt, als er 1985 seine erste Klassifikation Deutscher Spitzenweingüter publizierte. Mario Scheuermann ist ein Gralshüter der Klassifikationsidee und überzeugt, dass dieser Weg für die deutschen Weingüter der Richtige ist. Daher begleitet er stets kritisch, doch meist konstruktiv den Weg der VDP-Güter für eine Klassifikation der deutschen Weinberge und Güter. Auch die jährliche Erste Lage Preview geht auf seine Anregung zurück. Zur Laudatio

2005 Stuart Pigott, Weinkritiker und -publizist

u.a. Die Grossen Weissweine Deutschlands; Schöne Neue Weinwelt; Planet Wein. Bewusst, so vermerkt es seine Biographie, ist der Brite Stuart Pigott ein enfant terrible, ein fabulierender Provokateur, der mit unbändiger Leidenschaft sämtliche Regeln der Weinkritik verletzt. Deutschland hat er zu seiner Weinheimat erkoren. Hier kämpft er mit seiner Waffe, der Sprache, für die ursprüngliche Kultur der deutschen Weine. Seine Begegnungen mit den Winzern haben ihn zu zahlreichen Büchern inspiriert. Darüber hinaus ist er gefragter Autor u.a. bei Weingourmet, Feinschmecker sowie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Zur Laudatio

2004 Pit Falkenstein, Urheber der DM/Euro-Hitliste

„Die 100 besten Weingüter Deutschlands“. „Schnellschüsse sind Ihnen zuwider, genaue Recherchen typisch für Sie!“ In der Laudatio wurde Pit Falkensteins jahrzehntelanges ‚weinkritisches’ Engagement und eine beispielhafte Weinpublizistenkarriere gewürdigt. Mit „Wiwo’s Weinkabinett“ startete er 1974 in der Wirtschaftswoche die erste große Kolumne zum Thema Wein überhaupt. 1985 hob er die DM/Euro-Hitliste Liste: „Die 100 besten Güter Deutschlands“ aus der Taufe; herausragende Beispiele eines breitgefächerten, engagierten, publizistischen Schaffensspektrums. Zur Laudatio

2004 Das Europäische Weinmagazin Vinum und dessen langjähriger Hauptaredakteur Rudolf Knoll

„Bei der Arbeit von Rudolf Knoll steht nicht die persönliche Eitelkeit im Vordergrund, sondern die Arbeit an der Sache selbst, die Begeisterung für den Wein und der unvoreingenommene, kritische Blick auf das bunte Treiben der Weinwelt. Als Redakteur der Stunde 0 von VINUM in Deutschland war und ist Knoll die treibende Kraft: Initiator, Organisator und Multiplikator der Großen Preise von VINUM, dem einzigen europäischen Weinmagazin. Den Dt. Rotweinpreis (1987), gäbe es ohne ihn nicht, genauso wenig wie den Dt. Rieslingpreis (1989). Sportliche Fairness kennzeichnet seine Berichterstattung und unverwechselbarer Witz seine über 35 nebenbei publizierten Titel. Zur Laudatio

2003 Weinführer „Gault Millau Wein-Guide Deuschland“ und das Magazin „Alles über Wein“ mit den Autoren: Armin Diel und Joel Payne

Laudator Ulrich Kienzle: „Der Gault Millau ist heute ein unverzichtbares Standardwerk und „Alles über Wein“ ein exzellentes Magazin!“ Die beiden Preisträger betonten: „Unser Engagement wird erst dann erlahmen, wenn deutsche Spitzenweine wieder den Stellenwert erlangt haben, den sie vor hundert Jahren hatten, als sie die teuersten Weine der Welt waren.“ Zur Laudatio

2002 Der Feinschmecker und Weingourmet

Ad Personam Chefredakteurin Madeleine Jakits und stellvertr. Chefredakteur Dieter Braatz. In der Laudatio wurde die kritische Begleitung der Weinwirtschaft beider Magazine gewürdigt und ihre äußerst wichtige Vermittlungsfunktion für das Produkt Wein hervorgehoben. Zur Laudatio

2001 Berichtserie „Bericht zur Lage“
von sechs Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 
Mit ihrem wöchentlichen „Bericht zur Lage” haben es die Autoren: Georg Küffner, Oliver Bock, Dr. Daniel Deckers, Dr. Horst Dohm, Alfred Behr, Dr. Roswin Finkenzellergeschafft, durch außerordentliches publizistische Engagement und gründliche Recherche, den Augenmerk ihrer Leserschaft auf die “Herkunft Deutschland” zu lenken, die sich bei deutschen Spitzenweine natürlich auf das Terroir, ihre Herkunft, ihre Lage gründet.