Aus vier mach elf - Eine kleine Geschichte der VDP.Regionalverbände

Am 26. November 1910 trafen sich Weingutsbesitzer, Domänendirektoren und Verwalter aus den drei rheinischen „Edelweinbaugebieten“ Rheingau, Rheinhessen und Rheinpfalz sowie von Mosel, Saar und Ruwer in Koblenz, um einen „Verband Deutscher Naturweinversteigerer“ (VDNV) ins Leben zu rufen. Den meisten Fachzeitschriften des Weinbaus und Weinhandels war dieses Ereignis keine Zeile wert. Hundert Jahre später sind die Weine mit dem Traubenadler nicht nur weltbekannte Botschafter für die einzigartige deutsche Weinkultur. Der weltweit älteste nationale Zusammenschluss von Spitzenweinerzeugern vereint mittlerweile auch Weingüter mit Lagen von Weltruf aus allen deutschen Weinanbaugebieten - von der Saar bis an den Main, vom Bodensee bis nach Sachsen.

Kallmuth, Franken (c) Weingut Fürst Löwenstein

VDP.Rheingau e.V.

Im Rheingau hatten sich schon 1897 die meisten renommierten Weingüter einschließlich der Königlich-Preußischen Domäne und Schloss Johannisberg zu einer Vereinigung Rheingauer Weingutsbesitzer zusammengeschlossen. Vordringliches Ziel der Vereinigung war die „Centralisierung“ der Termine der Weinversteigerungen nach dem Vorbild der drei Trierer Versteigerungskonsortien und die Festlegung gemeinsamer Versteigerungsbedingungen. Bald erstreckte sich die Aktivität der Vereinigung auch auf Fragen der regionalen und nationalen Weinbaupolitik. Aus der Vereinigung wurde nicht nur der Rheingauer Weinbauverband gegründet, sondern auch die Gesetzgebung auf dem Gebiet des Weinbaus nachhaltig beeinflusst. 1926 zählte die Vereinigung 49 Mitglieder mit einer Rebfläche von zusammen 604 Hektar, davon 130 Hektar der Domäne. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rheingauer Vereinigung unter den ersten VDNV-Mitgliedverbänden, die an die alten Traditionen anknüpften. Nach 1949 wurde die Versteigerung in Kloster Eberbach schnell wieder zu einem Ereignis von nationalem Rang. 1955 gaben Rheingauer Winzer den Anstoß zur Gründung der „Vereinigung Fränkischer Naturweinversteigerer“. Der VDNV Rheingau zählte damals 43 Weingüter mit 542 Hektar Besitz. Oft zwischen den unterschiedlichen Mentalitäten der Pfälzer und der Moselaner vermittelnd, ist der VDP Rheingau bis heute ein Hort der Beständigkeit – und nach der Aufnahme der Charta-Weingüter 1999 auch der mitgliederstärkste Regionalverband des VDP. Mehr noch: Nirgendwo bewirtschaften die VDP-Mitglieder einen größeren Anteil an der Rebfläche eines Anbaugebiets. Die 1098 Hektar, die von den 41 VDP-Betrieben im Rheingau bewirtschaftet werden, entsprechen mehr als einem Drittel der Rebfläche der Region.

Vorsitzende:
1897-1905 - Philipp Josef Krayer, Johannisberg
1905-1907 - Philipp Alexander Graf von Ingelheim, Geisenheim
1907-1915 - Josef Burgeff, Geisenheim
1915-1928 - Ulrich von Stosch, Oestrich
1928-1932 - Bernhard Grimm, Johannisberg
1932-1946 - Maximilian Ritter und Edler von Oetinger, Erbach
1946-1952 - Domänenrat Christian Labonte, Johannisberg
1952-1972 - Wolfgang Michel, Hochheim/Main
1972-1984 - Rentmeister Egon Mauer, Eltville
1984-1993 - Gerko Freiherr zu Knyphausen, Eltville
1993-1999 - Stefan Ress, Hattenheim
seit 1999 - Wilhelm Weil, Kiedrich

Zum Regionalverband VDP Rheingau

VDP.Rheinhessen e.V.

Die „Vereinigung Rheinhessischer Naturwein-Versteigerer“ war 1910 mit vier Mitgliedern der Abstand kleinste der vier Gründungsvereine. Er umfasste nur Betriebe, die im Roten Hang zwischen Mainz und Nierstein Weinbergsbesitz hatten. Mit großer Wahrscheinlichkeit erst 1909 gegründet, zählte der Verein Mitte der zwanziger Jahre acht Mitglieder, davon zwei in Bingen. Die bewirtschaftete Fläche wurde mit 10,6 Hektar angegeben. Die Aufnahme der Großherzoglich-Hessischen Domäne in Mainz Ende der zwanziger Jahre spaltete den zwischenzeitlich abermals gewachsenen Verein. Ob, und wenn ja, wie lange die Betriebe ihre Weine während des Dritten Reiches noch einzeln oder gemeinsam versteigerten, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. In jedem Fall dürften auch am Rhein seit 1940 keine Versteigerungen genehmigt worden sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg konstituierte sich der Verein aufs neue, ohne dass er jemals aufgelöst worden wäre. Dem Niersteiner Weingutsbesitzer Peter von Weymarn (Heyl zu Herrnsheim) ist es zu verdanken, dass sich der VDNV nach dem Verbot der Bezeichnung „Naturwein“ durch das Weingesetz 1971 nicht auflöste. Auf von Weymarn geht auch die Gründung der Rheinhessischen Weinbörse (1974) zurück, dem Vorläufer der Mainzer Weinbörse. Diese ist seit vielen Jahren die größte Fachmesse für deutschen Spitzenwein. Heute zählt der VDP Rheinhessen 15 Mitglieder und eine Rebfläche von 291 Hektar oder gut einem Prozent der Rebfläche der Region.

Vorsitzende:
1900-1924 - Carl Gunderloch, Nackenheim
1924-1942 - Oberstleutnant Fritz Liebrecht, Bodenheim
1942-1945 - Dr. Franz Usinger, Nackenheim
1948-1977 - Fritz-Rudolf Schulz, Gau-Bischofsheim
1977-1995 - Dipl.Ing. Friedel Waldeck, Nierstein
1995-2005 - Dr. Heinz von Opel, Ingelheim
seit 2005 - Philipp Wittmann, Westhofen

Verein Pfälzer Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V.

Elf Jahre nach der Gründung im Rheingau kam es im Jahr 1908 auch in der Pfalz dazu, dass sich namhafte Naturweinproduzenten zu einer Vereinigung zusammenschlossen. In deren Reihen fanden sich nicht nur die schon damals weltbekannten Weingüter der Mittelhaardt wie Bassermann-Jordan, Bürklin-Wolf und von Buhl, sondern auch zahlreiche Winzergenossenschaften, die sich wie die großen Weingüter der Naturweinerzeugung verschrieben hatten. 1926 etwa zählte der Verein der Naturweinversteigerer der Rheinpfalz 52 Weingüter mit 56 Hektar Rebfläche, hingegen bewirtschafteten 20 Genossenschaften zusammen 135 Hektar. Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg beeinträchtigten mit Ausnahme der Versteigerungen das Vereinsleben kaum. In der Person ihres Vorsitzenden Dr. Alfred Bürklin stellte „die Pfalz“ in der Jahren des Wiederaufbaus nicht nur den Vorsitzenden des VDNV, sondern bis in die späten sechziger Jahre auch einen der angesehensten und einflussreichsten Weinbaupolitiker Deutschlands. Durch den Austritt der Genossenschaften in den sechziger Jahren und das Verbot des Begriffs Naturwein geschwächt, fand der VDP Pfalz erst in den vergangenen zwanzig Jahren wieder zu sich. Zahlreiche Neuaufnahmen sowie die Ausdehnung  über die Mittelhardt hinaus nach Norden wie in die Südpfalz bis an die elsässische Grenze dokumentieren die Vitalität des Regionalverbandes. Diese beschränkt sich nicht auf die Region: Steffen Christmann, Weingutsbesitzer aus Gimmeldingen, steht 2007 als Präsident an der Spitze des VDP. Die 26 Mitgliedsbetriebe des VDP.Pfalz bewirtschaften 648 Hektar oder annähernd drei Prozent der Weinbergsfläche der Pfalz.

Vorsitzende:
1908-1910 - Emil Bibel, Forst
1910-1913 - Leopold von Winning, Deidesheim
1913-1932 - Theodor Wand, Neustadt
1932-1939 - Dr. Albert Bürklin, Wachenheim a.d.W.
1939-1949 - Adam Kölsch, Ruppertsberg
1949-1963 - Dr. Albert Bürklin, Wachenheim a.d.W.
1963-1967 - Franz Schädler, Ruppertsberg
1967-1999 - Wolfgang Siben, Deidesheim
seit 1999 - Hans-Jörg Rebholz, Siebeldingen

Zum Regionalverband VDP.Pfalz

Grosser Ring - VDP.Mosel-Saar-Ruwer e.V.

Der Zusammenschluss von Weingütern von der Mittelmosel, aus Trier und von der Saar zu drei Versteigerungsringen Mitte der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts war keine Liebesheirat, sondern eine Vernunftehe: Es galt, durch die Zusammenlegung von Versteigerungen den an Rhein und Main konzentrierten Weinhandel nach Trier zu locken. Bald war Moselwein Modewein – und der Trierer Oberbürgermeister Albert von Bruchhausen von 1910 an nicht nur Vorsitzender der im selben Jahr zu einem „Großen Ring“ fusionierten Konsortien, sondern bis 1934 auch erster Vorsitzender des VDNV. Im Grenzland gelegen erlebten die 42 Mitglieder (1926) des Trierer Vereins von Weingutsbesitzern der Mosel, Saar und Ruwer viele Wendungen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhundert hautnah: Auf die vier Jahre des ersten Weltkriegs folgen zwölf Jahre französisch-belgischer Rheinlandbesatzung, die sechs Jahre des Zweiten Weltkriegs zogen vier weitere Jahre französischer Besatzung nach sich. Allen Veränderungen zum Trotz steht die „Mosel“ bis heute im Ruf, an hergebrachten Überzeugungen mit aller Konsequenz festzuhalten: Nur zwei der 31 Mitgliedsbetriebe des VDP Mosel-Saar-Ruwer sind an der sogenannten Terrassenmosel ansässig, in keiner der größeren Regionen ist der Anteil der Steillagen höher als an der Mosel, nirgendwo steht der fruchtsüße Riesling in höherem Ansehen. Die 408 Hektar Rebfläche entsprechen etwa vier Prozent des offiziell nur noch „Mosel“ genannten Anbaugebietes. 

Vorsitzende:
1908-1935 - Oberbürgermeister Albert von Bruchhausen, Trier
1935-1963 - Alfons Claessens, Wawern
1963-1984 - Werner Tyrell, Trier-Eitelsbach
1984-2004 - Wilhelm Haag, Brauneberg
2004-2008 - Eberhard von Kunow, Oberemmel
seit 2008 - Egon Müller, Wiltingen/Saar

Zum Regionalverband VDP.Mosel-Saar-Ruwer

VDP.Nahe e.V.

An der Nahe waren Weinversteigerungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht weniger verbreitet als in den anderen Regionen im Einzugsbereich des Rheins – allerdings teilte der Nahewein noch lange das Schicksal vieler Pfälzer Weine, mit Weinen anderer Regionen verschnitten und nicht unter eigenem Namen vermarktet zu werden. Warum sich eine Handvoll um Bad Kreuznach herum gelegener Weingüter nicht schon im Gründungsjahr des VDNV, sondern erst im folgenden Jahr 1911 zusammenschlossen und unter dem Namen Verein der Naturwein-Versteigerer an der Nahe dem VDNV beitragen, lässt sich derzeit nicht mehr ermitteln. Auch andere Entwicklungen geben Rätsel auf: So fanden bald nach der Gründung der Bundesrepublik auch an der Nahe wieder Weinversteigerungen statt, doch kam es nicht zur Wiedergründung des Vereins und somit auch zu keiner Mitgliedschaft der „Nahe“ im VDNV. In seiner heutigen Gestalt bildete sich der VDP.Nahe erst in den siebziger Jahren. Ohne jemals mehr als zehn Mitglieder zu zählen, umfasst „die Nahe“ indes heute auf 180 Hektar die besten Rebflächen des gesamten Anbaugebiets von Monzingen bis an den Rhein. Unter den Regionalverbänden bildet der VDP.Nahe nach den Regionen Mosel-Saar-Ruwer und Rheingau den dritten im Bunde derer, die im Herbst jedes Jahres eine öffentliche Weinversteigerung abhalten. Michael Prinz zu Salm-Salm (Wallhausen) hatte als VDP.Präsident zwischen 1990 und 2007 maßgeblichen Anteil an dem Aufschwung des Qualitätsweinbaus in Deutschland und an der weltweiten Renaissance des Rieslings. Auch die vom VDP etablierte Klassifizierung der Ersten Lagen hat Prinz Salm auf den Weg gebracht.

Vorsitzende:
1951-1990 - Egon Anheuser, Bad Kreuznach
1990-1991 - Michael Prinz zu Salm-Salm, Wallhausen
1991-1993 - Egbert Graf von Plettenberg, Bad Kreuznach
1993-2016 - Armin Diel, Burg Layen
seit 2016 - Frank Schönleber, Monzingen

Zum Regionalverband VDP.Nahe

VDP.Franken e.V.

In Franken fanden namhafte Naturwein-Versteigerer, allen voran die großen Würzburger Güter Juliusspital, Bürgerspital und Staatlicher Hofkeller, erst nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen. Zuvor waren aus heute unerfindlichen Gründen zwei Versuche gescheitert, die Versteigerungen nach dem Vorbild der Naturwein-Versteigerer an Rhein und Mosel zu zentralisieren: der erste in der Gründungsphase des VDNV vor dem Ersten Weltkrieg, der zweite in der Zwischenkriegszeit. Nach 1945 mussten indes nochmals zehn Jahre vergehen, ehe die Franken die Konsequenz aus der Vernichtung des bedeutenden jüdischen Weinhandels in Würzburg und Kitzingen sowie aus dem Verlust der Märkte in Mittel- und Ostdeutschland zogen. Unter Führung von Albrecht Fürst zu Castell-Castell tat sich die Vereinigung Fränkischer Naturweinversteigerer schon bald nach ihrer Gründung im Jahr 1955 als unbeugsame Verfechter des Naturweinprinzips hervor. Regelmäßig votierten sie gegen die Absicht der rheinischen Verbände, unter dem Deckmantel von „Notstandsmaßnahmen“ auch „verbesserte“ Weine auf den Markt zu bringen. Zu der heutigen Größe von annähernd 30 Mitgliedsbetrieben wuchs der zunächst nur eine gute Handvoll Mitglieder zählende Verein erst in den siebziger Jahren durch den Zusammenschluss mit den fränkischen Selbstvermarktern heran. Mit 855 Hektar bewirtschaftet der VDP.Franken heute etwa 15 Prozent der im Ertrag stehenden Rebfläche der einzigen bayerischen Weinbauregion (6063 Hektar). 

Vorsitzende:
1955-1958 - Karl Nägler, Würzburg
1958-1972 - Albrecht Fürst zu Castell-Castell, Castell
1973-1981 - Dr. Heinz-Martin Eichelsbacher, Würzburg
1981-1989 - Johann Ruck, Iphofen
1989-1993 - Rudolf Frieß, Würzburg
1993-1998 - Wolfgang Graf zu Castell-Castell, Castell
1998-2004 - Ferdinand Erbgraf zu Castell-Castell, Castell
2004-2007 - Carl Friedrich Erbprinz zu Löwenstein, Wertheim
2007-2014 - Karl Martin Schmitt, Randersacker
seit 2014 - Paul Fürst, Bürgstadt am Main

Zum Regionalverband VDP.Franken

VDP.Württemberg e.V.

In Württemberg waren Weinversteigerungen traditionell nicht üblich. Die Weine wurden fast ausschließlich im Ländle selbst getrunken. Überregional bekannt wurden württembergische Qualitätsweine erst infolge des Engagements einiger Weingüter in den Reihen des VDP zu Beginn der siebziger Jahre. Die Gründung des VDP.Württemberg im Jahr 1975 war die logische Folge. Heute verteilen sich 378 Hektar Rebfläche auf insgesamt 18 Mitgliedsbetriebe – und der Lemberger, wie die Rebsorte Blaufränkisch in Württemberg heißt, hat sich zum regionalen Flaggschiff etabliert. Aber auch Spätburgunder und Rieslinge der Spitzenklasse haben in den letzten Jahren für Furore gesorgt.

Vorsitzende
1975-1985 - Raban Graf Adelmann, Kleinbottwar
1985-1993 - Michael Graf Adelmann, Kleinbottwar
1993-1997 - Eberhard Dippon, Beilstein
1997-2000 - Dr. Jürgen Dietrich, Ludwigsburg
2000-2015 - Gert Aldinger, Fellbach
seit 2015 - Markus Drautz, Heilbronn

VDP.Baden e.V.

In Baden kam es etwa zur selben Zeit zu der Gründung eines Verbandes von Naturweinversteigerern wie die badische Regierung sich entschloss, die Bemühungen um die Verbesserung des Niveaus des Weinbaus durch die Gründung des „Badischen Weinbauinstituts“ zu unterstützen: Jenes wurde 1920 gegründet, ein Verein Badischer Naturwein-Versteiger im Frühjahr 1922 als sechster Mitgliedsverband in den VDNV aufgenommen. Nicht zuletzt wegen der Größe des badischen Weinbaugebiets, das sich vom Bodensee bis an Bergstrasse und vom Markgräflerland bis an den Main erstreckt, war der Zusammenhalt in Baden nie ungefährdet. Zwar bemühte sich der Verband um gemeinsame Versteigerungen, zählte 1935 beachtliche 19 Mitgliedsbetriebe und setzte auch bald nach 1945 seine Vereinsarbeit fort. Ende der sechziger Jahre verlieren sich indes die Spuren des oberrheinischen Vereins. Seine gegenwärtige Gestalt erhielt der Verein erst Mitte der achtziger Jahre. Heute bewirtschaften 16 Mitgliedsbetriebe insgesamt 293 Hektar oder knapp zwei Prozent der Rebfläche in Baden.

Vorsitzender:
1986-1999 - Rüdiger Graf Hoensbroech, Angelbachtal-Michelfeld
1999-2000 - Adrian Graf Hoensbroech, Angelbachtal-Michelfeld
2000-2009 - Claus Burmeister, Sulzfeld
seit 2009 - Joachim Heger, Ihringen

Zum Regionalverband VDP Baden

VDP.Mittelrhein e.V.

Der Mittelrhein zwischen Bingen und Koblenz steht nicht nur für Rheinromantik schlechthin, sondern auch für den lange Zeit kleinsten Regionalverband des VDP. Sieben Weingüter aus Bacharach blieben nach der Gründung des VDP Mittelrhein im Jahr 1987 erst einmal unter sich. Mittlerweile hat sich auch je ein Winzer aus Oberwesel und aus Spay den strengen Regeln des VDP unterworfen. Die 48 der 461 Hektar Rebfläche des Mittelrheins, die von derzeit noch sechs Betrieben bewirtschaftet werden, zählen nicht nur zu den besten Flächen der Region – sie sind auch Weltkulturerbe im strengen Sinn des Wortes.

Vorsitzender:
1987 - 1998 Fritz Bastian, Bacharach
1998 - 2010 Jochen Ratzenberger, Bacharach
seit 2010 Jochen Ratzenberger Junior, Bacharach

VDP.Sachsen/Saale-Unstrut e. V.

Nach der Wiedervereinigung wagten in den beiden mitteldeutschen Anbaugebieten Saale-Unstrut und Sachen nur wenige Winzer den Sprung in die Selbständigkeit – noch weniger hielten die Zeit für gekommen, sich in die Tradition der Spitzenweinerzeuger  des VDP zu orientieren. Doch schon 1996 traten zwei Betriebe mit Unterstützung des fränkischen Regionalverbandes dem VDP bei: das Weingut Lützkendorf aus Bad Kösen (Saale-Unstrut) und Schloss Proschwitz-Prinz zur Lippe (Sachsen). 2001 machte das Weingut Pawis (Freyburg an der Unstrut) aus dem Duett ein Terzett. Seit dem Frühjahr 2010 ist Klaus Zimmerling (Pillnitz) der vierte im Bunde – und seit dem 26. November 2010, dem hundertsten Gründungstag des VDP/VDNV macht der VDP.Sachsen/Saale-Unstrut als zehnter Regionalverband das Bild des Spitzenweinbaus in Deutschland komplett.

Vorsitzende:
seit 2010 - Dr. Georg Prinz zur Lippe, Proschwitz

VDP.Ahr e. V.

58 Hektar Rebfläche sind nicht nur im internationalen Vergleich kaum der Rede wert – selbst in Deutschland bewirtschaften immer mehr Betriebe alleine mehr Weinberge als die sechs VDP.Mitglieder aus dem Anbaugebiet Ahr zusammen. Doch entspricht der Besitz der VDP.Güter zwischen Mayschoss und Bad Neuenahr nicht nur mehr als zehn Prozent der Rebfläche des Weinbaugebiets Ahr – als Spezialisten für roten Spätburgunder bringen die Ahr-Winzer überdies Farbe in den VDP. 1994 schlossen sich die sechs VDP.Güter dem VDP Nahe an. 2017 gründeten sie einen eigenen Regionalverband.

Vorsitzende:
seit 2017 - Marc Adeneuer, Bad Neuenahr-Ahrweiler