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Laudatio Gerko Freiherr zu Knyphausen 2006


Laudatio zur Verleihung der silbernen VDP-Ehrennadel an Gerko Freiherr zu Innhausen und Knyphausen an der Weinbörse 2006

Gerko Freiherr zu Knyphausen wurde im Herbst 1939 geboren, im Jahr des Kriegsausbruchs, in dem die Weinqualität dem traurigen Ereignis angepasst, gering, war. Nach dem Abitur ging er zur Marine, studierte Volkswirtschaft und absolvierte dann eine Winzerlehre bei Bürklin-Wolff. Wo sonst, als in dem Pfälzer Traditionsweingut, einem der Gründungsmitglieder der Naturweinversteigerer, hätte seine Beziehung zum VDP besser gegründet werden können? Mit 30 Jahren übernahm er das Familienweingut vom Großvater und begann mit der Selbstvermarktung der Weine. Schon drei Jahre später, 1972, wurde sein Weingut im Verein Rheingauer Weingüter aufgenommen. Der Marinesoldat bewies, dass er hart am Wind segeln konnte, um schnell zum Ziel zu kommen. Doch Gerko Knyphausen ließ noch mehr Wind in seine Segel. Er erkannte, dass es engagierte Menschen braucht, um einen Verein mit Leben zu füllen.1984 wurde ihm das Vertrauen seiner Weingutskollegen zuteil, die ihn zum Regionalvorsitzenden des VDP-Rheingau wählten. Mit seinem Amtsantritt einher geht die Umbenennung in Vereinigung Rheingauer Traditionsweingüter, deren Motto „Aus Tradition der Qualität verpflichtet“ er mit Leben füllte. Unter seiner Ägide wurde der Wettbewerb unter den VDP-Regionen entfacht. In seine Amtszeit fällt der bisher nicht getoppte Versteigerungsrekord  von 1987, als der deutsch-kanadischer Wurstfabrikant Harald Apfelbaum, DM 53000 für einen 1735 Johannisberger aus dem Weingut des Grafen Schönborn zahlte.Neben den etablierten Versteigerungen wurden 1987 erstmals die Glorreichen Rheingau Tage gefeiert. Aus den damals 3 Tagen hat sich heute eine international bekannte Veranstaltungsreihe über 8 Tage und mit ca. 30 Events ergeben. Der Rheingau war auch der erste VDP-Regionalverband mit eigener Geschäftsstelle. Par Excellence wurden die Beschlüsse, die der Bundesverband fasste, im Regionalverband Rheingau umgesetzt, wie z.B. die strikte Prüfungsordnung. Und mehr noch, der Rheingau mit seinem Vordenker Bernhard Breuer, war die Keimzelle des Klassifikationsgedankens. Als Gerko Knyphausen dann 1993 das Ruder im VDP-Rheingau an Stefan Ress weitergab, wählte ihn die Bundesdelegiertenversammlung des VDP in ihr dreiköpfiges Präsidium, um auch weiterhin von dem überlegten Sachverstand, von der unparteiischen Meinung, der Verlässlichkeit und der Erfahrung von Gerko Freiherr zu Knyphausen zu profitieren. 12 Jahre bestimmte er den Kurs des Flaggschiffs VDP mit, durch Wind, Wetter und Untiefen, die sich auf dem Weg bis zur Taufe der Grossen (Ersten) Gewächses ergaben. Lieber Gerko, Worte können nicht wiedergeben, was wir gemeinsam durchgekämpft haben. Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes für dein einmaliges ehrenamtliches Engagement verleihe ich Dir im Namen der Prädikatsweingüter Deutschlands die silberne Ehrennadel.  Laudatio zur Verleihung der silbernen VDP-Ehrennadel anGerko Freiherr zu Innhausen und KnyphausenGeburtsdatum15. Oktober 1939 (Im Jahr des Kriegsausbruchs war die Weinqualität dem traurigen Ereignis angepasst, gering), verheiratet / 5 SöhneBeruflicher WerdegangNach dem Abitur war er zunächst bei der Marine. Anschließend Studium der Volkswirtschaft mit Abschluss als Diplom Kaufmann. Winzerlehre bei Bürklin-Wolf. 1969 Übernahme des Weingutes vom Großvater – Beginn mit der Selbstvermarktung. Gerko Knyphausen liebt klassische Musik und fährt gerne Ski.VDP-Werdegang1972             Aufnahme des Weingutes in den VDP.1984 bis 1993Vorsitzender des VDP-Rheingau 1993 bis 2005Präsidium des Bundes-VDPMit seinem Amtsantritt 1984 einher geht die Umbenennung in Vereinigung Rheingauer Traditionsweingüter. Deren Motto „Aus Tradition der Qualität verpflichtet“ füllte er mit Leben. Unter seiner Ägide wurde der Wettbewerb unter den VDP-Regionen entfacht. Neben den etablierten Versteigerungen wurden 1987 erstmals die Glorreichen Rheingau Tage gefeiert. Aus damals 3 Tagen - hat sich heute eine international  bekannte Veranstaltungsreihe über 8 Tage und ca. 30 Events ergeben.Unter ihm wurde 1989eine neue Prüfungsordnung etabliert. 10. Vorsitzender des VDP-Rheingau,. Dem Pioniergeist im Rheingau ist so manches zu verdanken. Auch heute gelten noch die Maxime, die man sich damals gab: die Notwendigkeit das Produkt zu identifizieren, Namen zu Schützen, sich um Qualitätskontrolle zu bemühen und den kommerziellen Druck zu bekämpfen. 1985:  Rekordversteigerungen: 21000 für eine 1921 Erbache rHonigberg Trockenbeerenauslese,  und 2000 für 1893 Trockenbeere STeinberger 1986: 35000 für 1893 Neroberger Trockenbeerenauslese, Staatsweingüter 1987: 53000 für 1735 Johannisberger, Graf Schönborn (deuschkanadischer Wurstfabrikant Harald Apfelbum)In seine Amtszeit als Vorsitzender fällt eine Renaissance des VDP oder besser gesagt eine Wiederbelebung der Aktivitäten. Einer seiner wichtigsten Beschlüsse war 1987, dass der VDP-Rheingau ( damals Vereinigung Rheingauer Traditionsweingüter) eine Geschäftsführerin braucht (ich bin ihm heute noch dankbar). In den Folgejahren wurden auch die anderen Regionen munterer  und somit kann man sagen, er war einer der wesentlichen Initiatoren für die Aktivitäten des VDP auf regionaler und überregionaler Ebene. zurück


Verleihung Ehrennadel


Karl Fuhrmann, Mario Scheuermann, Prinz Salm (VDP), Gerko Freiherr zu Knyphausen