ERSTE LAGE FRANKENFranken, das geschichtsträchtige Weinland entlang des Mains, seiner Nebenflüsse und am Westhang des Steigerwaldes, verfügt durch die Einzigartigkeit seiner Geologie, der Schichtstufenlandschaft und den daraus entstandenen Böden, über beeindruckende Landschaftsbilder mit einer Vielzahl herausragender Spitzenlagen. Die Silvanerrebe, die nachweislich seit über 350 Jahren in Franken angebaut wird, bringt die Böden des Buntsandsteins, des Muschelkalks und des Keupers auf eine unverwechselbare Weise zum Ausdruck. Der Silvaner ist die feste Größe Frankens und führt die Vielfalt dieser Weinregion zu einer Einheit zusammen. Der Silvanerwein, als frischer und lebendiger Kabinett, eignet sich hervorragend für den täglichen Genuss. Die ausdrucksstarke, große, trockene Spätlese mit Reifepotenzial verfügt über schier unendliche Verwendungsmöglichkeiten in der modernen Küche. Ob traditionell, mediterran oder „crossover“, ob Vorspeise oder feiner Käse, die Silvanerweine passen immer als ideale Begleiter. Franken beweist darüber hinaus aber auch Riesling- und Burgunderkompetenz. Mineralität gepaart mit Frucht und Eleganz zeichnen diese Weine aus. Kennzeichen der trockenen Frankenweine ist der charakteristische Bocksbeutel. Die renommierten Würzburger Traditionsweingüter und Weingüter im Familienbesitz, teilweise mit langer Geschichte, oder aber erst mit großer Leidenschaft für den Wein gegründet, geben den Weinen Persönlichkeit und ein hohes Maß an Individualität. Grundlage hierfür ist die ständige Auseinandersetzung mit den Lagen und ihrem Potenzial, das beharrliche Streben nach höchster Qualität und die grenzenlose Begeisterung für große trockene Weine. Furore machten der Krönungswein der englischen Königin Elisabeth II, ein 1950 Iphöfer Julius Echter Berg Silvaner Beerenauslese, und der älteste einer Lage zuordenbare Wein der Welt, ein Steinwein aus dem Jahr 1540, von dem noch eine Flasche in Würzburger Bürgerspital erhalten ist.

APOSTELGARTEN
Umgeben im Norden und Osten von Wald und Hecken findet man hier zwischen Trockenmauern und langgestreckten Steinhalden ein mediterranes Kleinod. Der Lyriker Anton Schnack bezeichnete den Apostelgarten im beginnenden 20. Jahrhundert als „Glutofen für einen Götterriesling“. Der Apostelgarten liegt im Landkreis Aschaffenburg, nahe an der Hessischen Landesgrenze. An Tagen mit guter Sicht kann man vom Apostelgarten aus die Frankfurter Skyline und den Taunus hervorragend erkennen. Wahrscheinlich kommt der Name Apostelgarten vom nahegelegenen Kloster Seligenstadt. Die 1986 unter Denkmalschutz gestellte Lage besteht in erster Linie aus verwittertem Glimmerschiefer insbesondere Serezitschiefer. Silbrig, grau- und bronzefarben durchzogen gibt er dem bekannten Michelbacher Riesling seine wertgeschätzte feingliedrige Mineralität.
Weingut Höfler - Riesling
SCHLOSSBERG
Bereits 1646 schrieb Merian über Klingenberg: „Ein gar kleines Städtlein, so dass herrlichen Weinwachsens halber berühmt – welch köstlicher Wein weithin verführet wird.“ 14 Jahre zuvor schrieb sogar Erasmus Wiedemann: „Zu Klingenberg am Maine, zu Würzburg am Steine, zu Bacharach am Rheine – hab ich in meinen Tagen gar oftmals hören sagen, soll’n sein die besten Wein“. Heute steht die Lage Schlossberg unter Denkmalschutz. Die steilen Terrassen werden mit bis zu 4000 laufenden Metern Trockenmauern pro Hektar zum Maintal hin gestützt. Die alten Gewannennamen wie Steinröder und Felsenröder weisen auf den felsigen, steinigen Bundsandsteinverwitterungsboden hin, der eine hervorragende Grundlage für Spätburgunderreben bietet.
Weingut Rudolf Fürst - Spätburgunder
Weingut der Stadt Klingenberg - Spätburgunder
BISCHOFSBERG
Der Lagenname Bischofsberg gibt geschichtliche Hinweise auf kirchliche, fürst-bischöfliche und kurmainzische Einflüsse, ebenso wie das über dem Ort thronende Kloster Engelberg. Bei der ca. 3 Hektar großen Parzelle des Bischofsbergs, die westlich des Ortes Großheubach in Richtung Klingenberg liegt, handelt es sich um den kleinsten Weinbaubetrieb im Besitz des Staatlichen Hofkellers. Die Reben wachsen auf sehr steinigen Buntsandsteinböden mit Lößeinlagerungen auf einer steilen Südlage, unterhalb derer der Main vorbeizieht. Die Lage beeindruckt durch ihre klein gegliederten Weinbergsterrassen an hohen wärmespeichernden Buntsandstein-Trockenmauern. Die anspruchsvolle Spätburgunderrebe findet hier einen exzellenten Standort und ist daher die einzige Rebsorte, die dort angepflanzt wird.
Staatlicher Hofkeller Würzburg - Spätburgunder
CENTGRAFENBERG
Der Centgrafenberg ist ein Südhang, welcher vom Talkesselklima des Maintals bei Miltenberg und vom Regenschatten des Odenwaldes, profitiert. Er ist auf einer Höhe von 160-250 m gelegen und, bei einer Steigung von 10-40 %, teilweise terrassiert. Der Boden ist aus verwittertem Buntsandstein entstanden und weist teilweise tonigen Untergrund sowie unterschiedliche Lößauflagen auf. Die besten Teile des Centgrafenbergs sind die alten Gewanne Walzrain, Hunsrück, Hohenlinde und Vogelsberg. Der Anbau von Spätburgunder und Frühburgunder hat im Centgrafenberg eine jahrhundertealte Tradition.
Weingut Rudolf Fürst - Riesling, Weißer Burgunder, Spätburgunder
„HUNSRÜCK“ CENTGRAFENBERG
Die Gewanne Hunsrück liegt langgestreckt wie der Rücken eines Hundes im Mittelhang des Centgrafenberges. Eine weitere Version für die Namensgebung ist, dass eine alte Gerichtsstätte (Rüge des Hundtes) an diesem landschaftlich hervorgehobenen Ort zu finden war. Bereits in der Steuerklasseneinteilung von 1688 ist der „Hunsrück“ als Spitzenlage kartiert. Sein steiniger Buntsandsteinverwitterungsboden enthält einen sehr tonigen Untergrund. Die Krume über dem gewachsenen Felsmassiv ist zwischen 0,5 bis 3 m stark. Dieser Boden ist sehr leicht erwärmbar, gut durchlüftet und hat eine sehr gute Wasserführung. Die exponierte Südlage die in einem Talkessel des Maines bei Miltenberg liegt, wird durch die Höhenzüge des Odenwaldes vor kalten Winden und Feuchtigkeit geschützt.
Weingut Rudolf Fürst - Spätburgunder
KALLMUTH
Der Name des Kallmuths stammt von dem keltischen Wort „Calemont", was soviel bedeutet wie „Kahler Berg". Der nach West-Südwest exponierte Steilhang, mit einer Hangneigung von bis zu 74 %, erstreckt sich von 146-212 m über NN. Durch diese Exposition strahlt die Sonne sehr lange in den Berg ein. So kann die Wärme tagsüber gespeichert und in der Nacht abgegeben werden. Mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von nur 280-350 mm während der Vegetation ist es im Kallmuth sehr trocken. Das Ausgangsgestein in diesem Bereich ist Buntsandstein, der von einer mächtigen Kalkbank überlagert ist, denn der Kallmuth liegt im Übergang von Buntsandstein zu Muschelkalk.
Weingut Fürst Löwenstein - Riesling, Silvaner
JOHANNISBERG FREIBERG & ROTLAUF
Der Johannisberg liegt östlich von Thüngersheim. Die Lage besteht aus mehreren kleinen Seitentälern mit Süd-Südöstlicher Exposition bis zu den westlich abfallenden Hängen ins Maintal. Oberhalb der Weinberge liegt ein Waldgürtel, der vor kalten Ostwinden schützt. Die Weinberge liegen 200-330 m über NN und sind bis über 60 % steil. Das Terroir in Thüngersheim ist durch eine geologische Besonderheit geprägt, dem Thüngersheimer Sattel. Durch eine tektonische Verwerfung, vermutlich mit der Gebirgsbildung der Alpen, ist der Buntsandstein durch die Schicht des unteren Muschelkalkes, auch Wellenkalk genannt, gebrochen. Somit befinden sich zwei der geologischen Formationen der fränkischen Trias auf engstem Raum unmittelbar nebeneinander. Dies verleiht den darauf gewachsenen Weinen einen besonderen filigranen Charakter mit elegantem Spiel.
Weingut Bickel-Stumpf - Riesling, Spätburgunder
Weingut Gregor Schwab - Silvaner
STEIN HAGEMANN
Der Würzburger Stein ist eine nach Süden geöffnete Lage, die sich muschelförmig am Main entlang zieht und einen wunderbaren Blick auf die Stadt bietet. Er liegt auf einer Höhe von 210-250 m über NN. Der schmale Bergrücken fällt an der Rückseite steil ab. Der Weinberg selber ist geschützt vor den Wärme entführenden Westwinden, sowie vor Nord- und Ostwinden. Der Name Stein wird abgeleitet von dem sonnendurchglühten, sehr steilen Kalksteilhang. Beim Boden handelt es sich um Verwitterungen des Muschelkalks, in den stellenweise Lehm- und Tonschichten eingelagert sind.
Weingut Bürgerspital zum Hl. Geist - Riesling, Silvaner, Weißer Burgunder
Weingut Juliusspital Würzburg - Riesling, Silvaner
Staatlicher Hofkeller Würzburg - Riesling, Silvaner, Weißer Burgunder
STEIN-HARFE
Der Weinberg grenzt in der Nähe des Hauptbahnhofes an die Stadt Würzburg an und zieht sich in einer Breite von ca. 300 m über den Steinberg bis hoch zum Bismarkwäldchen. Er ist das Filetstück der berühmten Würzburger Lage Stein. Die Lage wird durch einen angelegten Aufstieg, der Rotkreuzsteige, diagonal geteilt., so das der Weinberg die Form einer auf dem Kopf stehenden Harfe hat. Die Weinbergszeilen stellen dabei die Saiten der Harfe dar. Der Name Harfe oder früher „Harpfe“ erscheint urkundlich erstmals in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Weinbergslage ist auf dem Bergrücken bewaldet, was einen guten Schutz vor kalten Nordwinden bietet. Sie liegt in einem flachen Kessel, der nach Süden hin geöffnet ist und so gegen häufig wärmeentführende Westwinde schützt. Der Boden ist ein Muschelkalkverwitterungsboden, in dessen oberen Viertel sich Schichten aus Schieferton und Lettenkeuper befinden.
Weingut Bürgerspital zum Hl. Geist - Riesling
INNERE LEISTE
Diese Steillage liegt auf Würzburgs linker Mainseite in einem kleinen Taleinschnitt auf der Südseite der Festung Marienberg. Die Lage ist ein typisches Beispiel für den großen Einfluss des Mikroklimas auf das Terroir einer Weinbergslage. Einerseits reicht der hitzige Charakter des Würzburger Talkessels hinein, andererseits wird sie ausreichend von der Kaltluft des Nordens geschützt. Das Ausgangsmaterial für den Weinbergsboden der Inneren Leiste ist der mittlere Muschelkalk, eine Sedimentsschicht aus Kalkalgen und Muscheln. Die über Jahrmillionen gebildeten tonhaltigen Kalksteine tragen mit dazu bei, dass der Boden eine gute Wärmespeicherung besitzt. Der steinige, schwach tonige Lehm ist tiefgründig und hat eine gute Humusversorgung, was zu einer ausgewogenen Nährstoffverfügbarkeit für die Reben führt.
Weingut Am Stein - Ludwig Knoll - Riesling
Weingut Juliusspital Würzburg - Riesling, Silvaner
Staatlicher Hofkeller Würzburg - Riesling, Silvaner
TEUFELSKELLER
Auf der Strecke von Würzburg nach Nürnberg überquert die Autobahn A3 den Main. Linker Hand liegt der alte Weinort Randersacker. Der Teufelskeller erstreckt sich zwischen Randersacker und dem sechs Kilometer entfernten Würzburg. Hier beschreibt der Main eine Kurve, an der sich ein Prallhang emporstreckt, der durch sogenannte Klingen (kleine Seitentäler) unterbrochen wird. Durch diese Klingen getrennt sind die Steilhänge von Marsberg, Pfülben, Teufelskeller und im Anschluss nach Würzburg zu, die Abtsleite. Der Namen stammt von den Gebrüdern Teufel ab, die im 14. Jahrhundert großzügige Zustifter des Bürgerspitals waren. Der Teufelskeller ist ein extrem heißer Prallhang, dessen Nähe zum Main und seine Steilheit prägend sind für die Mineralität der Weine. Der Untergrund besteht aus dem sehr skelettreichen Verwitterungsboden des oberen Muschelkalks. Die Besonderheit des Bodens sind kleine Eisenoxidblättchen, die als rötliche Verfärbungen im Gestein enthalten sind. Sie verleihen dem Riesling vom Teufelskeller eine ganz eigene balsamisch - würzige Note.
Weingut Bürgerspital zum hl. Geist - Riesling
PFÜLBEN
Beidseitig abgegrenzt durch steile Seitentäler, schiebt sich der Randersackerer Pfülben direkt über dem Weinort Randersacker in das Maintal hinein. Mit seinen abgerundeten Kanten erinnert der Pfülben an ein prall gefülltes Kopfkissen. Dies bezeichnet man im Mittelhochdeutschen als „Pfülwen”, woraus sich der Name des Weinbergs erklärt. Auf den steil mit bis zu 70 % nach Süd und Südwest abfallenden Hängen wachsen auf skelettreichen Muschelkalkmergeln in einer Höhe von 200 bis ca. 280 m über NN Riesling- und Silvanerweine. Weit schiebt sich der Berg an das Flussufer heran und profitiert somit von der Licht- und Wärmereflexion des Maines. Die mittel- bis tiefgründigen, humosen und leicht erwärmbaren Muschelkalkmergel sind Garanten für eine schnelle Erwärmung und eine ausgezeichnete Wärmespeicherkapazität. Ausgeglichene Niederschläge des Maintales perfektionieren das aufgeheizte und somit nur wenig der Tag-Nacht-Temperaturschwankung ausgesetzte Klima.
Weingut Juliusspital Würzburg - Riesling
Weingut Schmitt’s Kinder - Riesling, Silvaner
Staatlicher Hofkeller Würzburg - Riesling
SONNENSTUHL
Der Sonnenstuhl schließt die früheren Lagen "Hohes Roth", "Rückersell" und "Paradies" mit ein. Urkundlich schon im Jahre 1240 erwähnt "monte Rode adut Randersacker", auf dem Berg Rode bei Randersacker. Zum Maintal hin blickend ist der Sonnenstuhl ein steiler Prallhang mit bis zu 70 % Steigung und Süd-Südwest-Exposition. Seine Weinberge sind mit großen Stützmauern durchzogen, daher auch der Name "Stuhl der Sonne". Der geologische Untergrund des Sonnenstuhls zählt zum Bereich des oberen Muschelkalkes. Im steilsten Teil bestehen die oberen Bodenschichten aus tonigem Lehm, im Hangbereich ist dieser Lehm auch mit humosem Sand durchmischt. Es sind gut erwärmbare Böden, auf denen sich der Silvaner besonders wohl fühlt.
Weingut Josef Störrlein - Riesling, Silvaner, Weißer Burgunder, Spätburgunder
Weingut Schmitts Kinder - Silvaner, Spätburgunder
Weingut Wilhelm Arnold - Silvaner
STEINBACH
Der Steinbach in Sommerhausen ist ein Steilhang mit idealer Ausrichtung nach Süden und Südwesten mit bis zu 80 % Steigung. Die Weinberge sind gut windgeschützt, dadurch entwickelt sich ein optimales Bestandsklima. Durch die optimale Sonneneinstrahlung sind in Steinbach in Bodennähe Temperaturen von bis zu 55°C möglich. Die leichte Kessellage und die Sonnenreflektion durch den Main am Fuße der Lage begünstigen das Kleinklima zusätzlich. Ursprung des Namens ist ein kleiner Bach, welcher im Winter Wasser führt. Im Sommer hingegen bleibt nur das trockene Bachbett – der Steinbach – zu sehen. Der Boden ist als Verwitterung des Muschelkalks sehr skelettreich, gut durchlässig und gut erwärmbar. Die den Berg durchziehenden Stützmauern wirken darüber hinaus als Wärmespeicher.
Weingut Schloss Sommerhausen - Riesling, Silvaner
KAPELLENBERG MÖNCHSHOF
Der Kapellenberg liegt direkt an der Spitze des Maindreiecks. Die alte Frickenhäuser Lage erstreckt sich östlich des Ortes unmittelbar am Main entlang. Der Weinberg, mit einer Hangneigung von 60 % blickt über ein besonders schmales Stück des Maintals hinweg nach Süden. Die Reben stehen dort auf dem im Trias entstandenen Verwitter-ungsmaterial des oberen Muschelkalks. Das Herzstück des Kapellenbergs liegt direkt unterhalb der Valentinus Kapelle. 1699 wurde sie mitten in den Weinbergen erbaut und eingeweiht. Der durch eine Lähmung an das Bett gefesselte Frickenhäuser Bürgermeister Valentin Zang schwor, im Falle einer Genesung, eine kleine Kapelle bauen zu lassen. Der Legende nach wurde er nach zwei Jahren „auf wunderbare Weise” von seinem Leid befreit. So gibt die Valentinus Kapelle der Frickenhäuser Weinlage seit über 300 Jahren ihren Namen.
Weingut Bickel-Stumpf - Riesling, Silvaner
LUMP
Den Lump prägt ein individuelles Kleinklima, das den Weinbau in dieser Lage seit mehr als tausend Jahren bestimmt. Im weiten Bogen umschließt der Bergrücken den Weinort Escherndorf und öffnet sich nach Süden. Diese außer-gewöhnliche Lage schützt die Reben im Winter vor kalten Nord- und Ostwinden und fängt im Sommer und Herbst die Sonnenstrahlen wie ein Hohlspiegel ein. 1797 schreibt der ansässige Pfarrer Andreas Friedrich über die Lage: „Der Boden des oberen Muschelkalkes, die Hangneigung und die Sonneneinstrahlung haben sich hier zu einer einmaligen Komposition zusammengefunden: zu einem glühenden Kessel von ungekühlten Sonnenstrahlen."
Weingut Juliusspital Würzburg - Silvaner
Weingut Michael Fröhlich - Riesling, Silvaner
Weingut Horst Sauer - Riesling, Silvaner
Weingut Zur Schwane - Riesling
KARTHÄUSER
Der Volkacher Karthäuser geht zurück auf das nur einen Steinwurf vom Weinberg entfernt liegende Karthäuserkloster, das im Jahre 1409 von Ritter Erkinger von Seinsheim gestiftet wurde. Die Lage ist ein leicht sichelförmiger, windgeschützter Weinberg mit Lehmböden, in denen sich Schwemmsande des Mains mit Muschelkalk und Lettenkeuper mischen. Die Böden besitzen ein sehr gutes Wasserspeichervermögen und eine sehr gute Wärmespeicherung als Grundlage eines warmen Kleinklimas. Daher bietet dieser Standort besonders günstige Voraussetzungen für die Burgunderrebe.
Weingut Juliusspital Würzburg - Weißer Burgunder
RATSHERR
Die Lage Volkacher Ratsherr liegt auf 200 m über NN und ist mit einer Hangneigung von 45 % nach Süden exponiert. In einem sehr schmalen Tal in direkter Nähe zum Flussufer gelegen, ist das Kleinklima dort sehr geschützt und warm. Da die Wolken oftmals im Westen vom Spessart gebremst werden, ist die Niederschlags-menge hier sehr gering. Der skelettreiche Boden besteht aus Muschelkalk mit einer sandigen Lehmauflage. Als im Schwedenkrieg Volkach von den Schweden eingenommen werden sollte, lagerten diese an der Stelle,
an der sich heute die Weinlage befindet. Sie teilten dem Ratsherren des Stadtrates mit, dass Volkach gerettet werden könne, wenn einer der hohen Herren mit dem Schwedenführer um die Wette trinken und anschließend noch dessen Gespielin beglücken könne. Die Ratsherren suchten im Wirtshaus „Zur Schwane” nach dem trink-festesten Bürger, zogen ihm die Ratsherren Tracht über und er erledigte das Geforderte zur vollsten Zufrieden-heit. Von nun an nannten die Volkacher ihren Berg „Ratsherr”.
Weingut Zur Schwane - Riesling, Silvaner
KÜCHENMEISTER
Wie ein schlafender Schwan mit ausgestreckten Flügeln bildet der Schwanberg den westlichen Ausläufer des Steigerwaldes. In seinen schützenden Schwingen schmiegt sich der beste Weinberg Rödelsees: der Küchenmeister. Die südwestliche Lage steigt sanft von 250 m unweit des Dorfes zum Rand der bewaldeten Bergkuppe auf 340 m über NN an. Die wärmende Mütze des Hochplateaus, gekrönt vom Schloss Schwanberg, schützt den Weinberg vor kalten Nord- und Ostwinden. In diesem Kleinklima können die Trauben lange und perfekt ausreifen. Der Name der Lage erinnert an das Edelgeschlecht der Küchenmeister von Nortenberg, welche in den Jahren 1360 und 1391 in Rödelsee ansässig waren. Das Besondere ist der Boden: Der Untergrund ist ein sehr kalkreicher Tonmergelstein: Gipskeuper aus Sedimenten fossiler, kleiner Meerestiere (Myophorienschichten). Im Unterhang sind die Böden frischer und nachhaltiger in der Wasserversorgung. Teilweise tritt der Berggips in Form seiner weiß bis rosa leuchtenden Steinknollen hervor. Der Oberhang besteht aus leicht erwärmbaren, kalkhaltigen Schieferplättchen, vermengt mit steinigem Verwitterungsmaterial (Schilfsandstein und Dolomit). Dieses außergewöhnlich reichhaltige und vielseitige Mischungsrezept an Mineralien verleiht den Weinen einen festen Körper sowie subtile tiefe Aromen bei einer gleichzeitigen Leichtigkeit. Gerade die komplexen und konzentrierten Weine wirken in ihrer Jugend ein wenig verschlossen, um dann durch Frucht und Kräuteraromen sowie eine ausgeprägte Langlebigkeit zu überzeugen.
Weingut Weltner - Silvaner
JULIUS ECHTER BERG "IM FROHNTAL"
Der südlich exponierte Steilhang liegt in einer Kessellage des Steigerwalds, am Fuß 280 m, am Oberhang 380 m über NN. Oberhalb der Weinberge befindet sich ein Waldgürtel, der die Lage vor kalten Nord- und Ostwinden schützt. Es herrschen optimale kleinklimatische Bedingungen in dieser Lage, deren Steigung zwischen 20 und 60 % beträgt. Der graubraune Keuperboden strahlt eine enorme Hitze aus und setzt ungeahnte, wilde Düfte frei. Den hohen Extrakt und die mineralische Würze erhalten die Weine aus einem einzigartigen Sediment von grünem Schilfsandstein. Die Weine gelten als besonders langlebig.
Weingut Juliusspital Würzburg - Riesling, Silvaner
Weingut Johann Ruck - Riesling, Silvaner
Weingut Weltner - Weißer Burgunder
Weingut Hans Wirsching - Riesling, Silvaner
Weingut Johann Arnold - Silvaner
KRONSBERG
Der Lagenname „Kronsberg” leitet sich ab von „dem Berg mit der Krone“. Diese Krone oder auch die Pelzkappe der Reben ist ein Eichen-Mischwald. Ihm zu Füßen liegt ein Südost-, Süd- und Südwestexponierter Steilhang, teilweise in einer Kessellage und an den Rändern nach Westen und Osten hin windoffen. Die Bodenstruktur des Gips-Keuperboden - geologisch liegt der Ursprung im Trias - ist sehr tiefgründig, mit einem hohen Mineralstoff und Kalkgehalt. Ein gut durchfeuchteter Untergrund läßt die Trauben lange reifen. Die Weine sind von einer kontinentalen Art geprägt. Die Kombination von Gipskeuper und Südlagen ergibt kräftige Weine mit auffallendem Säuerschliff und einem großen Alterungspotential.
Weingut Hans Wirsching - Riesling, Silvaner, Weißer Burgunder
SCHLOSSBERG
Die Lage Schlossberg bezeichnet die Weinberge, die sich um den alten Burgberg oberhalb Castells ziehen. Hier standen einst die beiden Stammburgen der Grafen zu Castell. Um das Jahr 1266 teilten die Grafen Heinrich II und Hermann II zu Castell ihren Besitz. Die Teilungsurkunde nannte erstmals die wichtigsten Weinbergslagen in Castell. So heißt es in dieser Urkunde: „item vinee in latere castri superioris“, desgleichen Weinberge am oberen Schloss gelegen. Diese ökologische Nische in 340 m Höhenlage, mit einer Süd-Südwest Steigung von 48 %, ist durch einen anliegenden Waldgürtel aus Nord und Ost, sowie seinen ausgeprägten Talkessel geschützt vor Kaltluft. Es herrscht dort ein optimales Kleinklima. Der Boden ist geprägt von tonigem Gipskeuper mit Einlagerungen von Alabaster.
Fürstlich Castell'sches Domänenamt - Riesling, Silvaner
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Bischofsberg
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„Hunsrück“ Centgrafenberg
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Kallmuth
THÜNGERSHEIM
Johannisberg Freiberg & Rothlauf
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Stein Hagemann
Stein-Harfe
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Teufelskeller
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Sonnenstuhl
SOMMERHAUSEN
Steinbach
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Lump
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Karthäuser
Ratsherr
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Küchenmeister
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Julius Echter Berg "im Frohntal"
Kronsberg
CASTELL
Schlossberg