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ERSTE LAGE SACHSEN


Weinbauregion Sachsen – Ein Mikrokosmos voller Überraschungen

Mit 450 Hektar Rebfläche ist Sachsen eines des kleinsten deutschen Weinbaugebiete. Beginnend mit dem Pillnitzer königlichen Weinberg, mit Blick auf das weltbekannte Schloß Pillnitz, erstrecken sich die überwiegend terrassierten Steillagen entlang des Elbstroms über Dresden, Radebeul und Meissen, bis zur Seußlitzer Heinrichs-burg im romantischen Elbweindorf Diesbar-Seußlitz. Kernstück des nordöstlichsten deutschen Anbaugebietes bildet dabei das sächsische Elbtal um die Wein- und Porzellanstadt Meißen. Vor mehr als 1000 Jahren ließ Heinrich I. hier die heute weltberühmte Albrechtsburg errichten um das Land ringsum – die Mark Meissen – zu schützen. Hiermit begann nicht nur die Geschichte Sachsens sondern gleichwohl auch die des sächsischen Weins. Das nordöstlichste aller deutschen Weinbaugebiete liegt bereits im Einflussgebiet des kontinentalen Klimas. Trotz winterlicher Temperaturen von bis zu -28°C verfügt Sachsen mit einer Sonnenscheindauer von 1570 Stunden im Jahresmittel und einer Jahresdurchschnittstemperatur von 9,3°C über hervorragende Weinbaubedingungen. Der stete Wechsel von Tageswärme und Kühle in der Nacht, die Aufeinanderfolge von Sonnen-schein, Regen und Wind, die ständig wechselnden Reize, das Bestreben des Rebstocks, sich dagegen zu behaupten, das schafft diese besonderen Bedingungen. Je langsamer die Natur die Trauben zur Reife führt, desto köstlicher und aromatischer werden sie sein. Die Aromendichte der sächsischen Weine wird durch die sehr geringen Durchschnittserträge pro Hektar noch verstärkt. Mit ca. 45 hl/ha wird der sächsische Wein auch weiterhin eine Rarität bleiben. Der besondere Charakter des Sachsenweines wird jedoch auch in besonderem Maß durch die unterschiedlichen Bodenarten bestimmt. Das Elbtal besitzt eine Vielzahl geologischer Formationen was zu einem breiten Spektrum unterschiedlicher Reben führt. Der Schwerpunkt im Sortenspiegel des sächsischen Weinanbaugebietes liegt jedoch neben dem Müller-Thurgau und den sächsischen Raritäten Goldriesling, Elbling, Scheurebe und Traminer ganz eindeutig auf Weiß- und Grauburgunder sowie Riesling.


ZADEL


SCHLOSS PROSCHWITZ

Im Herzen des sächsischen Weinanbaugebietes, mit Blick auf die mächtige Albrechtsburg zu Meißen und das Elbtal, erstrecken sich die Proschwitzer Weinberge entlang des Elbstromes. Bereits zu Beginn des zwölften Jahrhunderts wurden hier unter Bischof Benno die erstem Reben gepflanzt. Ca. 170 m über NN gelegen, weist die Proschwitzer Lage bis zu 30 % Steigung auf. Im Bereich des kontinentalen Klimas des Elbtals macht sich in Proschwitz vor allem die Elbnähe positiv bemerkbar, da hierdurch die frostigen Wintertemperaturen nicht so weit herabsinken wie im Hinterland der Elbe. Der fruchtig, elegante Charakter und die feine Mineralität der Weine wird vor allem durch die Kombination aus rotem Granit und einer bis zu 6 m mächtigen Lößlehmschicht geprägt, die über ein sehr gutes Wasserhaltevermögen verfügt. Die südliche Disposition und die windoffene Lage ermöglichen ein schnelles Abtrocknen der Laubwände und Traubenzonen und vermindern somit das Risiko von Pilzbefall erheblich. Gerade die Burgundersorten profitieren in erheblichem Maße von der Bodenkombination aus Löß und Graniturgestein.

Weingut Schloss Proschwitz   -   Riesling, Weißer Burgunder, Spätburgunder


Die ERSTEN LAGEN


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